Einladung zur Einweihung der Gedenktafel für Hartmut Tautz in Kittsee

Wir laden Sie herzlich zur Einweihung der Gedenktafel für Hartmut Tautz ein. Unter dem Leitgedanken „Er träumte von Freiheit und verlor sein Leben“ wird die Gedenktafel an das Schicksal von Hartmut Tautz erinnern und ein Zeichen des Gedenkens an die Opfer der deutschen Teilung und des Strebens nach Freiheit setzen.

📅 Mittwoch, 22. Juli 2026 | 10 Uhr
🗺️ Österreichisch-slowakische Grenze (Kittsee/Petržalka), Preßburger Str. Ecke Kittsee-Neuriss-Grenzweg, 2421 Kittsee, AT
🗺️ Maps [48°06’10.4″N 17°05’01.3″E]
ℹ️ Anmeldungen gern unter info@uokg.de

Grußworte und Ansprachen werden halten:
• Johannes Hornek (Bürgermeister Kittsee)
• Evelyn Zupke (Bundesbeauftragte für SED-Opfer)
• Dr. Christine Schoenmakers (Bundesstiftung Aufarbeitung)
• Dieter Dombrowski (Vorsitzender UOKG e. V.)
• Wolfgang Bachkönig (Projektinitiator)

Hintergrund:
Weil ihm das Musikstudium verwehrt wurde, sah der 18-jährige Hartmut Tautz in der DDR keine Zukunft. Am 8. August 1986 versuchte er, bei Bratislava-Petržalka den Eisernen Vorhang zu überwinden. Nachdem er Alarm auslöste, wurde er nur 22 Meter vor dem Stacheldraht im Maisfeld von abgerichteten Diensthunden der Grenzwache angefallen. Anstatt Erste Hilfe zu leisten, verweigerten die Soldaten jede Versorgung, um den Schwerverletzten stattdessen zu befragen. Die Rettung kam zu spät: Tautz erlag am 9. August 1986 um 01:15 Uhr im Militärkrankenhaus Bratislava seinen Wunden.

Für viele DDR-Bürger, denen die innerdeutsche Grenze zu gefährlich erschien, war das Burgenland das rettende Tor zur Freiheit. Wer beim Versuch scheiterte, über die ČSSR oder Ungarn dorthin zu gelangen, landete oft in Stasi-Haft. Hartmut Tautz‘ Schicksal steht stellvertretend für alle, die auf dem Weg in die Freiheit ihr Leben ließen.

Die Tafel soll Mahnmal für ein friedliches Europa sein, das nie wieder durch einen Eisernen Vorhang geteilt werden darf. Die Errichtung wurde durch die Bundesstiftung Aufarbeitung, die Erbengemeinschaft Heimpel, Bürgermeister Johannes Hornek sowie die Initiatoren A. Heise und W. Bachkönig ermöglicht. Insbesondere danken wir an dieser Stelle den großzügigen Spenderinnen und Spendern, die dem Aufruf der UOKG gefolgt sind!

Wir freuen uns auf Sie!