20. Aug. NEU bei der UOKG: Das Niedersächsische Netzwerk für SED- und Stasiopfer
Die UOKG freut sich über Zuwachs: Am 20. Juni 2026 wurde das Niedersächsische Netzwerk formell aufgenommen. Christiane Quenstedt stellte das Netzwerk auf der Mitgliederversammlung der UOKG umfassend vor und freute sich über ein einstimmiges Willkommen. Dies bündelt unsere Kräfte, um den Anliegen der Betroffenen bundesweit mehr politisches Gewicht zu verleihen.
Das Netzwerk, 2010 von in Niedersachsen lebenden Betroffenen und Verbänden gegründet, leistet wichtige Arbeit. Im Fokus stehen Hilfen bei der straf-, verwaltungsrechtlichen und beruflichen Rehabilitierung. Auch die Landesregierung sieht das Netzwerk als zentralen Ansprechpartner. „Ein gemeinsames Auftreten verleiht den Opfern eine gewichtige Stimme“, würdigte das Innenministerium zuletzt das Engagement.
Unter Sprecher Hartmut Büttner hält das Netzwerk die Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur im Westen wach. Sehr bewährt hat sich die Kooperation mit dem Landesbeauftragten für die Aufarbeitung in Sachsen-Anhalt, Johannes Beleites. Bei regelmäßigen gemeinsamen Beratungstagen in Niedersachsen wird Betroffenen dort direkt geholfen.
Die Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur, Evelyn Zupke, machte im Dialog mit dem Netzwerk deutlich: „Die Unterstützung der Opfer ist keine Frage von Ost oder West. Sie ist unsere gemeinsame, gesamtdeutsche Aufgabe.“
Mit dem Beitritt zur UOKG wird dieser Ansatz nun institutionell gestärkt. Mit vereinter Stimme können zentrale Forderungen – wie die weitere Überarbeitung der Unrechtsbereinigungsgesetze, eine leichtere Anerkennung von gesundheitlichen Folgeschäden oder die Einrichtung eines bundesweiten Härtefallfonds – künftig noch effektiver vorangetrieben werden.
Wir heißen das Niedersächsische Netzwerk herzlich in der UOKG-Familie willkommen!
Foto: Gemeinsames Treffen des Niedersächsischen Netzwerks für SED- und Stasi-Opfer mit den SED-Opferverbänden aus Sachsen-Anhalt am 22. Juni 2022: Marie Kollenrott MdL, Hartmut Büttner, Dr. Carl-Gerhard Winter, Evelyn Zupke, Christiane Quenstedt-Querin und Birgit Neumann-Becker. Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Sachsen-Anhalt
