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Links Bücher zu Cottbus andere Häftlingsverbände  

DEMOKRATIE l FREIHEIT l MENSCHENWÜRDE

 

CHG
Cottbuser Häftlingsgemeinschaft

Kontakt: CHGcottbus@yahoo.de


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Die Cottbuser Häftlingsgemeinschaft (CHG) ist ein Interessenverband ehemaliger politischer Verfolgter aus dem Zuchthaus Cottbus.
Sie ist Träger der politischen Bildung zur Stabilisierung der Demokratie, Freiheit und Menschenwürde in Deutschland.
Die CHG arbeitet mit dem Verein Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. inhaltlich zusammen.

STVE Cottbus im Februar 2005
Das Zuchthaus und die DDR-Strafvollzugseinrichtung Cottbus

 
Buchempfehlungen zur StVE Cottbus
Buch:  "Roter Terror in Cottbus"  


Bernd Pieper: 'Roter Terror' in Cottbus. 17 Monate in Gefängnissen der DDR. Tykve Verlag September 1997, 250 Seiten, 15,25 Euro (Restauflage) ISBN: 3925434917

Bestellungslink bei Buchhandlung89.de

Mit 21 Jahren, wenige Tage vor der geplanten Hochzeit, wird der Autor aus seinem bisherigen Leben gerissen. Auf dem Wege zu seiner letzten Prüfung verhaftet die DDR-Staatssicherheit den Pädagogikstudenten wegen "staatsfeindlicher Hetze". Einzelhaft und Verhöre folgen. Sein erster Zellengenosse berichtet vom Häftlingsfreikauf.

Das Buch schildert, wie sich Menschen unter extremem Druck verhalten. Es liefert Innenansichten der untergegangenen DDR und ihrer Zuchthäuser. Der Autor erinnert daran, daß die Aufarbeitung dieses Kapitels deutscher Geschichte noch nicht abgeschlossen ist.

     
Kittan: Zuchthaus Cottbus
 


Stadtmuseum und Stadtarchiv Cottbus (Hrg.) Verlagsprospekt
Tomas Kittan : Das Zuchthaus Cottbus, 142 Seiten
Sonderheft 2009 der Reihe Cottbuser Blätter
Regia Verlag Cottbus, November 2009, 19,95 EUR

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In der DDR gab es rund 200 Gefängnisse. Berüchtigt waren vor allem Brandenburg-Görden, Bautzen ... Die Strafvollzugseinrichtung Cottbus galt bisher als unbedeutend. Dreijährige Forschungen des B.Z.-Redakteurs Dr. Tomas Kittan belegen, dass Cottbus die wichtigste politische Vollzugshaftanstalt in der Ära Honecker war. „Das Zuchthaus Cottbus“, so nannten es viele Insassen, besaß den höchsten Anteil „Politischer“ (80 Prozent). Hier konzentrierte die SED ihre Staatsfeinde – Schriftsteller, Schauspieler, Musiker, Ingenieure, Ärzte, Wissenschaftler, Pfarrer.

     


Veranstaltungen im Jahr 2009
um die ehemalige politische Haftanstalt Cottbus


Künstler in Gefangenschaft - Gefangene, die zu Künstlern wurden

Eine Ausstellung von bildenden Künstlern, die einst als Politische im Gefängnis saßen.
6.-7. November 2009 im Evangelisches Zentrum Cottbus, Gertraudtenstr. 1

Das Gesamtprogramm:


Der Liedermacher und Vorsitzende der Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft, Eckehard Maaß, würzt das Ganze mit einer musikalischen Einlage. Verantwortlich für diesen anschaulichen Teil unseres Programms ist die Kunstwissenschaftlerin Anna Schädlich (jüngste Tochter des aus der DDR ausgebürgerten Schriftstellers Hans-Joachim Schädlich), die sich schon jetzt in die Vorbereitung hervorragend eingebracht hat. Lesung und Ausstellung kleinformatiger Grafiken des Malerpoeten Jürgen K. Hultenreich.
In der spätgotischen dreischiffigen Cottbusser Oberkirche aus Backstein referiert die Bundesbeauftragten der Stasi-Unterlagen (Marianne Birthler), danach Podiumsgespräch. Danach bitte ich alle Kameraden, Freunde und Gäste in die beiden uns zugewiesenen Kapellenanbauten neben dem Hauptschiff, wo auf der einen Seite
Schauspielstudenten unter der Regie von Ines Geipel gestalten eine szenische Lesung zu ehemals verbotenen Autoren. Weitere, in Cottbus inhaftierte Autoren wie Gabriel Berger, Axel Reitel und Gerald K. Zschorsch, werden musikalisch begleitet von Heinz-Martin Benecke und Eckehard Maaß. Der Schrriftsteller Siegmar Faust liest aus der illegalen Knast-Zeitung „Armes Deutschland“, die auf der untersten Katakomben-Ebene des Zuchthauses Cottbus mehrere geheime Auflagen erlebte.

