Nach 30 Jahren das Schweigen brechen.
Bundeskongress politisch verfolgter Frauen in der SBZ/DDR 6. – 8. August 2021
Gedenkstätte Frauenzuchthaus Hoheneck

Liebe Interessenten am Bundeskongress politisch verfolgter Frauen:

Die allermeisten Programmteile übertragen wir über unseren YouTube Kanal „UOKGNews„. Die Streamzeiten erfahren Sie hier.

Der Kongress ist leider seit Anfang Februar 2020 mit 100 Anmeldungen ausgebucht. Das Aktuelle Programm und weitere Hinweise finden Sie hier.

Erfahrungsgemäß sagen einige wenige angemeldete Teilnehmer wieder ab. Zu diesem Zweck führen wir eine Warteliste, in die Sie sich gerne eintragen lassen können. Sie können sich gerne gegen einen Unkostenbeitrag von 10 € für Samstag, den 7. August 2021, als Tagesgast anmelden. In diesem Fall müssen wir Sie bitten, für Ihre Verpflegung und Unterkunft selbst zu sorgen.

Hinweise für angemeldete Teilnehmer:
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung. Sollten Sie keine Eingangsbestätigung erhalten haben, wenden Sie sich bitte an das Organisationsbüro.Dort erhalten Sie von uns Programm, Ortsbeschreibungen, Kontoverbindung und weitere Hinweise. Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie über weitere Veranstaltungen der UOKG und der Gedenkstätte Frauenzuchthaus Hoheneck informiert werden wollen.

s.czech@uokg.de

Am 23. August 2021 findet um 18.00 Uhr ein Gedenken auf dem Hof des ehemaligen KGB-Gefängnisses in der Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam statt und anschließend um 18.30 Uhr ein Gedenkkonzert in der Kirche der Pfingstgemeinde, Große Weinmeisterstraße 49b (fünf Minuten Fußweg von der Leistikowstraße 1). Zur Einladung Pfarrer Stephan Krüger und Gisela Rüdiger, Vorsitzende des Vereins Gedenk- und Begegnungsstätte eh. KGB-Gefängnis werden die Gäste in der Kirche begrüßen. Die Neue Potsdamer Hofkapelle unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Björn O. Wiede wird das Stück Stalin Cocktail für Streichorchester und Cembalo von Rodion Shchedrin, und das Adagio für Streicher von Samuel Barber sowie die Hamburger Sinfonia A-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach aufführen. Linda Teuteberg, Stellv. Vorsitzende von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Mitglied des Deutschen Bundestages (FDP) und Dr. Maria Nooke, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur werden Grußworte sprechen.

Alle Gäste sind herzlich eingeladen.

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu Getränken und Gebäck ein.

Den Stalin Cocktail komponierte Rodion Shchedrin 1992. Er selbst bemerkte dazu, es sei eine Folge von Fragmenten aus Märschen, mit denen der verbrecherische „Führer des Volkes“ der damaligen Sowjetunion gefeiert worden sei. Dazu kommen noch andere Töne wie Trommelgerassel in der Ferne, das Stöhnen der Opfer, Schüsse des Exekutionskommandos, der Aufzug der Paraden…, sowie Fetzen aus der alten russischen Romanze „Dunkle Augen“.

(Text von Stephen Maddock, CD Shchedrin Carmen Suite, Chandos, 1994)

Rodion Shchedrin (geb. 1932 in Moskau) ist Mitglied der Akademie der Künste (Berlin). Er lebt in München und Moskau.

Eine Veranstaltung des Gedenkstättenvereins in Kooperation mit dem Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie

Das ehemalige Gefängnis in der Potsdamer Leistikowstraße 1 ist ein authentischer Ort, ein Zeugnis der stalinistischen Ära der kommunistischen Zeit, an dem viele unschuldig Verfolgte eingesperrt waren und an dem heute an sie erinnert wird.

Nachdem das Europäische Parlament die Errichtung eines Gedenktages für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime in Europa im 20. Jahrhundert mit übergroßer Mehrheit seiner Abgeordneten gefordert hatte, bestimmte die OSZE 2009 den 23. August zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und Stalinismus“. Der Gedenktag wurde 2008 in der „Prager Erklärung“ vorgeschlagen. Vaclav Havel und Joachim Gauck  gehörten zu den Unterzeichnern der Erklärung.

