Publikationen von Vorstandsmitgliedern der UOKG

Ehrenvorsitzender der UOKG Horst Schüler: Workuta – Erinnerungen ohne Angst (1993) (vergriffen)

Horst Schüler: Terror, Hoffnung, Freundschaft

Terror, Hoffnung, Freundschaft – “Geschrieben für alle, die wissen möchten, was Menschen Menschen antun können“. Unter dieses Motto hat Horst Schüler seine Erinnerungen an die schrecklichen Jahre (1951-55) als politischer Häftling in Stalins Straflager im Norden Russlands gestellt. 40 Jahre später reist er als Journalist nach Workuta – und berichtet darüber, was sich dort verändert hat. “Viele in den Kolonnen stumpfsinnig dahintrottende Menschen waren mit Ketten gefesselt, Katarschanij nannte man sie, Kettensträflinge.“

254 Seiten, einige s/w-Abbildungen, 14 x 22 cm, gebunden.
Verlag Langenmüller/Herbig  ISBN 3-776650-05-2 (Textauszug von 2015)

weitere Informationen auf:
http://www.uokg.de/workuta und http://www.workuta.de

Rainer Wagner: Mit 15 im Knast. Eine Jugend zwischen politischem Druck und christlichem Glauben (2006)

Rainer Wagner, Jahrgang 1951, ist Diplom-Religionspädagoge (FH), verheiratet und Vater von vier Kindern. Nach theologischem Studium arbeitete er ab 1974 als ev. Prediger in Wittenberg, Tangermünde und Bad Bergzabern. Seit 1998 ist er Prediger der Evangelischen Stadtmission in Neustadt an der Weinstraße.
Wagner, der in frühester Jugend eine politische Haftstrafe in der DDR verbüßen mußte, setzt sich in verschiedenen Funktionen für die ehemaligen Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft ein. In Anerkennung seiner vielfältigen Aktivitäten wurde er im Herbst 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. In diesem Buch schildert er seine Erlebnisse in der DDR, belegt mit vielfältigen Aktenauszügen.

ISBN 3-937965-32-7 93 Seiten, Paperback, Preis: 9,90 E
VTR – edition bildung und gesellschaft Nürnberg | Bestellung über: www.vtr-online.de

Bereit 1981 protestierte der junge Prediger gegen den Antisemitismus im Fernsehen der DDR.

Ernst-O. Schönemann: „Der Wurzeln beraubt“  Zwangsaussiedlung 1961 und die Folgen
372 Seiten, einige s/w-Abbildungen, 14×22 cm, Preis: 19,90 €
OEZ Berlin-Verlag,  ISBN 978-3-942-437-02-8 www.oezb-verlag.de

Aus dem Inhalt:
Plötzlich stehen Lastkraftwagen vor der Tür. Sie waren nicht bestellt. Uniformierte wecken die Familie kurz vor Tagesanbruch mit Sturmklingeln. In vier Stunden sollen die privaten Sachen gepackt sein. Was bis dahin nicht eingeladen war, durfte nicht mitgenommen werden.
Die Geschichte der Familie von Otto Schönemann klingt, als würde sie in Ostpreußen spielen – wie vor 60 Jahren, als die Menschen in Trecks vor der nahenden Front fliehen mussten. Aber sie spielt 1961, nahe der EIbe in der ältesten Stadt der Prignitz – in einem kleinen über 1000 Jahre alten Ort an der innerdeutschen Grenze. Es trifft eine Handwerkerfamilie mit 99jähriger Tradition. Der Sohn des Handwerkers ist der Autor dieser wahren Geschichte. Als 20jähriger trifft ihn und die 60jährigen Eltern die Aktion der DDR-Führung „Festigung“. Im Parteideutsch der SED waren Auszusiedelnde „Ungeziefer“, deren Traumatisierung erst nach dem Untergang der DDR aufbricht. Er beschreibt seine persönlichen Erlebnisse aus der Perspektive eines Opfers der kommunistischen Diktatur.
Der Autor setzt Tausenden Zwangsausgesiedelten in seinem Buch ein literarisches Denkmal.
Er reflektiert die politischen Bedingungen in der DDR, die Repressalien und Beschränkungen, aber auch den Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfe der Menschen untereinander. Enttäuscht resümiert er die völlig unzureichende Aufarbeitung der SED-Diktatur, den ungeahnt milden juristischen Umgang mit den Tätern seit 1990 sowie die saturierten Renten für das SED­  und Stasi-Führungspersonal. Die Politik verweigert den Zwangsausgesiedelten bis heute die Herstellung ihrer Würde. Sie erhielten bisher nicht einen Cent Entschädigung.

Weitere Informationen auf: www.zwangsaussiedlung.de