Neu bei der UOKG: Die AG Zeitzeugenatelier – An der Schmerzgrenze

Wir freuen uns sehr, seit 20. Juni 2026 ein weiteres neues Mitglied in den Reihen der UOKG begrüßen zu dürfen: die AG Zeitzeugenatelier – An der Schmerzgrenze. Die Arbeitsgemeinschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte und die persönlichen Geschichten politisch Verfolgter in der DDR in einem kreativen und partizipativen Raum lebendig aufzuarbeiten. Im Mittelpunkt stehen dabei die individuellen Erlebnisse der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

Der Ursprung dieser Initiative liegt im September 2023. Damals startete das Projekt beim Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Sachsen-Anhalt als Zeitzeugenwerkstatt unter dem starken Leitmotiv „Worte finden für das Schweigen“. Inhaltlich und supervisorisch wurde diese wichtige Arbeit von Elisabeth Vajna, Diplom-Psychologin an der Universitätsklinik Magdeburg, eng begleitet. Die Aufarbeitung der eigenen, oft schmerzvollen Vergangenheit erfolgte durch das Schreiben von Texten, Gedichten und Briefen. Durch die Ergänzung von Bildern und Audioaufnahmen entwickelte sich eine ganz besondere, künstlerisch-emotionale Herangehensweise an das Erlebte.

Den Höhepunkt dieses Kunst-Projektes bildete die Entstehung einer eindrucksvollen Online-Ausstellung unter www.aufarbeitungswerkstatt.de. Diese wurde am 14. April 2026 in den Räumen der Bundesstiftung Aufarbeitung in Berlin von allen beteiligten Zeitzeugen feierlich eröffnet.

Nun möchten vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ursprünglichen Projektes als neu gegründete AG Zeitzeugenatelier nahtlos an die intensive Arbeit der vergangenen zweieinhalb Jahre anknüpfen. Ihr Ziel ist es, die bisherigen Ergebnisse in kommenden Projekten weiterzuentwickeln und den kreativen Raum für Erinnerung offenzuhalten.

Wir heißen die AG Zeitzeugenatelier herzlich in unserem Dachverband willkommen und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit!

Foto: AG Zeitzeugenatelier