UOKG-Kongress

„Frauen in politischer Haft“

Gedenkstätte Berliner Mauer

  1. Dezember 2019

 

Am Samstag, 7. Dezember 2019, lädt die UOKG zum Kongress „Frauen in politischer Haft“ ein.

Frauen in politischer Haft des SED-Regimes sind bisher kein eigenständiges Thema der historischen Darstellung gewesen. Unter den Strafvollzugsanstalten ist Hoheneck am bekanntesten geworden. Andere sind fast vollständig in Vergessenheit geraten. Stimmen aus anderen Haftanstalten mit ihren spezifischen Erfahrungen sollen auf dem Kongress zur Sprache gebracht werden. Um ihre Berichte gebeten werden weibliche Häftlinge u.a. aus dem Roten Ochsen, Hohenleuben, dem Haftarbeitslager Dessau-Wolfen und der Außenstelle Markkleeberg. Sie sollen anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls besonders gewürdigt werden.

 

Programmablauf

 

11:00 Uhr:

Begrüßung durch Bettina Effner, Stiftung Berliner Mauer, Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, und Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender der UOKG

 

11:15 Uhr:

Einführungsvortrag „Lager, Zuchthaus, Gefängnis, Kommandos – Haftstätten für Frauen in der SBZ/DDR“, Dr. Christian Sachse, wissenschaftlicher Mitarbeiter der UOKG

 

11:45 Uhr:

Panel 1: „Hafterfahrungen von Frauen – Zeitzeuginnen berichten“

Marion Käding über den Roten Ochsen in Halle und Dessau/Wolfen

Sigrid Grünewald über Bautzen II

Annerose Höfer-Kerbel über Hohenleuben

Moderation: Isabell Fannrich-Lautenschläger, Journalistin

 

12:15 Uhr:

Diskussionsmöglichkeit

 

12:30 Uhr:

Die „vergessene Haftanstalt“ Berlin-Grünau, Sandra Czech, Historikerin

 

13:00 Uhr:

Kaffee- und Imbisspause

 

14:00 Uhr:

Zeitzeugenbericht „Von Gefängnissen und Bürgerrechten“, Freya Klier, Autorin und Regisseurin

 

14:30 Uhr:

Diskussionsmöglichkeit

 

14:45 Uhr:

Panel 2: „Hafterfahrungen von Frauen – Zeitzeuginnen berichten“

Carla Ottmann über Hoheneck und die UHA Berlin-Pankow

Rosemarie Rothgänger über Markkleeberg

Dr. Renate Werwigk-Schneider über UHA Frankfurt (Oder)

Moderation: Isabell Fannrich-Lautenschläger, Journalistin

 

15:30 Uhr:

Kaffeepause

 

16:00 Uhr:

„Widerstand von Frauen in der SBZ und frühen DDR“, Ausschnitte aus der gleichnamigen Filmdokumentation von Alexandra Pohlmeier, in Anwesenheit der Filmemacherin und der Zeitzeugin Margot Jann

 

17:00 Uhr:

Diskussionsmöglichkeit

 

17:15 Uhr:

„Interessenvertretung weiblicher politischer Häftlinge – künftige Aufgaben und Chancen“,

Konstanze Helber, Vorsitzende des Forums für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen der SBZ/SED Diktatur e.V.

 

17.30 Uhr:

Diskussionsmöglichkeit

 

17:45 Uhr:

Abschluss

 

Veranstaltungsort:   Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Str. 119, 13355 Berlin

Veranstalter:           Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG) in Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer

 

Die Veranstaltung wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

 

 

„Ausbeutung politischer Häftlinge in volkseigenen Betrieben der DDR – welche Verantwortung hatte die Treuhandanstalt bzw. der Deutsche Staat“

 

Gedenkstätte Normannenstraße, Haus 1 (Stasi-Museum) Ruschestr. 103,

10365 Berlin, Raum 418

 

Gefördert mit Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien

 

Programmablauf

 

Sonnabend, 2. November 2019

 

Beginn: 13.00 Uhr

Begrüßung und Einführung in die Veranstaltung

Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender

Grußwort: Roland Jahn, BStU

 

13:30 Uhr:

Impulsvortrag

Steffen Alisch, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Menschenrechtszentrum Cottbus

 

14:00 Uhr:

„Zeitzeugengespräche“

Manfred Ehrentraut

Christina Krahner

Hans-Günther Rinkleib

Elke Schlegel

Jürgen-Kurt Wenzel

Moderation: Dr. Christian Sachse, wissenschaftlicher Mitarbeiter UOKG

 

15:30 Uhr

Pause (Kaffee und Brötchen)

 

16:30 Uhr

Ordentliche Mitgliederversammlung (nicht öffentlich)

 

Ende: ca. 19:00 Uhr

 

 

Sonntag, 3. November 2019

 

Beginn: 10:00 Uhr

 

– Aus den Verbänden

 

– Ausblick auf das nächste UOKG-Verbändetreffen

 

11:00 Uhr

Filmvorführung

„Westware aus dem Ostknast“

von Anne Worst

 

Ende: ca. 12:30 Uhr

14. Oktober, 18.00 – 20.00 Uhr

Ort: Ernst-Lemmer-Institut, Suarezstraße 15-17, 14057 Berlin.

