Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kameradinnen und Kameraden,

wir möchten Sie herzlich zum zweiten Verbändetreffen im Jahr 2021 einladen.

Unsere Schwerpunktthemen an diesem Wochenende lauten:

„Todesfälle bei Fluchtversuchen über die Ostsee“

und

Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.

Geschichte Bewahren

Führung durch das Archiv der DDR-Opposition (wegen Corona kurzfristig abgesagt)

Die Tagung findet in der Gedenkstätte Normannenstraße, Haus 22, Ruschestr. 103, 10365 Berlin, statt. Bitte beachten Sie, dass das Treffen im Haus 22 unter Einhaltung der 2G-Regel stattfindet.

Sehr geehrte Damen und Herren,

am vergangenen Dienstag, den 12. Oktober 2021, fand in der Gedenkstätte Marienborn die im Titel genannte und in unserer letzten Meldung angekündigte Veranstaltung statt. Mit knapp 40 Plätzen war der Veranstaltungsraum unter den Coronabestimmungen voll belegt. Sie können die Veranstaltung aber auf unserem Youtube-Kanal UOKGNews oder direkt über diesen Link nachschauen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, es lohnt sich!

Mit dem 3. Oktober verbinden wir alle den Jahrestag der Deutschen Einheit. Der 3. Oktober ist aber auch der Jahrestag der zweiten Zwangsaussiedlungsaktion im Jahr 1961, die unter dem Namen „Festigung“ durchgeführt wurde, aber leider bis heute bei den meisten Bürgerinnen und Bürgern völlig unbekannt ist.

Zum 60. Jahrestag der Aktion „Festigung“ wollen wir das Thema der Öffentlichkeit näherbringen und erinnern am 12. Oktober 2021 gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern der Beauftragten des Landes Sachsen-​Anhalt zur Aufarbeitung der SED-​Diktatur und der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn mit der Veranstaltung „Zwangsausgesiedelt an der innerdeutschen Grenze – Vergessene Schicksale, verwehrte Entschädigung?“ an das bis heute fortwirkende Leid gesamter Familien, die immer noch keine Entschädigung für das erlittene Vertreibungsunrecht erhalten haben.

Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG):

„Zwangsaussiedlungen sind ein ganz besonders einschneidender Verstoß gegen die Menschenrechte. Ganze Familien haben nicht nur ihr Hab und Gut verloren, sondern auch ihre Heimat. Von den insgesamt 12.000 Betroffenen leben heute nur noch schätzungsweise 1.000 Personen. Diese mussten miterleben, wie ihre Eltern vor einem Scherbenhaufen standen und keinen Rat mehr wussten. Die Bundesregierung muss endlich das Vertreibungsunrecht mit einer adäquaten Entschädigung würdigen. Dabei geht es den verbliebenen Betroffenen nicht ums Geld, sondern um eine glaubhafte Anerkennung durch den Staat und der Gesellschaft.“

Birgit Neumann-Becker, die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt dazu: „Es ist mir wichtig, 31 Jahre nach der Deutschen Einheit, der vor 60 Jahren Zwangsausgesiedelten und der weiteren Opfer des Grenzregimes zu gedenken. Die Zwangsaussiedlungen in Sachsen-Anhalt sind weithin unbekannt, die Opfer litten still. Sie hatten ein schlimmes Schicksal von Entwurzelung und Verlust der Heimat erlitten. Diese Menschenrechtsverletzungen in der DDR waren Teil des Grenzregimes und dienten auch zur Disziplinierung der verbliebenen Bevölkerung.“

Informationen zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem beigefügten Veranstaltungsflyer.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG) begeht am 27. August ab 11:00 Uhr auf dem Campus für Demokratie mit einem Festakt ihr 30-jähriges Bestehen.

Wir freuen uns auf Grußworte von:

Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien

Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa in Vertretung für den Regierenden Bürgermeister von Berlin

Marco Wanderwitz MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Länder

Evelyn Zupke, Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur beim Deutschen Bundestag

Dr. Anna Kaminsky, Direktorin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und

Tom Sello, Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Begrüßung erfolgt durch den Präsidenten des Bundesarchivs, Prof. Dr. Michael Hollmann, und den Bundesvorsitzenden der UOKG, Dieter Dombrowski, der auch die Festrede halten wird.

Das entsprechende Programm finden Sie anbei.

Die Veranstaltung ist ausgebucht, wird aber über einen Livestream übertragen. Den Livestream erreichen Sie über diesen Link: https://www.youtube.com/channel/UCUIJCC9UqEajt3vQESeFwLw

Wir würden uns freuen, wenn Sie einschalten!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr UOKG-Team

Nach 30 Jahren das Schweigen brechen.
Bundeskongress politisch verfolgter Frauen in der SBZ/DDR 6. – 8. August 2021
Gedenkstätte Frauenzuchthaus Hoheneck

Liebe Interessenten am Bundeskongress politisch verfolgter Frauen:

Die allermeisten Programmteile übertragen wir über unseren YouTube Kanal „UOKGNews„. Die Streamzeiten erfahren Sie hier.

