24. März Eröffnung der Sednaya-Ausstellung in Gedenkstätte Hohenschönhausen
Jahrzehntelang war das Gefängnis Sednaya im Norden von Damaskus eines der geheimsten und brutalsten Haftzentren Syriens. Was hinter seinen Mauern geschah, blieb weitgehend verborgen.
Die Gedenkstätte Hohenschönhausen eröffnet nun gemeinsam mit dem Prisons Museum e.V. und UMAM D&R am 26. März 2026 die multimediale Sonderausstellung „Sednaya. Die Architektur von Repression und Tod in Syrien“, die diesen der berüchtigten Gefängnisort durch Zeitzeugen, Unterlagen, Alltagsgegenstände und detailgenaue 3D-Videografie dokumentiert und in beeindruckender Weise erfahrbar macht.
Den BesucherInnen werden die Ergebnisse eines intensiven Recherche- und Dokumentationsprojekts präsentiert, das auf den Aussagen von über hundert ehemaligen Inhaftierten basiert, die nach der Befreiung des Gefängnisses vor Ort interviewt und gefilmt wurden. Gemeinsame Begehungen mit den Überlebenden ermöglichten es, die Räume zu identifizieren und die Funktionsweise des Gefängnisses zu rekonstruieren. Zusätzlich stützt sich die Untersuchung auf die Analyse tausender Dokumente sowie auf architektonische und räumliche Auswertungen. So konnte die Organisation von Sednaya detailliert nachgebildet werden: von den Zellen und Überwachungssystemen bis hin zu den Folterpraktiken und Exekutionsmechanismen.
Die nun realisierte Ausstellung ist das Ergebnis einer kollektiven Anstrengung von Forschenden, Ermittelnden und ArchitektInnen – und vor allem der ehemaligen Häftlinge, deren Zeugnisse es erst möglich gemacht haben, die Geschehnisse in Sednaya ans Licht zu bringen.
📅 26. März bis 27. September 2026 | täglich 10 – 18 Uhr
📍 Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstraße 66, 13055 Berlin
🎟 Der Eintritt ist frei. Weitere Infos auf der Webseite der Gedenkstätte Hohenschönhausen.
⚠️Inhaltswarnung: Diese Ausstellung enthält Schilderungen von expliziter physischer und psychischer Gewalt, Folter, Tod, Hunger und Krankheit, die möglicherweise emotional belastend wirken können.
