Seit 2009 wird der 23. August als Europäischer Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus begangen.

Der Potsdamer Verein „Gedenk- und Begegnungsstätte ehemaliges KGB-Gefängnis“ (Leistikowstr) wird diesen Gedenktag würdig begehen und lädt für 18 Uhr in die Gedenk- und Begegnungsstätte ein. Den Festvortrag mit dem Titel „Phönix aus der Asche: Von der Kraft europäischer Erinnerungen an Stalinismus und Nationalsozialismus“ wird Karl-Konrad Tschäpe halten.

Einzelheiten sind dem Flyer im Anhang zu entnehmen.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kameradinnen und Kameraden,

zum 9. September 2017 laden wir Sie herzlich zu unserem UOKG-Kongress ein.

Am Ende der Legislaturperiode der Bundesregierung ziehen wir Bilanz

Wo stehen wir bei der Aufarbeitung von SED-Unrecht?

Erreichtes – Defizite – Perspektiven

Der Kongress findet statt am 9. September 2017 von 11 bis 17.30 Uhr

in der Gedenkstätte Berliner Mauer, Besucherzentrum – der Eintritt ist frei –

  • Eingeladen haben wir die Vertreter der klassischen Institutionen der Aufarbeitung Stiftung Aufarbeitung, Beauftragte des Bundes für Kultur und Medien (BKM), Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen,
  • Aus unseren Verbänden werden vier Referenten die Sicht der Opfer darstellen zur Lage der zwangsdeportierten Frauen, der Zwangsausgesiedelten, der durch die Bodenreform Enteignteten, der Insassen von Durchgangsheimen
  • Über aktuelle Probleme berichten der Jurist Dr. Johannes Wasmuth, die Landesbeauftragte Birgit Neumann-Becker, Eveline Humm von der Häftlingshilfestiftung
  • Dieter Dombrowski  stellt die Zukunft der Aufarbeitung aus Sicht der UOKG dar.
  • Der Kongress wird abgeschlossen mit einer Podiumsdiskussion „Kleine Brötchen oder großer Wurf?“ Zur Zukunft der Aufarbeitung.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kameradinnen und Kameraden,

wir möchten Sie herzlich zum ersten UOKG-Verbändetreffen des Jahres 2017 nach Berlin einladen.

Unser Schwerpunktthema an diesem Wochenende lautet:
„Menschenraub im Kalten Krieg“

Die Tagung findet in der Gedenkstätte Normannenstraße, Haus 1 (Stasi-Museum) Ruschestr. 103, 10365 Berlin, Raum 418 statt.

Bitte benutzen Sie den separaten Eingang, der sich ca. 20 Meter links neben dem zentralen Museumseingang befindet. Dort ist ein Lift vorhanden, mit dem Sie in die 4. Etage fahren können, wo sich der Veranstaltungsraum befindet.

Auswärtige Gäste können im Hotel „Siegfriedshof“, Siegfriedstraße 204 b/c, 10365 Berlin übernachten. Wir bitten Sie dringend um eine entsprechende Information an die Geschäftsstelle bis spätestens 8. Juni 2017, ob Sie eine Übernachtungsmöglichkeit benötigen, da wir die Zimmerreservierung veranlassen müssen. Anderenfalls können wir leider nicht dafür garantieren, dass Ihnen ein Hotelzimmer zur Verfügung steht.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre UOKG-Geschäftsstelle

Programmablauf UOKG-Verbändetreffen 24. und 25. Juni 2017

„Menschenraub im Kalten Krieg“

Sonnabend, 24. Juni 2017

13.00 Uhr

Begrüßung und Einführung in die Veranstaltung

Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender

13.30 Uhr

Gemeinsames Referat von dem Autor Wolfgang Bauernfeind und dem Zeitzeugen Karl Wilhelm Fricke

Wolfgang Bauernfeind (* 9. März 1944 in Kassel) ist ein Journalist, Featureautor und -regisseur. Er war langjähriger Leiter der Featureabteilung des SFB, später RBB.

