Donnerstag, 26. September 2013, 18.00 Uhr

im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Str. 119, 13355 Berlin

Impulsreferat:
„Und Stalins Hand drückt ihm die Augen zu. Der 17. Juni 1953: Ursachen, Verlauf, Folgen“
Dr. Jens Schöne, Historiker, LStU Berlin

Teilnehmer der sich anschließenden Podiumsdiskussion sind:
Prof. Werner Gumpel, Prof. Karol Sauerland, Klaus Gronau und Günter Goßler

Eine Veranstaltung der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) e.V., gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Mit Unterstützung der Stiftung Berliner Mauer und des LStU Berlin.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am 31.08.2013 14:00 Uhr in Kneese (zwischen Ratzeburg und Gadebusch)

Einweihung eines Mahnmals für Grenzopfer, Ausstellung und Filmvorführung am 31. August in Kneese

Am Sonnabend, dem 31. August 2013 um 14.00 Uhr, wird bei Kneese am Schaalsee  ein Mahnmal zum Gedenken an Harry Weltzin und die unzähligen weiteren Grenzopfer eingeweiht. Das Denkmal entstand auf Initiative der Union der Opferverbände der kommunistischen Gewaltherrschaft (UOKG), der Gemeinde Kneese und weiterer Unterstützer.

Harry Weltzin starb bei seinem Fluchtversuch vor 30 Jahren am 4. September 1983 in der Nähe des Dorfes Kneese am Ostufer des Schaalsees an der innerdeutschen Grenze im Geschosshagel der Selbstschussanlagen.

Bei Einbruch der Dunkelheit ab etwa 20 Uhr zeigt der Filmclub Burgtheater Ratzeburg den Spielfilm „Die Todesautomatik“ über den Fluchthelfer Michael Gartenschläger, der den Einsatz der menschenverachtenden Selbstschussanlagen an der DDR-Staatsgrenze nachwies. Die Stasi lauerte Michael Gartenschläger an der Grenze auf und er wurde erschossen. Der Eintritt ist frei.

Im Gemeindehaus Kneese kann vom 31. August bis 30. September 2013 die Ausstellung „Die Mauer – eine Grenze durch Deutschland“ besichtigt werden.

Die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Anne Drescher begrüßt das regionale Engagement: „Es ist wichtig, auch dezentral kleinere Gedenkorte zu sichern und im Bewusstsein der Bevölkerung als Teil unserer DDR-Geschichte zu verankern. Der grausame und sinnlose Tod von Harry Weltzin darf nicht vergessen werden.“

31.08.2013 bei Kneese (westlich von Schwerin, bei Gadebusch)

14.00 Gedenkveranstaltung, Einweihung des Denkmals

ca. 20.00 Spielfilm „Die Todesautomatik“

31.08.2013-30.09.2013 Gemeindehaus Kneese
Ausstellung „Die Mauer – eine Grenze durch Deutschland“

Mehr auf: www.landesbeauftragter.de

Eine Veranstaltung der UOKG und der LSTU in Mecklenburg-Vorpommern.

Am Wochenende 6.-7. Juli 2013 findet in Berlin das nächste Verbändetreffen statt zum Thema „Gesundheitliche Folgen politischer Repression“ in der Gedenkstätte des Stasi-Museums, Ruschestr. 103, 10365 Berlin im Raum 418 (BStU-Projektwerkstatt). I diesem Zusammenhang gibt es auch eine Mitgliederversammlung der UOKG.

Aus dem Programm: Rechtsanwalt Thomas Lerche spricht am Samstag, 6.07.13, 13:00 Uhr zu „Ein Überblick zur neuen Klassifikation der Posttraumatischen Belastungsstörung“. Am Sonntag, 7.07.13 gegen 11:00 Uhr spricht der Psychotherapeut und Liedermacher Dr. Karl-Heinz Bomberg zu „Unsichtbare Wunden – Traumatisierungen durch politische Verfolgung in der SBZ/DDR“.

Das Projekt wird durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

12. Internationale Konferenz der Citizen Alliance und der UOKG in Berlin zu Nordkoreas Menschenrechtslage & Flüchtlingsproblematik

17. Juni – 18. Juni 2013 (Montag/Dienstag)

Konferenzsprachen: Deutsch/Englisch/Koreanisch (Simultanübersetzung)
in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin, Kronenstr. 5

Anmeldung notwendig unter nkhrinberlin@gmail.com
Agenda und Programm siehe unten.

Veranstaltung der Stasi-Unterlagen-Behörd BStU am
Dienstag, 19. März 2013, 20.00 Uhr, Collegium Hungaricum Berlin

„Der größte Lump…“? Stasi-Spitzel auf dem Prüfstand – Podiumsdiskussion

Mit dem Buch „Stasi Konkret“ stellt BStU-Wissenschaftler Ilko-Sascha Kowalczuk neue Fragen an die Forschung zur SED-Diktatur und ihrer Geheimpolizei. Was sagen die IM-Zahlen wirklich aus über das Wirken der Stasi? Und sind damit Kategorien wie Verrat, Denunziation und auch Opportunismus ausreichend erfasst? Hat der bisherige Blick auf die Stasi die Rolle der SED wirklich verharmlost? Eine Diskussion zwischen exponierten Forschern.

Eröffnung
Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Podium
Dr. Jens Gieseke, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, BStU
Dr. Helmut Müller-Enbergs, BStU
Prof. Dr. Klaus Schroeder, Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin
Moderation: Dagmar Hovestädt, BStU
Der Eintritt ist frei.

Ort: Collegium Hungaricum Berlin – Balassi Institut
Dorotheenstraße 12
10117 Berlin

Diskussion über die Errichtung eines zentralen Mahnmals für die Opfer des Kommunismus in der Bundesstiftung Aufarbeitung
UOKG-Bundesvorsitzender Rainer Wagner: „Der gesellschaftliche Diskurs muss fortgesetzt werden.“

In den Räumen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat am Montagabend eine erste Podiumsdiskussion über ein von den Opferverbänden kommunistischer Gewaltherrschaft angestrebtes zentrales Mahnmal stattgefunden. Vor etwa 150 Zuhörern diskutierten unter der Moderation von Sven-Felix Kellerhoff (Die Welt) der Historiker Bernd Faulenbach, die Parlamentarische Staatssekretärin a. D. Cornelie Sonntag-Wolgast, der Journalist Christoph Dieckmann (Die Zeit) und der UOKG-Bundesvorsitzende Rainer Wagner, der sich über mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden zeigte:

„Die Diskussion hat gezeigt, dass die Errichtung eines Mahnmals durchaus mehrheitsfähig sein könnte. Doch natürlich sind bis dahin noch viele Fragen zu zu diskutieren. Es ist nun wichtig, dass der gesellschaftliche Diskurs fortgesetzt wird und schließlich in einen politischen Entscheidungsprozeß mündet. Daher sollte sich die Politik bald an der Debatte beteiligen.“

Rainer Wagner dankte allen Unterstützern der Mahnmalsinitiative der UOKG, insbesondere der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur für die Organisation der ersten Podiumsdiskussion, sowie dem Bundesbeauftragen für Kultur und Medien, der die Diskussion über die Mahnmalsinitiative der UOKG finanziell fördert.

Presse: DRadio | Berliner Zeitung | Neue Wache