Weitere Autoren mit politischer Hafterfahrung, wie Siegfried Heinrichs, Wolfgang Hinkeldey, Ulrich Schacht, Michael Sallmann und der Liedermacher, Kabarettist und Schauspieler Heinz-Martin Benecke traten auf am
Sonnabend, dem 7. November ab 15 Uhr im Menschenrechtszentrum Cottbus (Bautzener Straße 139)
Ehemalige politische Häftlinge wollen 14 Uhr vor dem Gebäude der ehemaligen Stasi-U-Haftanstalt, dem heutigen Landgericht Cottbus, bei der Enthüllung bei einer vom Amtsgerichtsdirektor Rupieper angeregten Gedenktafel zu Ehren der Opfer politischer Verfolgung bis 1990 dabei sein.



120 Stasi-Opfer besuchten am 17.9.2009 die DDR-Haftanstalt Cottbus -
Kranzniederlegung und Diskussion mit Politikern und Schülern

VIDEO-Bericht der Lausitzer Rundschau (4min)
VIDEO der ARD: Opfer-Täter-Gespräch im Potsdamer Landtag

Neues BLOG zum Zuchthaus Cottbus

Häftlingstreffen Sept. 2009

Am Donnerstag, den 17.09.2009 besuchten etwa 60 ehemalige politische Häftlinge aus der Region Berlin-Brandenburg sowie mehrere Gymnasialklassen gemeinsam die frühere DDR-Haftanstalt Cottbus in der Bautzener Straße 139. Nach einem Rundgang und einer Kranzniederlegung am Gedenkstein der Haftanstalt  fand dort eine Diskussionsrunde statt. Auf dem Podium:

- Staatssekretär Clemens Appel (SPD), Leiter der Staatskanzlei Brandenburg
- Mario Laurischk, Cottbuser CDU-Bundestagskandidat
- Dr. Martina Münch, Cottbuser SPD-Landtagsabgeordnete
- Siegmar Faust, ehemaliger politischer Häftling in Cottbus

Das Projekt im 20. Jahr des Mauerfalls wurde von der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) organisiert und vom Land Brandenburg finanziert.

Lausitzer Rundschau - Förderung der Gedenkstätte angemahnt (August 2009)

Lausitzer Rundschau - Schüler, Politiker und ehemalige Häftlinge (September 2009)


2. Mitglieder-Treffen in der ehemaligen politischen Haftanstalt Cottbus

Das Menschenrechtszentrums Cottbus e.V. lud herzlich ein zum erweiterten Mitgliedertreffen

am Donnerstag, 25. Juni 2009, 15:00 Uhr in 03050 Cottbus, Bautzener Straße 139

Ein viel größerer Versammlungsraum im Obergeschoss des Gebäudes stand zur Verfügung, so daß es nicht mehr so beengt war. Der Eintritt war frei. Mehr Informationen: (0355) 48 38 33 3 Einladung




Aufruf : Suche nach Zeitzeugen aus der Haftanstalt Cottbus!

Ein Berliner Journalist, der sich seit längerem intensiv mit DDR-Opfer-Schicksalen beschäftigt, bereitet in den nächsten 2 Jahren eine umfangreiche Publikation über Erlebnisse und Haftbedingungen zur Gesamtgeschichte der politischen Haftanstalt in Cottbus vor. Wer seine Erlebnisse in der Haftanstalt Cottbus, vor allem nach 1945, für diese geplante Buchveröffentlichung schildern möchte, wendet sich bitte per eMail an: cottbus-knast@gmx.de - Bitte die Erinnerungen so konkret wie möglich (Daten, Namen, Jahr) aufschreiben. Bitte unbedingt auch aktuelle Kontaktmöglichkeiten wie Namen, Adresse und Telefonnummer für weitere Rückfragen des Journalisten angeben. Auf Wunsch werden die Erlebnisse auch vertraulich behandelt.


Aufruf : Wer kennt diese Haftkameraden ?

