29. Okt. „Letzte Adresse“ ehrt Cottbuser Sänger Roland Kurtze
Gemeinsam mit dem Cottbuser Verein ACB e.V. lädt der MEMORIAL Deutschland e.V. am 12. November 2026, um 14 Uhr zu einer besonderen Gedenkveranstaltung herzlich ein. In Cottbus wird die inzwischen siebzehnte Erinnerungstafel im Rahmen des deutschlandweiten Projekts „Die letzte Adresse“ eingeweiht – die Ehrung gilt dem Sänger Roland Kurtze, der Opfer der sowjetischen Willkürherrschaft wurde.
Roland Kurtze, geboren 1927 in Sachsen, war Chorsänger am Theater, bevor er von der sowjetischen Besatzungsmacht in einem nichtrechtsstaatlichen Tribunal 1951 zum Tode verurteilt, nach Moskau verschleppt und dort erschossen wurde. Erst Jahrzehnte später, im Jahr 2001, wurde er offiziell rehabilitiert. Mit der Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnort wird sein Schicksal dem Vergessen entrissen und dauerhaft an ihn erinnert werden. Weitere historische Hintergründe zu seiner Biografie finden sich auf www.donskoje1950-1953.de.
Das internationale Projekt „Die letzte Adresse“, inspiriert durch die „Stolpersteine“, wurde ursprünglich in Russland ins Leben gerufen und erinnert heute über Ländergrenzen hinweg von Paris bis Wladiwostok an die Opfer der stalinistischen Repressionen und der Willkür sowjetischer Behörden und Geheimdienste.
Der deutsche Zweig des Projekts wurde bereits durch den Berliner Kultursenator sowie durch die Landesaufarbeitungsbeauftragte Brandenburg Frau Dr. Maria Nooke gefördert. Weitere Informationen zu diesem wichtigen Erinnerungsprojekt finden Sie unter [www.letzteadresse.de].
Im Anschluss an die feierliche Anbringung sind alle Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Austausch und persönlichen Gespräch in die WUNDERBAR in der Berliner Straße 155 in Cottbus eingeladen. Wir freuen uns sehr über Ihr Kommen als gemeinsames Zeichen des würdigen Gedenkens in Cottbus.
📅 Donnerstag, 12. November 2026 | 14 Uhr
📍 Sielower Landstraße 101, 03044 Cottbus
ℹ️ anschließendes Treffen in der WUNDERBAR, Berliner Straße 155 in Cottbus
Foto: Gedenken an Horst Kampioni in Frankfurt/Oder im März 2026. Sebastian Sachse, UOKG