Veröffentlichungen (u.a.):

– 2013: Helmut Wonschick Im Auftrag der Familie: Adolf-Henning Frucht – Ein DDR-Wissenschaftler in den Zwängen des Kalten Krieges (Regie) (MDR)

– 2015: Kathrin Aehnlich: Käthe Kollwitz – Letzte Tage in Moritzburg – (Regie) (MDR)

– 2015: Matthias Eckoldt: Als ein Schuß fiel im Politbüro: Erich Apel – Regie (MDR)

– Menschenraub im Kalten Krieg. Täter, Opfer, Hintergründe. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2016

Karl Wilhelm Fricke (*3. September 1929 in Hoym) ist Publizist und Herausgeber mehrerer Standardwerke über Widerstand und staatliche Repressionen in der DDR. Er gehörte zu mehreren hundert Entführungsopfern, die vom MfS gewaltsam in die DDR entführt wurden. Beim Deutschlandfunk war Fricke Redakteur für Ost-West-Angelegenheiten und prägte maßgeblich die politische Sendung „Hintergrund“.

Veröffentlichungen (u.a.):

– Politik und Justiz in der DDR. Zur Geschichte der politischen Verfolgung 1945–1968. Köln 1979.

– mit Gerhard Finn: Politischer Strafvollzug. Köln 1981.

– Die DDR-Staatssicherheit. Entwicklung, Strukturen, Aktionsfelder. Köln 1989.

– Akten-Einsicht. Rekonstruktion einer politischen Verfolgung. Berlin 1996.

– mit Peter Steinbach, Johannes Tuchel: Opposition und Widerstand in der DDR. München 2002.

Pause

16:00-18.00 Uhr

Mitgliederversammlung der UOKG

 

Sonntag, 25. Juni 2017

9:30 Uhr

Aus den Verbänden

Ausblick auf das nächste UOKG-Verbändetreffen

11:00-13:00 Uhr

Die Robert-Havemann-Gesellschaft

Die Robert-Havemann-Gesellschaft nimmt mit dem Archiv der DDR-Opposition im Juli 2017 ihren Sitz auf dem Gelände der Stasi-Zentrale. Tom Sello stellt die Arbeit des Vereins sowie dessen Pläne und Perspektiven auf dem Gelände vor mit anschließender Führung durch die Open-Air-Ausstellung „Revolution und Mauerfall“.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dieter Dombrowski

Die Veranstaltung wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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Respekt und Hilfe erwarten

(st) Am 15. Februar 2017 hatte die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) anläßlich ihres 25jährigen Bestehens zu einem Festakt in den Saal der Bundesstiftung Aufarbeitung in Berlin eingeladen.
Die mehr als 100 Gäste aus Politik, Gesellschaft und den Mitgliedsverbänden wurden zunächst von der Geschäftsführerin der Bundesstiftung, Anna Kaminsky, und dem Bundesvorsitzenden der UOKG, Dieter Dombrowski begrüßt. Anna Kaminsky erinnerte daran, daß die UOKG sich seit 25 Jahren dafür einsetzt, „das geschehene Unrecht und die kommunistischen Verbrechen ins öffentliche Bewußtsein zu bringen“. Sie mahnte u.a. Verbesserungen bei der Anerkennung gesundheitlicher Haftschäden an und stellte dann ganz unvermittelt fest, daß auch einmal eine Frau an der Spitze des Dachverbandes stehen sollte.

