Verleihung des Karl-Wilhelm-Fricke-Preises am 11. Juni 2026 in Berlin

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verleiht am 11. Juni 2026 zum zehnten Mal den Karl-Wilhelm-Fricke-Preis und zeichnet damit Persönlichkeiten, Initiativen und Institutionen aus, die sich in herausragender Weise für die Aufarbeitung von Diktaturen sowie für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage engagieren.

Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis würdigt das Archiv Bürgerbewegung Leipzig für seine 35-jährige Arbeit zur Sicherung, Erschließung und Vermittlung von Zeugnissen von Opposition und Widerstand in der DDR. Das primär ehrenamtlich getragene Archiv macht historische Quellen für Öffentlichkeit, Forschung und Bildung zugänglich. Die Laudatio hält der frühere DDR-Bürgerrechtler Frank Richter.

Der Sonderpreis geht an Basil Kerski. Der Publizist und Kulturmanager gilt seit Jahrzehnten als Brückenbauer zwischen deutschen, polnischen und europäischen Erinnerungskulturen. Die Jury würdigt seinen Beitrag zu einer offenen Auseinandersetzung mit Diktaturerfahrungen und demokratischem Wandel. Die Laudatio hält Katrin Budde.

Mit dem Nachwuchspreis werden Hanna Müller und Weronika Vogel für „Eastplaining. Der Ostblog“ ausgezeichnet. Das Online-Projekt spiegelt ostdeutsche Erfahrungen und DDR-Geschichte aus Sicht einer jungen Generation wider und bringt diese differenziert in gesamtdeutsche Debatten ein. Die Laudatio hält Jakob Springfeld.

Der Preis erinnert an den Publizisten Karl Wilhelm Fricke und wurde durch eine Spende des ehemaligen Fluchthelfers Dr. Burkhart Veigel ermöglicht. Zur Jury gehören Marianne Birthler, Dr. Jacqueline Boysen, Katrin Budde, Dr. Anna Kaminsky, Marko Martin, Prof. Dr. Irina Scherbakowa und Dr. Burkhart Veigel.

📅 11.06.2026 | 18 Uhr
📍Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin
🎟 Bitte melden Sie sich bis zum 10. Juni über das Online-Formular an.

Die Veranstaltung vor Ort wird live auf dem YouTube-Kanal der Stiftung übertragen.
Auf der Webseite der Bundesstiftung Aufarbeitung finden Sie weitergehende Infos.

Foto: Karl-Wilhelm-Fricke-Preis. Ladan Rezaeian, BStA