Der Gedenktag wird seitdem vor allem in den ehemals von der Sowjetunion beherrschten Ländern begangen. In diesen Ländern war es bis 1989 verboten, an die Verbrechen des Kommunismus der Stalinära und danach zu erinnern. Sogar das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus war in der DDR von der herrschenden Partei vereinnahmt worden. Zivilgesellschaftliches Engagement war nicht erwünscht. So wurde in Potsdam 1983 eine Gedenkfeier Jugendlicher zur Erinnerung an die Zerstörung der Potsdamer Synagoge 1938 durch Polizei und Staatssicherheit gewaltsam aufgelöst.

In der Pressemitteilung des Europaparlamentes heißt es zum 23. August als Gedenktag: “ Die Erinnerung an die tragische Vergangenheit Europas müsse wach gehalten werden, um die Opfer zu ehren, die Täter zu verurteilen und die Fundamente für eine Aussöhnung auf der Grundlage von Wahrheit und Erinnerung zu legen. Ohne Erinnerung und Wahrheit könne es keine Aussöhnung geben. Der 23. August solle daher zum europaweiten Gedenktag für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime ausgerufen werden. Dieser Tag solle in Würde und unparteiisch begangen werden.“      Gisela Rüdiger

Zur Einladung

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

die Ergebnisse der ersten „Studie zu aktuellen Lebenslagen von Menschen aus dem Land Brandenburg, die in der SBZ/DDR politisch verfolgt wurden oder Unrecht erlitten und deren mitbetroffenen Familien (Sozialstudie)“ liegen seit Ende 2020 nunmehr vor.

Die UOKG freut sich Ihnen die Ergebnisse dieser Sozialstudie in einer Onlineveranstaltung in Kooperation mit der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) vorstellen zu dürfen.

Beginn: 16. März 2021 von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr

Programm:

13:45 Uhr

Öffnung des digitalen Raumes (Einwahllink bzw. Einwahltelefonnummer siehe unten)

14:00 Uhr

Begrüßung                                 

Herr Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender der Union der Opfer Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG)

Zur Notwendigkeit der Sozialstudie und zum Umgang mit den Ergebnissen                

Frau Dr. Maria Nooke, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Darstellung ausgewählter Ergebnisse der Sozialstudie

Herr Dr. Dominikus Vogl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Institut für Sozialforschung

Fragen und Gespräch

15:30   Ende

Moderation: Benjamin Baumgart

Hintergrund:

Der Landtag Brandenburg hatte sich angesichts des Wissensdefizits über die Situation der Betroffenen für eine solche Studie ausgesprochen und die Aufarbeitungsbeauftragte mit deren Umsetzung betraut. Die Untersuchung wurde vom Berliner Institut für Sozialforschung (BIS) in den Jahren 2019/2020 durchgeführt. Die Studie befasst sich mit den heutigen Lebenslagen wie Einkommen, Bildung, Beruf, Gesundheit, den Repressionserfahrungen in der SBZ/DDR und deren Folgen sowie den Erfahrungen mit Rehabilitierung und Entschädigung im demokratischen Rechtsstaat.

Im Mittelpunkt der Studie stehen Männer und Frauen, die über ihre Unrechtserfahrung berichten und zu ihrer jetzigen Lebenssituation Auskunft geben. Dabei werden erstmalig auch Familienangehörige einbezogen, die oftmals direkt oder indirekt von dem Geschehenen betroffen waren.

Wir würden uns sehr freuen, Sie zu dieser Onlineveranstaltung zu begrüßen. Sehr gerne können Sie die Einladung an Interessierte weiterleiten.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Dombrowski 

Zugang zur Veranstaltung:

Über folgenden Link können Sie sich in die Veranstaltung, welche über das Programm Cisco Webex angeboten wird, einwählen:

https://landtag-bb.webex.com/landtag-bb/j.php?MTID=m850431ecef846911d8d3664bef2fd815

Meeting-Kennnummer: 183 947 0939

Passwort:                       XfYArMm25Z8

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wie angekündigt (vgl. Mitteilung vom 22. Oktober 2020) hat die UOKG am 23. Oktober 2020 am Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus am ehemaligen Frauenzuchthaus Hoheneck eine Gedenkveranstaltung abgehalten. Neben dem Bundesvorsitzenden der UOKG, Dieter Dombrowski, haben für das Forum politisch verfolgte und inhaftierte Frauen der SBZ/DDR Diktatur e.V. Carla Ottmann und für die Stadt Stollberg der Oberbürgermeister Marcel Schmidt Grußworte am Gedenkstein gehalten.