Dieter Dombrowski erklärte, die individuell erlittenen Unrechtserfahrungen kämen „allzu oft in unserer Demokratie und in unserer ordentlichen und bürokratischen Verwaltung zu kurz.“ Sich am Tag der Deutschen Einheit immer wieder bei den DDR-Bürgern für ihren Mut zu bedanken, reiche nicht aus. In seiner Festrede dankte der Vizepräsident des Bundestages, Johannes Singhammer, der UOKG für ihr Engagement und hob besonders die Beschäftigung mit den noch ungelösten Problemen der Opfer von Zwangsadoptionen hervor. Nach einer Würdigung der historischen Ereignisse von Mauerfall und Wiedervereinigung resümierte er: „Ich bin immer noch fassungslos, wenn es angesichts dieser zahllosen menschlichen Tragödien noch Politiker gibt, die es ablehnen, die DDR als das zu bezeichnen, was sie war: ein Unrechtsstaat! Und ich danke der UOKG, die sich unermüdlich für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft einsetzt!“ Die Mauer sei gefallen, die Freiheit habe gesiegt, aber nicht alle Wunden seien geheilt und nicht allen sei Gerechtigkeit widerfahren.
Der Historiker Christian Sachse betonte in einem Rückblick auf 25 Jahre UOKG, daß die Menschen, die von ihr vertreten würden, sich den Status des Opfers nicht ausgesucht hätten. Sie wollten dafür keine Geschenke, doch „sie können Respekt erwarten und Hilfen, die ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.“ Sachse zeigte anhand mehrerer Beispiele, weshalb er bereits existierende Hilfen mit einem „Aber“ versehen wolle und nannte u.a. die Opferpension, den Heimkinderfonds und die Anerkennung von Gesundheitsschäden. Zu den Dauerthemen der UOKG zählte er auch die Entschädigung für DDR-Haftzwangsarbeit, die Lage der von Zwangsadoption Betroffenen und die Errichtung eines nationalen Mahnmals für die Opfer des Kommunismus.
Die Reihe der Grußworte führte der Berliner Senator Klaus Lederer an, der den Regierenden Bürgermeister vertrat. Lederer ist Mitglied der Linkspartei und war sich der problematischen Situation wohl bewußt. Ihm sei klar, „daß es für viele eine Zumutung ist“. Er erzählte deshalb in sehr persönlichen Worten von seinem Prozeß der Aufarbeitung, und die Mehrheit des Publikums erkannte das an.
Die Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Länder, Iris Gleicke, bezeichnete die UOKG als „die Stimme der Opfer“. Es gebe immer noch zu viele Menschen, die leugneten, was sich ereignet habe. Doch „die Vergangenheit ist Teil unserer Gegenwart“. Die Opfer seien keine Bittsteller und erwarteten zu Recht, daß ihr Schicksal nicht vergessen werde.
Es folgte die Ehrung dreier langjährig engagierter UOKG-Mitglieder: Sybille Krägel von der Initiativgruppe NKWD-Lager Tost/Oberschlesien und Mitglied im Vorstand, Horst Schüler, ehemaliger UOKG-Vorsitzender und ihr heutiger Ehrenvorsitzender, und Klaus Gronau, ehemaliges Vorstandsmitglied.

Diese Ehrung sei für ihn der eigentliche Höhepunkt der Veranstaltung, nahm Roland Jahn, der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, als nächster Redner den Faden auf. Das gehe ihm ans Herz, wie überhaupt die Zeitzeugen bei vielen UOKG-Veranstaltungen. Jahn sprach sich für Rentengerechtigkeit der ehemaligen Flüchtlinge und Übersiedler aus und forderte eine Entfristung für die Antragstellung nach den Rehabilitierungsgesetzen. „Die Menschen, die die Einheit erst möglich gemacht haben, dürfen nicht auf der Strecke bleiben.“
Martin Gutzeit, Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, erinnerte daran, wie anläßlich des 7. Kongresses der Inter-Asso, zu dem die UOKG eingeladen hatte, die Landesbeauftragten Kontakte nach Ost-Europa knüpfen konnten. Das habe den Blick in Richtung Osten geweitet. Die hohe Summe von Fördergeldern des Landes Berlin für Beratungsprojekte nahm er zum Anlaß, auch die anderen Länder zu mehr Förderung zu ermuntern.
Der Leiter des Bereichs „Geschichte und Erinnerung“ im Bundeskanzleramt, Ansgar Hollah, hatte gute Nachrichten zu überbringen. Er sehe das Mahnmalprojekt auf einem guten Weg. Ihm sei wichtig, sich mehr um die Opfer zu kümmern und „nicht so viel Verständnis für die Täter“ zu zeigen. Sein Bekenntnis, auch in den kommenden Jahren sei die UOKG unverzichtbar, wurde mit Freude vernommen und leitete über zu einem Empfang, den die Gruppe „One Black Coffee“ mit ganz entspannter Jazz-Musik begleitete.

Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Gegründet am 19/20.Oktober 1991, blickt die UOKG auf 25 Jahre voller Ereignisse, Hürden und auch Erfolge in Sachen der Bewahrung der Erinnerungen an die Opfer der SED- Diktatur zurück.
Die UOKG wird daher am 15.02.2017 um 18:00 Uhr ihr 25-jähriges Jubiläum mit einem Festakt in den Räumen der Bundesstiftung Aufarbeitung in Berlin begehen. An diesem Abend wird der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Herr Johannes Singhammer MdB, die Festrede halten.

