Zur Mahnwache am 5.2.2011 gegen Schließung der Gedenkstätte Leistikowstraße in Potsdam

Presseerklärung zur Mahnwache vor der Gedenkstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis Leistikowstraße Potsdam

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PROTEST GEGEN BRÜSKIERUNG DER OPFER UND ZEITZEUGEN

Berlin, 04.02.2011. Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft protestiert gegen die geplante sechsmonatige Schließung der Gedenkstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis Leistikowstraße Potsdam und die Brüskierung der Opfer der kommunistischen Diktatur durch die Gedenkstättenleitung. Am Sonnabend, 5. Februar 2011, 11 Uhr startet daher eine Mahnwache gegen die von der Gedenkstättenleitung geplante sechsmonatige Schließung der Gedenkstätte für Besucher.

Mit einem Brief hat sich der Bundesvorsitzende der UOKG Rainer Wagner an die designierte neue Brandenburgische Kulturministerin Sabine Kunst gewandt. Darin heißt es u. a.:

„Sehr geehrte Frau Prof. Kunst, wir bitten Sie eindringlich, als zukünftig zuständige Ministerin Ihre Einflussmöglichkeiten auf die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten zu nutzen und sich für die Belange der Opfer und Zeitzeugen einzusetzen. Es kann nicht sein, dass diejenigen, die sich seit fast 15 Jahren ehrenamtlich für den Erhalt und die Gestaltung des ehemaligen KGB-Gefängnisses als Gedenkstätte einsetzen, in einer derart brüsken und arroganten Form von der Gedenkstättenleitung beiseite geschoben werden. Dies ist nicht der demokratische Umgang, für den die Opfer der kommunistischen Diktatur in der friedlichen Revolution von 1989 gekämpft haben.“

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