Über die Gedenkveranstaltung haben der Sachsenspiegel und die Freie Presse berichtet.

Das Video zur Gedenkveranstaltung finden Sie hier.

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach langer und reifer Überlegung ist schweren Herzens entschieden worden, den vom 23. bis 25. Oktober geplanten Kongress „Nach 30 Jahren das Schweigen brechen“ in Stollberg/Sachsen abzusagen.

Begründung:

In der letzten Woche hatten die Mitarbeiter der UOKG entschieden, dass wir auch unter den erschwerten Bedingungen an der Durchführung des Kongresses festhalten zugunsten unserer sehr interessierten angemeldeten 64 Kongressteilnehmer, die sich über Monate auf den Kongress freuen und sich unbedingt über die neuen Erkenntnisse zur Thematik informieren möchten. Zum damaligen Zeitpunkt kamen keine Teilnehmer aus Risikogebieten, aber einige wenige unserer MitarbeiterInnen und Mitwirkenden, die bereit waren sich einem Corona-Test zu unterziehen.

In der vergangenen Woche sind die Infektionszahlen in vielen Kreisen leider weiter gestiegen, so dass mittlerweile nicht nur Mitwirkende, sondern auch Teilnehmer aus Risikogebieten anreisen würden und vor allem auch unser Veranstaltungsort Stollberg im Erzgebirgskreis mit einer Wocheninzidenz vom 67,8 als Risikogebiet eingestuft wurde.

Da unsere Kongressteilnehmer zum großen Teil eher älteren Jahrganges und durch Vorerkrankungen vorbelastet sind, möchte die UOKG ihrer Fürsorgepflicht nachkommen und hat sich schweren Herzens entschieden, den Kongress für dieses Jahr abzusagen.

Die UOKG wird die überfällige Thematisierung „Verfolgung und Inhaftierung von Frauen in der SBZ/DDR-Diktatur aus politischen Gründen“ weiter vorantreiben. Zum einen werden wir den Kongress bei den öffentlichen Geldgebern wieder beantragen und versuchen die vorbereiteten Inhalte des Kongresses mit Hilfe der Referenten als Mitschnitt auf unserem Youtube-Kanal UOKGNews alsbald für Interessierte zur Verfügung zu stellen.

Zugleich wird ein sehr kleiner Mitarbeiterkreis sowie Frau Carla Ottmann stellvertretend für das Frauenforum am Freitag, den 23.10.2020 die bereits bestellten Kränze am Gedenkstein in Stollberg stellvertretend für alle Frauen ablegen. Auch darüber wird ein kleiner Filmbeitrag auf dem UOKGNews-Kanal erscheinen.

Wir bitten um Ihr Verständnis und hoffen, Sie im nächsten Jahr zu sehen

Ihre UOKG-Geschäftsstelle

Die Veranstaltung ist auch als Livestream auf unserem YouTube-Kanal UOKGNews zu verfolgen. Den Kanal finden Sie unter: https://www.youtube.com/channel/UCUIJCC9UqEajt3vQESeFwLw

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Sie für das Tribunal „Zwangsarbeit in politscher DDR-Haft“ vom 11. – 13. September im Menschenrechtszentrum in Cottbus einzuladen. Eine Kooperationsveranstaltung der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG) mit dem Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. (MRZ) und der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters.

Mit dem Tribunal verfolgen wir folgende Ziele:

1. Wir wollen erreichen, dass über die zum großen Teil menschenverachtende Ausbeutung in politischer DDR-Haft in einer breiteren Öffentlichkeit gesprochen wird.

2. Wir wollen erreichen, dass eine internationale Jury Zeugen anhört, um festzustellen, ob die Merkmale von verbotener Zwangsarbeit und Ausbeutung nach den international anerkannten Definitionen erfüllt sind.

3. Wir wollen, dass die Befragung von Zeitzeugen, die Erkenntnisse mehrerer wissenschaftlicher Untersuchungen und das durch das Tribunal zu erwartende Votum der internationalen Jury zu Konsequenzen in der Politik und Wirtschaft führen.

Bitte beachten Sie, dass auf Grund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Hygienemaßnahmen nur eine begrenzte Anzahl von Gästen möglich ist, weshalb eine frühzeitige Anmeldung empfohlen wird.

Anbei finden Sie den Flyer für das Tribunal mit allen Informationen zum Programm, zur Anmeldung und sonstigen wichtigen Hinweisen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Mit herzlichen Grüßen

Dieter Dombrowski