Der Vortrag thematisiert die Formen der politischen Verfolgung christlicher Demokraten in der SBZ und der DDR. Die Geschichte der CDU in der SBZ und der frühen DDR ist eine Geschichte der Opposition und des Widerstandes gegen die Errichtung des kommunistischen Systems. Thema ist eine Berliner Besonderheit: Die Aktivitäten der CDU-Kreisverbände des Ostsektors. Der Vortrag befasst sich mit der breiten Palette von Machtinstrumenten sowie Kontroll- und Lenkungsmechanismen, mit denen die sowjetische Besatzungsmacht und die SED den politischen Spielraum der Union einschränkten. Mitglieder und Politiker der CDU, die sich dem Führungsanspruch der Kommunisten entgegenstellten, wurden verfolgt, abgesetzt, verhaftet und oft zu hohen Haftstrafen verurteilt. 50 CDU-Mitglieder wurden hingerichtet. Anfang der fünfziger Jahre war die Gleichschaltung der Union zur „Blockpartei“ nach massiven Repressalien und Eingriffen in die Führungsstrukturen abgeschlossen.

Referent:

Dr. Stefan Donth, Leiter Forschung, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Podiumsgäste:

Eberhard Diepgen, Regierender Bürgermeister Berlins a. D., ehem. Landesvorsitzender der CDU Berlin

Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender der UOKG, ehem. Landesvorsitzender der JU Berlin und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ostsektorkreisverbände in der JU Berlin

 

Moderation: Hans-Joachim Lorenz, Redakteur, u.a. langjähriger Leiter von ARD-aktuell und als Redakteur mit besonderer Aufgabenstellung beim SFB – Fernsehen auch Berichterstatter aus der DDR

 

Kooperationsveranstaltung des Kommunalpolitischen Bildungswerkes Berlin e.V. und der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG)

 

 

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter der Mailadresse info@kbb-berlin.de.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

UOKG – Abendveranstaltung

 

Mittwoch, den 9. Oktober 2019, 18:30 Uhr

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie

„Haus 7“, Raum 427, Ruschestr. 103, 10365 Berlin

Eintritt frei

Edeltraud Eckert wurde 1950 wegen des Verteilens von Flugblättern zu einer Haftstrafe von
25 Jahren verurteilt. Sie starb 1955 an den Folgen eines Unfalls, der sich während der Haftzwangsarbeit im Frauenzuchthaus Hoheneck ereignete. Edeltraud Eckert hinterließ Gedichte, in denen sich sowohl die inhumanen Haftumstände als auch ihr Freiheitswunsch auf einzigartige Weise ausdrücken.

Programmablauf:

18.30 Uhr:        Begrüßung

Dieter Dombrowski, UOKG-Bundesvorsitzender

18.45 Uhr:        Vortrag über Leben und Werk von Edeltraud Eckert

Prof. Ines Geipel, Germanistin, Schriftstellerin

19.15 Uhr:        Dokumentarfilm „F – wie Freiheit“

In Zusammenarbeit mit der Museumspädagogin Gudrun Bauer und dem Regisseur Roland Zumbühl interviewten Schüler des von Saldern-Gymnasiums Brandenburg/Havel Familienangehörige, ehemalige Mithäftlinge und Klassenkameraden von Edeltraud Eckert. Im Ergebnis des Projekts entstand 2009 der Dokumentarfilm „F – wie Freiheit“.

20.15 Uhr:        Podiumsgespräch

Prof. Ines Geipel, Germanistin, Schriftstellerin

Roland Zumbühl, Wien, Regisseur des Dokumentarfilms „F- wie Freiheit“

Gudrun Bauer, Museumspädagogin, Initiatorin des Schülerprojekts

Hanswalter Werner, Schulleiter a.D., von Saldern-Gymnasium Brandenburg/Havel

Moderation: Uta Gerlant, Historikerin, Leiterin der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße

 

Den Flyer zu der Veranstaltung finden Sie anbei.

 

Eine Veranstaltung der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e. V.

Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

In Kooperation mit dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen

Herzliche Einladung zur Gedenkfeier
Europäischer Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus

am 23. August 2018 um 18.00 Uhr
in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße, Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam

Programm

Begrüßung: Dr. Richard Buchner, Gedenk- und Begegnungsstätte ehemaliges KGB-Gefängnis e.V.

