Am Wochenende 6.-7. Juli 2013 findet in Berlin das nächste Verbändetreffen statt zum Thema „Gesundheitliche Folgen politischer Repression“ in der Gedenkstätte des Stasi-Museums, Ruschestr. 103, 10365 Berlin im Raum 418 (BStU-Projektwerkstatt). I diesem Zusammenhang gibt es auch eine Mitgliederversammlung der UOKG.

Aus dem Programm: Rechtsanwalt Thomas Lerche spricht am Samstag, 6.07.13, 13:00 Uhr zu „Ein Überblick zur neuen Klassifikation der Posttraumatischen Belastungsstörung“. Am Sonntag, 7.07.13 gegen 11:00 Uhr spricht der Psychotherapeut und Liedermacher Dr. Karl-Heinz Bomberg zu „Unsichtbare Wunden – Traumatisierungen durch politische Verfolgung in der SBZ/DDR“.

Das Projekt wird durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

Die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft verurteilen den feigen Mordanschlag islamischer Extremisten auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris auf das schärfste.

Der UOKG-Bundesvorsitzende Rainer Wagner stellte dazu fest:
„Der islamistische Terror in Europa hat damit eine bislang nicht gekannte Dimension erreicht. Es ist eine Tat, die sich direkt gegen die Meinungsfreiheit, und damit gegen die Freiheit an sich wendet. Damit kehrt der totalitäre Ungeist nach Europa zurück, der das 20. Jahrhundert beherrschte.
Das werden wir nicht zulassen. Die Zivilgesellschaft muss sich mit allen Mittel gegen diese Form des Totalitarismus wenden.

Bei all der Grausamkeit ist diese Bluttat nur die Spitze des Eisbergs weltweiter, islamistischer Barbarei. Die Taten des sogenannte Islamischen Staats, von Boko Haram oder Al-Kaida, sind Zeugnisse hiervon. Die Opfer des Terrors sind dabei meist nicht nur Angehörige anderer Religionen. Der Großteil der Opfer sind friedliche Muslime.  Hierbei zeigt sich, wie pervers und unglaubwürdig die angebliche Vorhut des Islams ist.
Unsere Gedanken und unsere Solidarität sind bei den vielen unschuldigen Opfern dieses neuen Totalitarismus und deren Angehörigen.“

12. Internationale Konferenz der Citizen Alliance und der UOKG in Berlin zu Nordkoreas Menschenrechtslage & Flüchtlingsproblematik

17. Juni – 18. Juni 2013 (Montag/Dienstag)

Konferenzsprachen: Deutsch/Englisch/Koreanisch (Simultanübersetzung)
in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin, Kronenstr. 5

Anmeldung notwendig unter nkhrinberlin@gmail.com
Agenda und Programm siehe unten.

Zur Wahl von Bodo Ramelow zum Thüringer Ministerpräsidenten hat sich Rainer Wagner, der Bundesvorsitzende des Dachverbands der SED-Opfer uokg, wie folgt geäußert:

„Nun sind die Geister der Vergangenheit mit Hilfe der zu Blockparteien mutierten Thüringer Bündnisgrünen und Sozialdemokraten aus ihrer Gruft gekrochen. Alte SED-Genossen und Stasi-Zuträger lenken nun das Land.
Dass die Nachfolgepartei der SED nun ein Bundesland regieren darf, ist eine Verhöhnung der Opfer des SED- und Stasi-Regimes.
Durch diese Regierungsbildung werden die Befindlichkeiten der Opfer auf rücksichtslose Weise missachtet. Denn die meisten Opfer leiden noch heute unter den Folgen der Verfolgung. Sie sind durch Folter und Haft zum Teil schwer traumatisiert. Folter und Haft, angeordnet von genau der Partei, die jetzt in Thüringen die Macht übernimmt.
Die Linke steht entgegen aller Lippenbekenntnisse in der Tradition der alten SED. Sie ist noch heute beseelt vom Geist der DDR.

Der heutige Tag bedeutet eine schwere Niederlage für die Demokratiebewegung von 1989.“

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Veranstaltung der Stasi-Unterlagen-Behörd BStU am
Dienstag, 19. März 2013, 20.00 Uhr, Collegium Hungaricum Berlin

„Der größte Lump…“? Stasi-Spitzel auf dem Prüfstand – Podiumsdiskussion

Mit dem Buch „Stasi Konkret“ stellt BStU-Wissenschaftler Ilko-Sascha Kowalczuk neue Fragen an die Forschung zur SED-Diktatur und ihrer Geheimpolizei. Was sagen die IM-Zahlen wirklich aus über das Wirken der Stasi? Und sind damit Kategorien wie Verrat, Denunziation und auch Opportunismus ausreichend erfasst? Hat der bisherige Blick auf die Stasi die Rolle der SED wirklich verharmlost? Eine Diskussion zwischen exponierten Forschern.

Eröffnung
Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Podium
Dr. Jens Gieseke, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, BStU
Dr. Helmut Müller-Enbergs, BStU
Prof. Dr. Klaus Schroeder, Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin
Moderation: Dagmar Hovestädt, BStU
Der Eintritt ist frei.

Ort: Collegium Hungaricum Berlin – Balassi Institut
Dorotheenstraße 12
10117 Berlin

UOKG: „Tropfen auf dem heißen Stein“

Der Deutsche Bundestag hat am gestrigen Abend eine Erhöhung der besonderen Zuwendung für Haftopfer um 50 € sowie der Ausgleichsleistungen für beruflich Verfolgte um 30 € beschlossen.

Der UOKG-Bundesvorsitzende Rainer Wagner zeigt sich hiervon enttäuscht:
„Die Erhöhung war längst notwendig, da die Inflation der letzten Jahre die Kaufkraft der bisherigen Opferrente bereits erheblich reduziert hatte. Jedoch ist eine nur einmalige Erhöhung lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Denn da kein regelmäßiger Inflationsausgleich vorgesehen ist, wird auch diese Erhöhung schon bald wieder von der Inflation aufgefressen werden.

Viele Betroffene empfinden die erste Aufstockung nach sieben Jahren als Almosen. Unsere Forderungen, insbesondere nach der Aufnahme bisher nicht berücksichtigter Opfergruppen wie der Opfer von Zersetzung, Zwangsadoptionen, Zwangsaussiedlungen sowie der verfolgten Schüler und in russische Zwangsarbeit verschleppten Frauen blieben ungehört. Dieses enttäuschende Ergebnis hat seine Ursache offensichtlich in dem Desinteresse der Politik an unseren Anliegen. Die Art und Weise, wie das Thema behandelt wurde, machte den Eindruck, als handle es sich für die Verantwortlichen um eine lästige Pflicht. Es gab im Vorfeld vom zuständigen Justizministerium keinerlei Rücksprache mit den Betroffenen. Die Verabschiedung des Gesetzes erfolgte ohne Debatte zu spätabendlicher Stunde. Dieses offensichtliche Desinteresse und die weitere Ausgrenzung ganzer Opfergruppen kann bei Betroffenen zu neuer Retraumatisierung und Verbitterung über unser demokratisches Gemeinwesen führen.“

Hoffnung macht Wagner aber ein Entschließungsantrag, nach welchem die Bundesregierung dazu aufgefordert wird, Betroffenen eine mündliche Anhörung einzuräumen, einen Gutachterpool einzurichten sowie eine Entfristung der Rehabilitierungsgesetze zu prüfen. Wagner hierzu: „Das ist ein gutes Zeichen. Die Politik hat erkannt, dass noch einiges zu tun ist.“