17. März Bund startet Gestaltungswettbewerb für das Mahnmal für die Opfer der kommunistischen Diktatur in Berlin
Es ist ein historischer Meilenstein: Der Bund hat am 17. März 2026 den internationalen Wettbewerb für die Gestaltung des „Denkmals zur Mahnung und Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland“ eröffnet. Entstehen soll das Mahnmal an prominenter Stelle im Berliner Spreebogenpark, direkt zwischen Bundeskanzleramt und Bundestag.
Mehr als drei Jahrzehnte nach Ende der SED-Diktatur wird damit ein Ort geschaffen, der das erlittene Unrecht endlich sichtbar macht. Er wird an all jene erinnern, die unter kommunistischer Gewaltherrschaft verfolgt, entrechtet, inhaftiert oder ermordet wurden. Zugleich würdigt er den Mut der Menschen, die sich der Diktatur widersetzt haben.
Für uns als UOKG ist dies ein entscheidender Tag. Unser Bundesvorsitzender Dieter Dombrowski betont: „Die Auslobung des Wettbewerbs […] markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer sichtbaren Erinnerungskultur. Das geplante Mahnmal soll das Leid der Opfer anerkennen und ihr Gedenken fest im öffentlichen Bewusstsein und in der Mitte unserer Gesellschaft verankern.“
Auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer unterstreicht die Relevanz: „Wir schaffen endlich einen Ort für die Opfer […], auf den viele Betroffene und ihre Angehörigen seit Jahrzehnten warten.“ Es sei ihm wichtig, dass viele Betroffene diesen Ort noch selbst erleben können. Für Dr. Anna Kaminsky (Bundesstiftung Aufarbeitung) ist das Mahnmal „ein öffentliches Bekenntnis dazu, das Leid der Betroffenen anzuerkennen.“
Der Weg zum Denkmal wird von einer Koordinierungsstelle der Bundesstiftung Aufarbeitung in enger Zusammenarbeit mit der UOKG begleitet und von einem Beirat aus Wissenschaft, Politik und Zeitzeugen unterstützt. Für Wettbewerb und Realisierung stellt der Bund insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung. Die Ausschreibung finden Sie auf der Seite des BBR. Die Bundesstiftung Aufarbeitung und auch die UOKG stellt ausführliche Hintergrundinformationen zum Thema bereit. Die gemeinsame Pressemitteilung finden Sie unten auf dieser Seite im Download.
Die wichtigsten Eckdaten des Wettbewerbs:
• Bewerbungsfrist: bis 22. April 2026 für KünstlerInnen, (Landschafts-)ArchitektInnen (vorzugsweise interdisziplinäre Teams)
• Entwurfsphase: bis zu 25 Teilnehmer entwickeln im Sommer 2026 ihre Entwürfe
• Entscheidung: der Gewinner wird im November 2026 bekanntgegeben
• Bau: geplant für 2027 bis 2028
Foto: Webseite der BStA, Collage
