Forderungen der Opferverbände und Aufarbeitungsinitiativen in Berlin

SED-Opferverbände und -Aufarbeitungsinitiativen beim Berliner Regierenden Bürgermeister
Forderung Platz des 17. Juni: Politischer Wille ist vorhanden

Eine mögliche Benennung des Vorplatzes am Bundesfinanzministerium als „Platz des 17. Juni“ zur Erinnerung an den Volksaufstand in der DDR vor 60 Jahren war eines der Hauptthemen des Arbeitsgesprächs, das der Berliner Regierende Bürgermeister am Mittwoch dieser Woche mit Vertretern von Opferverbänden und Aufarbeitungsinitiativen der DDR-Diktatur führte. Trotz einiger vom zuständigen Bezirksamt Mitte angeführter rechtlicher Hürden zeigt sich Klaus Wowereit entschlossen, die Opferverbände in ihrem Bestreben nach einem Platz des 17. Juni weiter zu unterstützen.

Hierzu Rainer Wagner, Bundesvorsitzender des Dachverbands der SED-Opfer:

„Der politische Wille ist vorhanden. Die rechtlichen Hürden können wir überwinden. Wenn alle Beteiligten sich nun zusammensetzen und gemeinsam nach einer Lösung suchen, ist es möglich, eine Benennung des Platzes noch zum 60. Jahrestag des Volksaufstands zu erreichen.“

Ein weiteres Gesprächsthema war das am Checkpoint-Charlie geplante „Museum des Kalten Krieges“. Hier kamen unterschiedliche Meinungen zum Ausdruck, vor allem hinsichtlich des vom Senat angestrebten Standortes.

Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer darin, dass die 1945 zur Zwangsarbeit in die UdSSR deportierten deutschen Zivilisten endlich eine Entschädigung erhalten müssen. Die Opferverbände beschlossen, mit dieser Forderung erneut bei der Bundesregierung vorstellig zu werden.

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