Wer wir sind…

Liebe Leserinnen, liebe Leser
Im Jahr 1992 haben wir uns zur Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG) zusammengeschlossen. Wir setzen uns in Öffentlichkeit und Politik dafür ein, dass den Opfern der SED-Diktatur im heutigen Rechtsstaat Gerechtigkeit widerfährt. Zur Gerechtigkeit gehört, dass zu Unrecht Verurteilte rehabilitiert werden und eine Entschädigungen erhalten, die ihnen ein menschenwürdiges Leben erlaubt. Im SED-Staat erlittene Schädigungen an Leib und Seele müssen angemessen von den Versorgungsämtern berücksichtigt werden.
Doch wir wollen nicht allein als Opfer betrachtet werden. Viele unserer Mitglieder sind für ihre Überzeugung ins Gefängnis geworfen worden. Andere haben auf Studium und Karriere verzichtet, weil sie sich nicht am Unrechtsstaat beteiligen wollten. Ihnen gebührt Dank und Anerkennung. Deshalb gehört zu unseren Zielen die Einrichtung eines Mahnmals für alle Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft.

Dieter Dombrowski

Bundesvorsitzender der UOKG

UOKG-Kongress zu Nordkorea (2012) - Foto: UOKG

Was wir tun…

Die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) ist der Dachverband für fast vierzig Vereine und Initiativen der kommunistisch Verfolgten im Westen und im Osten Deutschlands.
Die UOKG wurde 1992 gegründet und hat ihren Sitz im Gebäude des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in Berlin-Lichtenberg. Sie ist Mitglied der Internationalen Assoziation ehemaliger politischer Gefangener und Opfer des Kommunismus.
Zu den Mitgliedern der UOKG gehören die Lagergemeinschaften der Speziallager, der Bund der Vertriebenen, Zusammenschlüsse politischer Gefangener im sowjetischen Gulag, politischer Häftlinge der SED-Diktatur, Zwangsausgesiedelter und Enteigneter, verfolgter Schüler, ehemaliger Heimkinder sowie Menschenrechtsorganisationen.
Die UOKG vertritt die Interessen der Opfer und ihrer Verbände gegenüber den politischen Entscheidungsträgern. Mit ihren Beratungsstellen setzt sie sich für die Anerkennung aller Opfer und deren Entschädigung im Rechtsstaat ein.
Mahnmale, Gedenkveranstaltungen, wissenschaftliche Aufarbeitung und Ausstellungen halten die Erinnerung an die Leiden der Opfer der SED-Diktatur wach.
Unterstützt wird die UOKG von der Staatsministerin für Kultur und Medien, der Stiftung Aufarbeitung und dem Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen von Berlin.

Mitgliederversammlung der UOKG (2015) - Foto: UOKG
Präsentation der UOKG zum Jahrestag des Mauerbaus am 13.8.2016 - Foto: UOKG
Enthüllung einer Gedenktafel für die Kinder des Durchgangsheimes Alt Stralau (2016) - Foto: UOKG
Kranzniederlegung für die Todesopfer an der Berliner Mauer (2014) - Foto: UOKG

Aktuelle Dauerprojekte

  • Juristische und soziale Beratung von Opfern des Kommunismus (Schwerpunkte: politische Häftlinge, Zwangsadoptierte, Heimkinder),
  • Herausgabe des Mitteilungs- und Informationsblattes „der stacheldraht“ (9 mal jährlich) gemeinsam mit dem BSV-Förderverein für Beratungen e.V.,
  • Regelmäßige deutschlandweite Treffen der Mitgliederverbände und –initiativen zum Erfahrungsaustausch,
  • Veranstaltung von wissenschaftlichen Kongressen zu Themen wie Zwangsadoption, Begutachtungspraxis von Opfern, politische Gefangene und Psychiatrie in der DDR, Zwangsarbeit politischer Häftlinge.
Tanzperformance für ein Mahnmal für die Opfer des Kommunismus (Golde Grunske/2014) - Foto: UOKG