Bitte richten Sie Ihre Anmeldung an die UOKG Geschäftsstelle,
E-Mail: veranstaltungen@uokg.de, Telefon: 030 55 77 93 51, Fax: 030 55 77 93 40

Bei Rückfragen wendet Sie sich bitte an unseren Pressesprecher, Herrn Joshua Acheampong, Tel. 017631546881, E-Mail: presse@uokg.de,
oder an den Vorstandsbeauftragten der UOKG, Herrn Dr. Fuchs, Telefon 030-57798739, E-Mail: fuchs@uokg.de. Vielen Dank.

„Auswirkungen rechtsstaatswidriger Entscheidungen der DDR in der der heutigen Zeit“

Die Tagung fand statt im Menschenrechtszentrum Cottbus, Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus (Bahnhofsnähe)

Sonnabend, 5. November 2016
Beginn: 13.00 Uhr: Begrüßung und Einführung in die Veranstaltung
Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender und Prof. Dr. Schierack, MdL

13.30 Uhr
Referat (angefragt) von Dr. Hans-Jürgen Grasemann, Staatsanwalt a.D., Autor (verstorben wenige Tage zuvor)
ehem. Zentrale Erfassungsstelle Salzgitter. Zur politischen Strafjustiz als Instrument von SED und Staassicherheit

14.30 Uhr
Referat von Dr. Matthias Bath, ehem. Berliner ZERV-Staatsanwalt, Autor und ehemaliger Fluchthelfer
zu Zahlen, Gründe der mageren Ergebnisse der Strafverfolgung von DDR-Verantwortungsträgern nach 1990
und sein Buch: „1197 Tage als Fluchthelfer in der DDR-Haft

16:00 – 18:00 Uhr
Mitgliederversammlung (nichtöffentlich) mit Vorstellung aller Mitarbeiter und 2 Verbänden, sowie Wahlprüfsteinen

danach 18:30 – 20:00 Uhr: Jugendliche aus dem MRZ-Projekt „Zeitensprünge“ präsentierten erstmals ihre
szenische Lesung „Am Scheideweg, Erinnerung an einen Unrechtsstaat“ in eigener Regie und Ausführung zum ersten Mal.
Eine fiktive Geschichte, die an das Unrecht in der DDR erinnert (auf Grundlage von Zeitzeugengesprächen, Dokumenten)
– Für das Abendessen mit Wasser (8e) bitte rechtzeitig anmelden (Formular unten im Zusatzprogramm)

Sonntag, 6. November 2016
Beginn: 9.30 Uhr: Sonderführung für Verbände durch das Menschenrechtszentrum Cottbus
u.a. mit den Zeitzeugen Siegmar Faust und Dieter Dombrowski
Im Anschluss: Aus den Verbänden, Ausblick auf das nächste UOKG-Verbändetreffen 2017
Ende: ca. 13.00 Uhr
Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

 


 

Erster Freiheitspreis Brandenburgs am 11. Okt. 2016 überreicht

Mit bewegenden Worten hat unser Bundesvorsitzender, Dieter Dombrowski, am 11. Oktober im Namen des Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. den ersten Brandenburger Freiheitspreis des Domstifts Brandenburg entgegengenommen. Überreicht wurde der Preis von Bundesaußenminister, Frank-Walter Steinmeier | video

„Ich und mit mir viele ehemals Verfolgte des SED-Regimes sind bestürzt und beschämt über so viel Egoismus in einem der reichsten Länder dieser Welt. Wie viel Feigheit bedarf es, um Brandsätze in eine Unterkunft für Kinder und Jugendliche Ausländer zu schleudern und wie viel Mut bedarf es, wenn syrische Flüchtlinge in Leipzig einen international gesuchten Terrorristen überwältigen, fesseln und der Polizei übergeben. Ich möchte an dieser Stelle all diejenigen ermutigen, stark zu bleiben und couragiert ihren Weg von Demokratie und Humanität weiterzugehen.[…]“