Wer kennt diese früheren Haftkameraden, die im Jahre 2002 während eines Besuchs in der ehemaligen Haftanstalt Cottbus Video-Interviews gaben, ohne daß ihre Namen eingeblendet wurden? Wer kann Kontakt zu ihnen herstellen? Hinweise bitte per eMail an: cottbus-knast@gmx.de oder tomas.kittan@bz-berlin.de


 

Veranstaltungen im Jahr 2008
um die ehemalige politische Haftanstalt Cottbus

Diskussionsabend mit 50 ehemaligen politischen
Cottbus-Häftlingen in Berlin


Am 8. April 2008 versammelten sich in der Berliner Gedenkbibliothek zu
Ehren der Opfer des Kommunismus in der Nähe vom Roten Rathaus mehr als 50 ehemalige politische Häftlinge, die von der DDR in der StVE Cottbus
gefangen gehalten wurden. einladung

 

Menschenrechtsforum auf dem Gelände des ehem. Zuchthauses Cottbus

Am 21. Juni 2008, ab 10 Uhr veranstaltete der CDU-Landesverband Brandenburg gemeinsam mit dem Verein "Menschenrechtszentrum Cottbus" e.V. in den Mauern des ehemaligen politischen Gefängnisses in Cottbus ein Menschenrechtsforum mit Informationen zu Menschenrechtsverletzungen in Kuba, Tibet, Rußland und
zu den Uighuren. mehr einladung
cottbusgef_Berlin
 

Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
Bautzener Straße 139, 03050 Cottbus
Tel: (0355) 48 38 33 3 (neu)
Fax: (0355) 43 09 01 37
Funk 0176 / 10 22 35 46
E-Mail: info@menschenrechtszentrum-cottbus.de


Chronologie des Verkaufs des Gefängnisses Cottbus 2007/2008:

30. Januar 2008 : Weg für Menschenrechtszentrum im Gelände der StVE Cottbus frei
Grundstück an neuen Verein übertragen Lausitzer Rundschau | Der Cottbuser Oberbürgermeister dazu:

„Die Nutzungsvereinbarung zwischen der Stadt Cottbus und dem Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. zur Entwicklung einer Gedenkstätte auf der Fläche der früheren Justizvollzugsanstalt wurde gestern unterzeichnet. Das ist nur scheinbar ein formaler Verwaltungsakt. Mit der Nutzungsvereinbarung bekennen sich die Stadt und ihre Bürger zu einem schwierigen Kapitel der jüngeren Geschichte. Cottbus überlässt dem Menschenrechtszentrum nicht nur Teile der ehemaligen Haftanstalt. Sie übernimmt auch Verantwortung für die Gestaltung der Stätte des Gedenkens. Das 1860 fertiggestellte Gefängnis war in seiner langen Geschichte zwei Mal ein Ort der Vollstreckung von Unrechtsurteilen, ein Ort der Rechtsbeugung, von Misshandlung und Willkür. Jetzt sind die Grundlagen für die Entstehung einer würdigen Gedenkstätte vorhanden. Ziel ist nicht nur ein Ort des Gedenkens an die Opfer zweier Diktaturen. Anliegen des Zentrums, der Stadt und der ehemaligen Häftlinge ist auch die Menschenrechtsarbeit für Verfolgte in gegenwärtigen Diktaturen.“ Der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski, 44. Stadtverordnetenversammlung am 30. Januar 2008

Gefängnis für 310.000 Euro an Uwe Harzdorf versteigert | Besucheranfragen nur noch über ihn: www.alte-jva.de
Presseveröffentlichungen Dezember
2007: Welt | MOZ |

Auktionator hält Gefängniskäufer für seriös
Nach der Versteigerung des früheren Cottbuser Gefängnisses für politische Gefangene in der DDR hat Chefauktionator Mark Karhausen keinen Zweifel an der Seriosität des Käufers. Der private Investor, der am Samstag den Zuschlag für 310 000 Euro erhielt, «weiß, was er tut», sagte Karhausen am Sonntag der dpa. «Er hat ein paar Ideen, was er mit der Liegenschaft machen will, diese seien aber noch nicht ausgereift», habe ihm der gebürtige Cottbuser erklärt. Auch wolle sich der Käufer mit dem Verein absprechen, der auf einer nicht versteigerten Teilfläche eine Bildungsstätte zum DDR-Unrecht errichten will. (dpa, 09.12.2007)

Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. gegründet
(LR/20cent, 12.11.2007) -
Das neu gegründete Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. will sich in den kommenden Tagen an die Brandenburger Landesregierung, den Cottbuser Oberbürgermeister und die Stadtverordneten wenden. Der Verein sucht bei den Politikern Unterstützung für die Schaffung einer Bildungs- und Begegnungsstätte zur Erinnerung an das Schicksal politischer DDR-Häftlinge in Cottbus. Das kündigte der Vereinsvorsitzende und Brandenburger CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski an. 30 Menschen hatten das Menschenrechtszentrum am Mittwochabend gegründet. Zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden wurde Hugo Diederich (VOS) gewählt.
Der Verein will Teile oder das gesamte Gelände der ehemaligen Haftanstalt in der Bautzener Straße als Begegnungsstätte nutzen. Das Cottbuser Gefängnis war nach Bautzen die zweitgrößte DDR-Haftanstalt für politische Gefangene. Die Gebäude stehen seit Jahren leer und verfallen. Das Menschenrechtszentrum Cottbus will nun die Schicksale einzelner Inhaftierter sammeln.

(dpa/bb) 31. Okt. 2007 - Das Land Brandenburg will die Aufarbeitung der DDR-Diktatur mehr als bisher ins Bewusstsein rücken. Deshalb werde das Kabinett in der nächsten Woche ein Konzept zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der DDR-Diktatur verabschieden, sagte Kulturministerin Johanna Wanke (CDU) der «Märkischen Oderzeitung». Wanka verteidigte den Beschluss, auch in Cottbus eine Erinnerungsstätte zu schaffen. Dort gebe es bei der Aufarbeitung im Gegensatz zu Potsdam oder Frankfurt (Oder) etwa Nachholbedarf. Auch das Zentrum für zeithistorische Forschung werde klare Akzente bei der Aufarbeitung der DDR-Diktatur setzen.

Bisher 1000 Unterschriften unter Cottbuser Erklärung zu SED-Diktatur
Cottbus
(dpa/bb, 10.10.2007) - Rund 1000 Menschen haben bislang ihre Unterschrift unter die am Sonntag verabschiedete Cottbuser Erklärung für eine stärkere Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur gesetzt. Dazu gehört der gesamte Vorstand der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag einschließlich des Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder.
Auch aus der Landesregierung Brandenburgs habe es positive Resonanz gegeben, sagte einer der Organisatoren, der CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski, am Mittwoch laut einer Mitteilung. Er hatte als politischer Häftling im Cottbuser DDR-Gefängnis eingesessen.
© Die Welt

Ehem. Gefangene besuchen die StVE Cottbus 2006


Besichtigung November 2006
mit Unterstützung des Berliner Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen www.Berlin.de/Lstu


Besichtigung am 7. Oktober 2007 mit Unterstützung der CDU Havelland (unten)
400 Menschen kamen . . .

LR-Bericht vom Häftlingsbesuch
Cottbuser Erklärung verabschiedet

Gefängnis cottbus

Das vergessene Gefängnis
Artikel im Tagesspiegel vom 6.Okt.2007
Cottbuser Erklärung verabschiedet
Artikel in der Lausitzer Rundschau

Nooke, Faust, Dombrowski

Häftlinge Cottbus

(Bild links) Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke; MdL Dieter Dombrowski (CDU) und der ehem. politische Gefangene Siegmar Faust. Der Schriftsteller ist seit Mai 2008 ehrenamtlicher Geschäftsführer im Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.

DDR-Häftlinge in Cottbus

Das am 31.10.2007 in Cottbus neu gegründete Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. sucht bei Politikern Unterstützung für die Schaffung einer Bildungs- und Begegnungsstätte zur Erinnerung an das Schicksal politischer DDR-Häftlinge in Cottbus.
Das Cottbuser Gefängnis war die zweitgrößte DDR-Haftanstalt für politische Gefangene. Die Gebäude stehen seit Jahren leer und verfallen.
Das Menschenrechtszentrum Cottbus will nun zunächst möglichst viel Material über die Geschichte dieses Gefängnisses, sowie der Cottbuser Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit und Schicksale einzelner Inhaftierter sammeln. (LR/sim)

Bilder von der Mitgliederversammlung des MRZ Cottbus e.V. im März 2008

CDU-Landtagsabgeordnete helfen

Strafvollzugsanstalt Cottbus, Bautzener Straße
Von 1933 bis 1945 und danach wieder von 1945 bis 1989 waren hier regelmäßig politische Häftlinge untergebracht. Bis 1979 wurden im Keller sog. "U-Boot-Zellen" betrieben, bis zum Ende der DDR im 2. Stock (linker Flügel, Bild rechts) die sog. "Tigerkäfige" - Einzelhaftzellen, in denen innen Fenster und Tür doppelt mit durchgehenden Gitterstäben abgeteilt waren.
Insbesondere zwischen 1945 und 1989 saßen hier jährlich 300 - 500 meist junge Häftlinge aus den Prozessen des NKWD, der GPU und des DDR-Staatssicherheitsdienstes.

