Nach frontal 21 hat nun auch das MDR-Magazin „MDR Zeitreise“ einen Bericht zum Thema Zwangsarbeit in politscher DDR-Haft gebracht. Auch in diesem sehr gelungenen Bericht kommt unser Bundesvorsitzender Dieter Dombrwoski zu Wort.

Über den folgenden Link können Sie den Bericht mit dem Titel „Falsche Urteile, harte Zwangsarbeit: Das Schicksal von Strafgefangenen in der DDR“ der am 14. März in der Sendung „MDR Zeitreise“ ausgestrahlt wurde nachschauen:

https://www.mdr.de/tv/programm/video-500584_zc-12fce4ab_zs-6102e94c.html

Die UOKG bedankt sich bei MDR Zeitreise und insbesondere bei Herrn Fugmann, der den Bericht erstellt hat.

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

die Ergebnisse der ersten „Studie zu aktuellen Lebenslagen von Menschen aus dem Land Brandenburg, die in der SBZ/DDR politisch verfolgt wurden oder Unrecht erlitten und deren mitbetroffenen Familien (Sozialstudie)“ liegen seit Ende 2020 nunmehr vor.

Die UOKG freut sich Ihnen die Ergebnisse dieser Sozialstudie in einer Onlineveranstaltung in Kooperation mit der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) vorstellen zu dürfen.

Beginn: 16. März 2021 von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr

Programm:

13:45 Uhr

Öffnung des digitalen Raumes (Einwahllink bzw. Einwahltelefonnummer siehe unten)

14:00 Uhr

Begrüßung                                 

Herr Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender der Union der Opfer Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG)

Zur Notwendigkeit der Sozialstudie und zum Umgang mit den Ergebnissen                

Frau Dr. Maria Nooke, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Darstellung ausgewählter Ergebnisse der Sozialstudie

Herr Dr. Dominikus Vogl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Institut für Sozialforschung

Fragen und Gespräch

15:30   Ende

Moderation: Benjamin Baumgart

Hintergrund:

Der Landtag Brandenburg hatte sich angesichts des Wissensdefizits über die Situation der Betroffenen für eine solche Studie ausgesprochen und die Aufarbeitungsbeauftragte mit deren Umsetzung betraut. Die Untersuchung wurde vom Berliner Institut für Sozialforschung (BIS) in den Jahren 2019/2020 durchgeführt. Die Studie befasst sich mit den heutigen Lebenslagen wie Einkommen, Bildung, Beruf, Gesundheit, den Repressionserfahrungen in der SBZ/DDR und deren Folgen sowie den Erfahrungen mit Rehabilitierung und Entschädigung im demokratischen Rechtsstaat.

Im Mittelpunkt der Studie stehen Männer und Frauen, die über ihre Unrechtserfahrung berichten und zu ihrer jetzigen Lebenssituation Auskunft geben. Dabei werden erstmalig auch Familienangehörige einbezogen, die oftmals direkt oder indirekt von dem Geschehenen betroffen waren.

Wir würden uns sehr freuen, Sie zu dieser Onlineveranstaltung zu begrüßen. Sehr gerne können Sie die Einladung an Interessierte weiterleiten.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Dombrowski 

Zugang zur Veranstaltung:

Über folgenden Link können Sie sich in die Veranstaltung, welche über das Programm Cisco Webex angeboten wird, einwählen:

https://landtag-bb.webex.com/landtag-bb/j.php?MTID=m850431ecef846911d8d3664bef2fd815

Meeting-Kennnummer: 183 947 0939

Passwort:                       XfYArMm25Z8

Das ZDF-Magazin „frontal 21“ hat in seiner dieswöchigen Ausgabe u.a. einen Bericht über die Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen gebracht. In dem sehr gelungenen Bericht kommt auch unser Bundesvorsitzender Dieter Dombrwoski zu Wort.

Über diesen Link gelangen Sie zur direkt zu dem Beitrag.

https://www.zdf.de/politik/frontal-21/zwangsarbeit-in-ddr-gefaegnissen-100.html

Die UOKG bedankt sich bei frontal 21 und insbesondere bei Herrn Fugmann, der den Bericht erstellt hat.

Die Bundesregierung hat sich nach langem Streit auf ein Lieferkettengesetz für größere deutsche Unternehmen verständigt. Firmen sollen verpflichtet werden, Menschenrechte, worunter selbstverständlich auch das Verbot von Zwangsarbeit zählt, bei ihren Lieferanten im Ausland durchzusetzen und Umweltstandards einzuhalten. Das Gesetz soll ab 2023 in Kraft treten und zunächst aber nur für Unternehmen mit mindestens 3.000 Mitarbeitern und ab 2024 für Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern gelten. Schon im Januar hatte auch der Rechtsausschuss des EU-Parlaments für die Einführung eines europäischen Lieferkettengesetzes gestimmt.

Die UOKG begrüßt die Bemühungen der Bundesregierung und des EU-Parlaments mit einem Lieferkettengesetz zu verhindern, dass Produkte, die durch Ausbeutung und Zwangsarbeit hergestellt werden, in den Deutschen bzw. europäischen Handel gelangen. In diesem Zusammenhang weist die UOKG daraufhin, dass Produkte aus der Zwangsarbeit von politischen Häftlingen in der ehemalige DDR im großen Umfang Bestandteil des Innerdeutschen Handels waren.

Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG):

„Es ist richtig und wichtig, dass die deutsche Bundesregierung Ausbeutung und Zwangsarbeit im internationalen Warenverkehr einschränken möchte. Um wirklich glaubwürdig zu sein, wäre es aber auch an der Zeit der Zwangsarbeit von Zehntausenden ehemaligen politischen Häftlingen endlich Aufmerksamkeit zu schenken und sich an der Behebung von gesundheitlichen Schäden und der Entschädigung für geleistete Zwangsarbeit zu beteiligen.“ In diesem Zusammenhang verweist die UOKG auf die Studie „Das System der Zwangsarbeit in der SED-Diktatur“ von Dr. Christian Sachse und die Dokumentation des Tribunals „Zwangsarbeit in politscher DDR-Haft“ vom September vergangenen Jahres. Beides erhältlich über die Geschäftsstelle.

Für das Forschungsprojekt “Theorie, Praxis und Konsequenzen der Operativen Psychologie” an der Sigmund Freud Privatuniversität Berlin, bei welchem die UOKG als Kooperationspartner fungiert, suchen wir Interviewpartner*innen, die:

• aufgrund ihrer politischen Haltung oder Tätigkeiten von Repressionsmaßnahmen wie z.B. Maßnahmen der “Zersetzung” oder politischer Verfolgung durch das Ministerium für Staatssicherheit betroffen waren z.B. in Subkulturen, Kirchen, der Bürgerrechtsbewegung, Friedenskreisen, Umwelt- oder Frauenbewegung, der LGTBQI Community, jüdische Menschen, muslimische Menschen, Schwarze Menschen, BIPoC, Vertragsarbeiter*innen, Menschen ausmigrantischen Communities, oder Sinti und Roma.

• bereit sind, ihre Lebensgeschichte zu erzählen;

Ein Kernanliegen dieses Projekts besteht darin, ein tieferes Verständnis der Quellen, des Gebrauchs und der Funktion von psychologischem Wissen im Geheimdienst zu erlangen und sichtbarer zu machen, wie sich Methoden der Staatssicherheit auf das Verhalten, die Einstellungen und Gefühle von Betroffenen und Inoffiziellen Mitarbeiter*innen (IM) auswirkten. Die Erfahrungen und Perspektiven der betroffenen Zeitzeug*innen sind in der Forschung bisher überwiegend ausgeblendet.

Vor diesem Hintergrund arbeitet das Projekt mit einem intersektionalen Ansatz, d.h. Perspektiven, Erinnerungen und Erfahrungen, die von der hegemonialen Geschichtsschreibung nicht mitgedacht oder sogar ausgegrenzt werden, sollen ins Zentrum gestellt werden. Im Projekt werden Fragen von Repression und Widerstand, Traumatisierung und Aufarbeitung, Anpassung und Ungehorsam, sowie Ausgrenzung und Zugehörigkeit im Kontext der DDR diskutiert.

Als Zeitzeug*innen werden Sie eingeladen, ihre Erfahrungen und wie sie diese heute erinnern und bewerten, in einem sicheren und nicht verurteilenden Raum auszudrücken. Die biographischen Interviews werden von einer Psychologin, die Erfahrung mit der Führung sensibler Gespräche hat, durchgeführt und mit Ihrem Einverständnis aufgenommen. Aus datenschutzrechtlichen und forschungsethischen Gründen sind wir dazu verpflichtet, alle personenbezogenen Angaben zu anonymisieren. Bei Veröffentlichung werden Rückschlüsse auf Ihre Person nicht mehr möglich sein.

Wir bieten eine Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an den Gesprächen.

Bei Interesse melden Sie sich gerne per E-Mail oder Telefon – für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung!

Charlotta Sippel, MSc. Psychologie

Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin

E-Mail: charlotta.sippel@sfu-berlin.de

Telefon: +49 30/6957972815

Berlin, 15.12.2020 Copyright ©bundesregierung

Am 15. Dezember wurde das von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft unter Mitarbeit eines Beirats unter Vorsitz der früheren Ministerpräsidentin von Thüringen, Christine Lieberknecht, erstellte Konzept «Denkmal zur Mahnung und Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland» im Tränenpalast vorgestellt.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), welche den Auftrag zur Erstellung des Konzepts erteilt hatte, übergab das Konzept an die Vorsitzende des Bundestagskulturausschusses, Katrin Budde (SPD).

Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender der UOKG: „Mit dem Mahnmal erweist die Gesellschaft den Opfern des Kommunismus ihren Respekt. Gleichzeitig ist das Mahnmal ein Ort des Innehaltens und Gedenkens für Betroffene aber auch für interessierte Menschen, die nicht gleichgültig sind.“

https://www.welt.de/regionales/sachsen-anhalt/article222565052/Mahnmalkonzept-fuer-Kommunismus-Opfer-fertig-Standort-unklar.html

https://www.morgenpost.de/berlin/article231149446/Mahnmalkonzept-fuer-Kommunismus-Opfer-fertig-Standort-unklar.html