Wer wir sind…

Liebe Leserinnen, liebe Leser
Im Jahr 1991 haben wir uns zur Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG) zusammengeschlossen. Wir setzen uns in Öffentlichkeit und Politik dafür ein, dass den Opfern der SED-Diktatur im heutigen Rechtsstaat Gerechtigkeit widerfährt. Zur Gerechtigkeit gehört, dass zu Unrecht Verurteilte rehabilitiert werden und eine Entschädigung erhalten, die ihnen ein menschenwürdiges Leben erlaubt. Im SED-Staat erlittene Schädigungen an Leib und Seele müssen angemessen von den Versorgungsämtern berücksichtigt werden.
Doch wir wollen nicht allein als Opfer betrachtet werden. Viele unserer Mitglieder sind für ihre Überzeugung ins Gefängnis geworfen worden. Andere haben auf Studium und Karriere verzichtet, weil sie sich nicht am Unrechtsstaat beteiligen wollten. Ihnen gebührt Dank und Anerkennung. Deshalb gehört zu unseren Zielen die Einrichtung eines Mahnmals für alle Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft.

Dieter Dombrowski

Bundesvorsitzender der UOKG

Das Team der UOKG mit der Leiterin des Menschenrechtszentrums Cottbus, Heide Schinowski (5. v.l .) im Jahr 2022; Foto: UOKG

Was wir tun…

Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG) ist der Dachverband für fast vierzig Vereine und Initiativen der kommunistisch Verfolgten im Westen und im Osten Deutschlands.
Die UOKG wurde 1991 gegründet und hat ihren Sitz im Gebäude des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in Berlin-Lichtenberg. Sie ist Mitglied der Internationalen Assoziation ehemaliger politischer Gefangener und Opfer des Kommunismus.
Zu den Mitgliedern der UOKG gehören die Lagergemeinschaften der Speziallager, der Bund der Vertriebenen, Zusammenschlüsse politischer Gefangener im sowjetischen Gulag, politischer Häftlinge der SED-Diktatur, Zwangsausgesiedelter und Enteigneter, verfolgter Schüler, ehemaliger Heimkinder sowie Menschenrechtsorganisationen.
Die UOKG vertritt die Interessen der Opfer und ihrer Verbände gegenüber den politischen Entscheidungsträgern. Mit ihren Beratungsstellen setzt sie sich für die Anerkennung aller Opfer und deren Entschädigung im Rechtsstaat ein.
Mahnmale, Gedenkveranstaltungen, wissenschaftliche Aufarbeitung und Ausstellungen halten die Erinnerung an die Leiden der Opfer der SED-Diktatur wach.
Unterstützt wird die UOKG von der Staatsministerin für Kultur und Medien, der Stiftung Aufarbeitung und dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Bundeskongress politisch verfolgter Frauen in der SBZ/DDR im August 2021 in Hoheneck/Stollberg. Foto: UOKG
Die Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur Evelyn Zupke (r.) mit dem Vorstandsvorsitzenden der UOKG, Dieter Dombrowski (l.) und den Zeitzeugen Birgit Krüger und Frank Hermann. Foto: UOKG
Verbändetreffen der UOKG im Jahr 2022. Foto: UOKG
Der Bundesvorsitzende der UOKG, Dieter Dombrowski, mit der amtierenden Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey im Herbst 2022. Foto: UOKG

Aktuelle Dauerprojekte

  • Juristische und soziale Beratung von Opfern des Kommunismus (Schwerpunkte: politische Häftlinge, Zwangsadoptierte, Heimkinder),
  • Herausgabe des Mitteilungs- und Informationsblattes „der stacheldraht“ (9 mal jährlich)
  • Regelmäßige deutschlandweite Treffen der Mitgliederverbände und –initiativen zum Erfahrungsaustausch,
  • Veranstaltung von wissenschaftlichen Kongressen zu Themen wie Zwangsadoption, Begutachtungspraxis von Opfern, politische Gefangene und Psychiatrie in der DDR, Zwangsarbeit politischer Häftlinge.
Der Künstler Manfred May auf dem Verbändetreffen der UOKG 2022; Foto: UOKG