Untersuchungshaftanstalt Am Spreeufer,
hinter dem Amts- und Landgericht Cottbus:
Ehemaliges Gefängnis des NKWD/GPU, später UHA des Staatssicherheitsdienstes. Hier wurden viele unschuldige Menschen vom MfS als Untersuchungsorgan auf perfide, später oft psychologische Weise gequält und als angebliche Staatsfeinde zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt.

copyright: Brauckmann, 1986

Essenskübel in der Haftanstalt Cottbus, die bis 1989 noch zur Essensausgabe für politische Häftlinge benutzt wurden.

In den DDR-Gefängnissen leisteten die politischen Häftlinge offenen und versteckten Widerstand, wie eine Untersuchung der Birthler-Behörde (BStU) dokumentiert.

Kuebel
  Fenster zum Hof Fenster zum Hof:
Blick aus den Arbeitsräumen des VEB Pentacon Dresden (Produktionsräume innerhalb der Haftanstalt) zum Gebäudetrakt der "Erziehungsbereiche" EB 3 - 9, in dem vorwiegend politische Häftlinge gefangengehalten wurden. Der Baum wurde erst nach 1989 gepflanzt.
         
MfS-UHA Cottbus MfS-UHA Cottbus copyright: Brauckmann, 1986
Ehem. Gefängnis des NKWD/GPU, später UHA des Staatssicherheitsdienstes Cottbus (hinter dem Amtsgericht, Am Spreeufer) - Links an der Hofeinfahrt: Kleine Gedenktafel seit 3.12.1993 Ehem. Gefängnis des NKWD/GPU, später die UHA des Staatssicherheitsdienstes,
Am Amtsteich/Am Spreeufer) Posten-Laufgitter des "Freiganges" in der Einzelhaft
Ehem. StVE Cottbus, Bautzener Straße (hinter der Zentralredaktion der "Lausitzer Rundschau")
Eine seltene Aufnahme von 1986.

Verkehrsverbindung:
Bahn bis Bahnhof Cottbus, Straßenbahn ins Stadtzentrum oder 15 min Fußweg bis hinter die Kreuzung - unter der Brücke rechts halten.

Gedenktafel hinter dem Amtsgericht Cottbus, an der Hofeinfahrt zum ehemaligen Zellentrakt
Von 1945 bis 1950 Gefängnis des NKWD, Am Amtsteich (am Spreeufer), fast im Stadtzentrum von Cottbus

Gedenkstein der Gruppe ehem.polit. Häftlinge vor der ehemaligen Haftanstalt Cottbus an der Bautzener Straße,
am ersten Zaun vor dem Eingang zum Zuchthaus

Kurze Geschichte der Strafvollzugseinrichtung Cottbus in der DDR:

Von 1933 bis 1945 und danach wieder von 1945 bis 1989 waren hier stets politische Häftlinge untergebracht. Nach 1945 Wiederaufbau des sogenannten Zentralgefängnisses Cottbus für 600 Insassen durch die Justizverwaltung.Januar 1951: Übernahme der Haftanstalt Cottbus durch die Volkspolizei der DDR.Juni 1953: Wegen des Volksaufstandes mußten die Haftarbeitslager Preschen und Drewitz geräumt und die Häftlinge in die nahegelegene Haftanstalt Cottbus gebracht werden. Die Belegung wuchs deshalb sprunghaft auf rund 2.500 Personen an.
Diese drangvolle Enge und die Hoffnung auf politischen Wandel führten zu einer "aufrührerischen Stimmung". Etwas 300 Inhaftierte organisierten einen Hungerstreik, der erst nach zwei Tagen niedergeschlagen werden konnte. Die "Rädelsführer" wurden dann strafrechtlich zur Verantwortung gezogen.
1961: Verlegung der Untersuchungshaftanstalt Cottbus in die Haftanstalt Cottbus, in der seinerzeit vorwiegend Häftlinge mit Freiheitsstrafen von unter drei Jahren einsaßen. In den späten sechziger und siebziger Jahren schwankte die Belegung der Haftanstalt zwischen 800 und 1.200 Insassen. Die Zahl der politischen Häftlinge unter ihnen wird auf ca. 600 geschätzt.Oktober 1978: Der politische Häftling Werner Greifendorf (wegen eines Antrages auf Ausreise aus der DDR inhaftiert) versuchte sich aus Verzweiflung im Hof der Haftanstalt selbst zu verbrennen. Im Krankenhaus erlag er später seinen schweren Brandverletzungen.In den achtziger Jahren wurden die Häftlinge fast ausnahmslos zur Zwangsarbeit eingesetzt und mußten in verschiedenen Betrieben Kunststoffteile schleifen, Polstermöbel herstellen oder Aluminiumteile für Pentacon - Spiegelreflexkameras für den Westexport entgraten und montieren. In Schichtarbeit wurden enorme Arbeitsnormen verlangt. Wer die nicht erfüllen konnte, kam in Einzelhaft in sogenannte "Tigerkäfige", in denen der Zugang zu Tür und Fenster durch innerhalb der Zellen eingezogene Gitter verhindert wurde.
Unter den Häftlingen befanden sich in den achtziger Jahren zahlreiche Ausreisewillige aus der DDR, von denen jährlich ca. 1200 durch "Freikauf" in die Bundesrepublik Deutschland gelangten.


Ansprechpartner
: CHG - Cottbuser Häftlingsgemeinschaft

Kontaktaufnahme bitte über e-mail: CHGcottbus @ yahoo.de

Weitere Links zum DDR-Zuchthaus Cottbus hier:
Unsere Frauen waren Frauen von Hoheneck in der UOKG | BLOG
Fotos aus dem Gefängnis Cottbus NEU
Homepage der Frauen von Hoheneck
Zeitzeugenberichte von K. in Cottbus
Fotos vom Gefängnis Cottbus heute


"Lausitzer Rundschau" vom 8. November 2002:

Politische Häftlinge des Cottbuser Gefängnisses erinnern sich

Eine öffentliche Gesprächsrunde zum Thema "Damit die Erinnerung nicht abreißt..." fand am 8.11.2002 im Cottbuser Forum der RUNDSCHAU, Straße der Jugend 54, statt. Zeitzeugen, die aus politischen Gründen im Cottbuser Strafvollzug inhaftiert waren, berichteten von ihren Erfahrungen.
Zu Beginn des Abends stellt Dr. Tobias Wunschik, Mitarbeiter in der Abteilung Bildung und Forschung der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, die Einflussnahme des Mielke-Apparates auf den DDR-Strafvollzug aus historischer Sicht dar: Forschungsarbeit:

DER GANZE ARTIKEL HIER

Übersicht der BStU: Widerstand in DDR-Gefängnissen

 


UNSERE BUCHEMPFEHLUNG :

Mit 21 Jahren, wenige Tage vor der geplanten Hochzeit, wird der Autor aus seinem bisherigen Leben gerissen. Auf dem Wege zu seiner letzten Prüfung verhaftet die DDR-Staatssicherheit den Pädagogikstudenten wegen "staatsfeindlicher Hetze". Einzelhaft und Verhöre folgen. Sein erster Zellengenosse berichtet vom Häftlingsfreikauf.

Das Buch schildert, wie sich Menschen unter extremem Druck verhalten. Es liefert Innenansichten der untergegangenen DDR und ihrer Zuchthäuser. Der Autor erinnert daran, daß die Aufarbeitung dieses Kapitels deutscher Geschichte noch nicht abgeschlossen ist.


Bernd Pieper: 'Roter Terror' in Cottbus. 17 Monate in Gefängnissen der DDR. Tykve Verlag September 1997, 250 Seiten, 16 Euro (Restauflage)
ISBN: 3925434917
Bestellungslink in der Internet-Buchhandlung:
Buchhandlung89.de
Bestellung beim Verlag:
Anita Tykve Verlag, Kladower Damm 306 14089 Berlin Tel./Fax: 030 36808159

Buch:  "Roter Terror in Cottbus"
Hubert Schulze, genannt RT
Oberwachtmeister Hubert Schulze, genannt "RT" (Roter Terror) wurde 1996 zu 2,8 Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt, die er im offenen Vollzug in Berlin-Plötzensee abbüsste.
 
StVE Cottbus Winter 2005

Die ehemalige DDR-Strafvollzugseinrichtung Cottbus im Winter 2005. Sie ist jetzt eine Ruine.