Der Kongress ist leider seit Anfang Februar 2020 mit 100 Anmeldungen ausgebucht. Das Aktuelle Programm und weitere Hinweise finden Sie hier.

Erfahrungsgemäß sagen einige wenige angemeldete Teilnehmer wieder ab. Zu diesem Zweck führen wir eine Warteliste, in die Sie sich gerne eintragen lassen können. Sie können sich gerne gegen einen Unkostenbeitrag von 10 € für Samstag, den 7. August 2021, als Tagesgast anmelden. In diesem Fall müssen wir Sie bitten, für Ihre Verpflegung und Unterkunft selbst zu sorgen.

Hinweise für angemeldete Teilnehmer:
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung. Sollten Sie keine Eingangsbestätigung erhalten haben, wenden Sie sich bitte an das Organisationsbüro.Dort erhalten Sie von uns Programm, Ortsbeschreibungen, Kontoverbindung und weitere Hinweise. Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie über weitere Veranstaltungen der UOKG und der Gedenkstätte Frauenzuchthaus Hoheneck informiert werden wollen.

s.czech@uokg.de

Am 23. August 2021 findet um 18.00 Uhr ein Gedenken auf dem Hof des ehemaligen KGB-Gefängnisses in der Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam statt und anschließend um 18.30 Uhr ein Gedenkkonzert in der Kirche der Pfingstgemeinde, Große Weinmeisterstraße 49b (fünf Minuten Fußweg von der Leistikowstraße 1). Zur Einladung Pfarrer Stephan Krüger und Gisela Rüdiger, Vorsitzende des Vereins Gedenk- und Begegnungsstätte eh. KGB-Gefängnis werden die Gäste in der Kirche begrüßen. Die Neue Potsdamer Hofkapelle unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Björn O. Wiede wird das Stück Stalin Cocktail für Streichorchester und Cembalo von Rodion Shchedrin, und das Adagio für Streicher von Samuel Barber sowie die Hamburger Sinfonia A-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach aufführen. Linda Teuteberg, Stellv. Vorsitzende von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Mitglied des Deutschen Bundestages (FDP) und Dr. Maria Nooke, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur werden Grußworte sprechen.

Alle Gäste sind herzlich eingeladen.

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu Getränken und Gebäck ein.

Den Stalin Cocktail komponierte Rodion Shchedrin 1992. Er selbst bemerkte dazu, es sei eine Folge von Fragmenten aus Märschen, mit denen der verbrecherische „Führer des Volkes“ der damaligen Sowjetunion gefeiert worden sei. Dazu kommen noch andere Töne wie Trommelgerassel in der Ferne, das Stöhnen der Opfer, Schüsse des Exekutionskommandos, der Aufzug der Paraden…, sowie Fetzen aus der alten russischen Romanze „Dunkle Augen“.

(Text von Stephen Maddock, CD Shchedrin Carmen Suite, Chandos, 1994)

Rodion Shchedrin (geb. 1932 in Moskau) ist Mitglied der Akademie der Künste (Berlin). Er lebt in München und Moskau.

Eine Veranstaltung des Gedenkstättenvereins in Kooperation mit dem Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie

Das ehemalige Gefängnis in der Potsdamer Leistikowstraße 1 ist ein authentischer Ort, ein Zeugnis der stalinistischen Ära der kommunistischen Zeit, an dem viele unschuldig Verfolgte eingesperrt waren und an dem heute an sie erinnert wird.

Nachdem das Europäische Parlament die Errichtung eines Gedenktages für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime in Europa im 20. Jahrhundert mit übergroßer Mehrheit seiner Abgeordneten gefordert hatte, bestimmte die OSZE 2009 den 23. August zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und Stalinismus“. Der Gedenktag wurde 2008 in der „Prager Erklärung“ vorgeschlagen. Vaclav Havel und Joachim Gauck  gehörten zu den Unterzeichnern der Erklärung.

Der Gedenktag wird seitdem vor allem in den ehemals von der Sowjetunion beherrschten Ländern begangen. In diesen Ländern war es bis 1989 verboten, an die Verbrechen des Kommunismus der Stalinära und danach zu erinnern. Sogar das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus war in der DDR von der herrschenden Partei vereinnahmt worden. Zivilgesellschaftliches Engagement war nicht erwünscht. So wurde in Potsdam 1983 eine Gedenkfeier Jugendlicher zur Erinnerung an die Zerstörung der Potsdamer Synagoge 1938 durch Polizei und Staatssicherheit gewaltsam aufgelöst.

In der Pressemitteilung des Europaparlamentes heißt es zum 23. August als Gedenktag: “ Die Erinnerung an die tragische Vergangenheit Europas müsse wach gehalten werden, um die Opfer zu ehren, die Täter zu verurteilen und die Fundamente für eine Aussöhnung auf der Grundlage von Wahrheit und Erinnerung zu legen. Ohne Erinnerung und Wahrheit könne es keine Aussöhnung geben. Der 23. August solle daher zum europaweiten Gedenktag für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime ausgerufen werden. Dieser Tag solle in Würde und unparteiisch begangen werden.“      Gisela Rüdiger

Zur Einladung