Literatur entdeckt und empfohlen: Lesung aus „Rotstrick” von Astrid Kreibich

Am 15. Januar 2026 war Astrid Kreibich anlässlich des 36. Jahrestags der Erstürmung der Stasi-Zentrale Normannenstraße zu Gast auf dem Campus für Demokratie und las aus ihrem Roman „Rotstrick”. Wir haben die Lesung und das anschließende Podiumsgespräch mit Udo Grashoff für Sie aufgezeichnet.

In ihrem 2024 erschienenen Debütroman „Rotstrick” arbeitet sie ihre Vergangenheit in der DDR literarisch auf. Das Werk basiert auf dem authentischen Briefwechsel zwischen ihr und ihrem späteren Ehemann während seiner politischen Inhaftierung in den Jahren 1988-89. Mit den erstmals veröffentlichten Briefen aus politischer Haft ist „Rotstrick” ein packendes Zeitzeugnis ostdeutscher Historie kurz vor der Wende und eine hochaktuelle literarische Bestandsaufnahme in Zeiten großer Umbrüche.

Die deutsche Autorin und Historikerin Astrid Kreibich wurde 1964 in Ost-Berlin geboren und verbrachte dort ihre Jugend. Sie studierte in Jena Germanistik und Geschichte und wurde anschließend mit einem politischen Berufsverbot belegt. Kreibich reiste selbst 1989 in den Westen aus. Sie arbeitet seither als Pädagogin, Supervisorin und Autorin und lebt heute mit ihrem Mann Mathias in Nürnberg.

Fotos: Lucas Hütter, UOKG