Grußworte: Reiner Walleser, Abteilungsleiter Kultur, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur

               Dr. Birgit-Katharine Seemann, Fachbereichsleiterin Kultur und Museen, Landeshauptstadt Potsdam

„1939 – Über den Zusammenhang von Appeasmentpolitik und Entfesselung des Zweiten Weltkrieges“

Festvortrag: Prof. Dr. Karl Schlögel

Osteuropahistoriker, Autor, Träger zahlreicher Auszeichnungen und Preise, darunter der Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse 2018, Mitglied des Ordens Pour le Merite für Wissenschaft und die Künste

Musik: Varoujan Simonian, Violine

Johann Sebastian Bach, Sonate I g-Moll, BWV 1001, Adagio, Fuge

Fritz Kreisler, Recitativo und Scherzo-Caprice op.6

Im Anschluss daran laden wir Sie herzlich zu Getränken und einem Imbiss ein.

Nachdem das Europäische Parlament die Errichtung eines Gedenktages für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime in Europa im 20. Jahrhundert mit übergroßer Mehrheit seiner Abgeordneten gefordert hat, bestimmte die OSZE 2009 den 23. August zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und Stalinismus“. Der Gedenktag wurde 2008 in der „Prager Erklärung“ vorgeschlagen. Vaclav Havel und Joachim Gauck  gehören zu den Unterzeichnern der Erklärung.

Er wird seitdem vor allem in den ehemals von der Sowjetunion beherrschten Ländern begangen. In diesen Ländern war es bis 1989 verboten, an die Verbrechen des Kommunismus der Stalinära und danach zu erinnern. Auch das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus war von der herrschenden Partei vereinnahmt worden. Zivilgesellschaftliches Engagement war nicht erwünscht. So wurde 1983 eine Gedenkfeier Jugendlicher zur Erinnerung an die Zerstörung der Potsdamer Synagoge 1938 durch Polizei und Staatssicherheit gewaltsam aufgelöst.

In der Pressemitteilung des Europaparlamentes heißt es zum 23. August als Gedenktag: “ Die Erinnerung an die tragische Vergangenheit Europas müsse wach gehalten werden, um die Opfer zu ehren, die Täter zu verurteilen und die Fundamente für eine Aussöhnung auf der Grundlage von Wahrheit und Erinnerung zu legen. Ohne Erinnerung und Wahrheit könne es keine Aussöhnung geben. Der 23. August solle daher zum europaweiten Gedenktag für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime ausgerufen werden. Dieser Tag solle in Würde und unparteiisch begangen werden.“

V.i.S.d.P.  Gisela Rüdiger    giselapotsdam@tele2.de       Tel. 0331 2700454

Einladung als PDF

 

Mit der szenischen Lesung „erinnert – Hautnah – erzählt“ will die Initiative „Geschichte zum Anfassen“ auf die Tortur „Haft mit Körperverletzung“ im Klinikum Berlin-Buch ab 1971 sowohl auf einer unterhaltsamen, wie auch kritischen Bühne aufmerksam machen.

Genau wie die Bundesrepublik Deutschland wurde die DDR im September 1973 in die Vereinten Nationen aufgenommen. Damit schlossen sie sich der schon am 10. Dezember 1948 verkündeten UN – Menschenrechtscharta an. Im Artikel 5 steht geschrieben: „Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.“ Dennoch erfuhren in der DDR tausende, zum Teil sogar minderjährige Schutzbedürftige statt Hilfe psychische Folter, sexualisierte Gewalt und erlebten Missbrauch zu medizinischen Forschungszwecken. So geschah es auch im ehemaligen Klinikum – Medizinbereich I, Haus 114 Station C, wo Schutzbefohlene ab dem 12. Lebensjahr ohne Voruntersuchung sowie gesicherter Indikation unter haftähnlichen Bedingungen zwangseingewiesen wurden.

Die Erfahrungen und Erinnerungen der Betroffenen von medizinischem Missbrauch, gilt es aus der Opfer- und Tätersicht durch das Projekt aufzuarbeiten sowie wachzuhalten.

Martina Blankenfeld, Initiatorin: „Ich möchte als Zeitzeugin bei der Aufarbeitung der Diktatur ein Wörtchen mitreden und Geschichte zum Anfassen kreieren!“

Szenische Lesung: aus Opfer-Täter-Originaldokumenten auf der Bühne

26.06.19: 15 Uhr öffentliche Generalprobe mit anschließender Pressekonferenz im Rathaus Berlin-Pankow, Breite Str. 24a-26, 13187 Berlin

27.06.19: 19 Uhr Uraufführung

28.06.-bis 29.06.19: 19 Uhr reguläre Aufführungen

Eintritt: 5€

berlinpass: freier Eintritt

Projektträger: Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.

Gefördert vom Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Land Berlin

Ansprechpartnerin: Antonia Sternberg; 0152/34107050; tonisternberg95@googlemail.com