Die „Berlin Freedom Week“ kehrt im November 2026 zurück nach Berlin

Berlin baut seine Rolle als internationaler Knotenpunkt für Demokratiebewegungen und Menschenrechtsaktivisten und -aktivistinnen weiter aus. Der World Liberty Congress, ein weltweites Bündnis von mehr als 200 Dissidenten aus über 60 autokratischen Staaten, eröffnet sein europäisches Hauptquartier in der Hauptstadt. Die neuen Räumlichkeiten befinden sich bei der Robert-Havemann-Gesellschaft in Berlin-Mitte. Mit diesem Standort, der das Archiv der DDR-Opposition beherbergt, wird eine direkte historische Brücke zwischen dem Widerstand in der DDR und dem aktuellen globalen Kampf für Demokratie geschlagen.

Die dauerhafte Ansiedlung der Demokratie-Allianz steht in engem Zusammenhang mit der zweiten Berlin Freedom Week, die vom 7. bis 14. November 2026 stattfinden wird. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr bietet die Veranstaltungswoche erneut ein stadtweites Programm. Im Zentrum steht dabei das historische Vermächtnis der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls als Symbol der Hoffnung auf friedlichen politischen Wandel weltweit.

Den Auftakt der Freiheitswoche bildet der erste Women Liberty Congress am 7. und 8. November 2026, bei dem Freiheitskämpferinnen aus repressiven Regimen zusammenkommen, um sich zu vernetzen und Solidarität zu zeigen. Daran anknüpfend veranstaltet die SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag, Evelyn Zupke, am 9. November den internationalen Women Freedom & Security Summit im Parlament. Dieser rückt die herausragende Rolle von Frauen im Widerstand gegen Diktaturen in den bundespolitischen Fokus.

Die Leitveranstaltung der Woche ist die Berlin Freedom Conference am 10. November 2026 im Filmtheater Colosseum, unweit der Gethsemanekirche – einem der wichtigsten historischen Orte der DDR-Opposition im Herbst 1989. Dort diskutieren internationale Stimmen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über die Stärkung demokratischer Allianzen, den Umgang mit autokratischen Systemen und transnationale Repression. Regionale Schwerpunkte sind in diesem Jahr unter anderem Venezuela, Iran, die Ukraine, Polen, Ungarn und verschiedene afrikanische Staaten. Am 11. November 2026 folgt am selben Ort der Filmtag „Stories of Freedom“, der dokumentarische Geschichten von Mut, Widerstand und gesellschaftlichem Wandel präsentiert und mit speziellen Schulvorführungen auch gezielt junge Menschen anspricht.

Getragen wird die Berlin Freedom Week durch ein breites Bündnis. Neben dem World Liberty Congress und der Robert-Havemann-Gesellschaft zählen die Axel Springer Freedom Foundation, der Berlin Freedom Society e. V. und visitBerlin zu den federführenden Initiatoren. Sie werden durch zahlreiche weitere Institutionen der politischen Bildung und der Aufarbeitung unterstützt, die sich mit eigenen Formaten an dem stadtweiten Programm beteiligen. Auch die UOKG ist natürlich mit einer Veranstaltung am Start. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Foto: Berlin Freedom Conference 2025. D. Mathesius