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CHG Kontakt: CHGcottbus@yahoo.de |
Die Cottbuser Häftlingsgemeinschaft
(CHG) ist ein Interessenverband ehemaliger politischer Verfolgter aus dem Zuchthaus
Cottbus.
Sie ist Träger der politischen Bildung zur Stabilisierung der Demokratie,
Freiheit und Menschenwürde in Deutschland.
Die CHG arbeitet mit dem Verein Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. inhaltlich zusammen.
Das Zuchthaus und die DDR-Strafvollzugseinrichtung Cottbus
| Buchempfehlungen zur StVE Cottbus |
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Das Buch schildert, wie sich Menschen unter extremem Druck verhalten. Es liefert Innenansichten der untergegangenen DDR und ihrer Zuchthäuser. Der Autor erinnert daran, daß die Aufarbeitung dieses Kapitels deutscher Geschichte noch nicht abgeschlossen ist. |
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Veranstaltungen im Jahr 2009
um die ehemalige politische Haftanstalt Cottbus
Künstler in Gefangenschaft - Gefangene, die zu Künstlern wurdenEine Ausstellung von bildenden Künstlern, die einst als Politische im Gefängnis saßen.
6.-7. November 2009 im Evangelisches Zentrum Cottbus, Gertraudtenstr. 1
Der Liedermacher und Vorsitzende der Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft, Eckehard Maaß, würzt das Ganze mit einer musikalischen Einlage. Verantwortlich für diesen anschaulichen Teil unseres Programms ist die Kunstwissenschaftlerin Anna Schädlich (jüngste Tochter des aus der DDR ausgebürgerten Schriftstellers Hans-Joachim Schädlich), die sich schon jetzt in die Vorbereitung hervorragend eingebracht hat. Lesung und Ausstellung kleinformatiger Grafiken des Malerpoeten Jürgen K. Hultenreich.
In der spätgotischen dreischiffigen Cottbusser Oberkirche aus Backstein referiert die Bundesbeauftragten der Stasi-Unterlagen (Marianne Birthler), danach Podiumsgespräch. Danach bitte ich alle Kameraden, Freunde und Gäste in die beiden uns zugewiesenen Kapellenanbauten neben dem Hauptschiff, wo auf der einen Seite
Schauspielstudenten unter der Regie von Ines Geipel gestalten eine szenische Lesung zu ehemals verbotenen Autoren. Weitere, in Cottbus inhaftierte Autoren wie Gabriel Berger, Axel Reitel und Gerald K. Zschorsch, werden musikalisch begleitet von Heinz-Martin Benecke und Eckehard Maaß. Der Schrriftsteller Siegmar Faust liest aus der illegalen Knast-Zeitung „Armes Deutschland“, die auf der untersten Katakomben-Ebene des Zuchthauses Cottbus mehrere geheime Auflagen erlebte.
Weitere Autoren mit politischer Hafterfahrung, wie Siegfried Heinrichs, Wolfgang Hinkeldey, Ulrich Schacht, Michael Sallmann und der Liedermacher, Kabarettist und Schauspieler Heinz-Martin Benecke traten auf am
Sonnabend, dem 7. November ab 15 Uhr im Menschenrechtszentrum Cottbus (Bautzener Straße 139)
Ehemalige politische Häftlinge wollen 14 Uhr vor dem Gebäude der ehemaligen Stasi-U-Haftanstalt, dem heutigen Landgericht Cottbus, bei der Enthüllung bei einer vom Amtsgerichtsdirektor Rupieper angeregten Gedenktafel zu Ehren der Opfer politischer Verfolgung bis 1990 dabei sein.
120 Stasi-Opfer besuchten am 17.9.2009 die DDR-Haftanstalt Cottbus -
Kranzniederlegung und Diskussion mit Politikern und Schülern ![]()
VIDEO-Bericht der Lausitzer Rundschau (4min)
VIDEO der ARD: Opfer-Täter-Gespräch im Potsdamer Landtag
Neues BLOG zum Zuchthaus Cottbus
Am Donnerstag, den 17.09.2009 besuchten etwa 60 ehemalige politische Häftlinge aus der Region Berlin-Brandenburg sowie mehrere Gymnasialklassen gemeinsam die frühere DDR-Haftanstalt Cottbus in der Bautzener Straße 139. Nach einem Rundgang und einer Kranzniederlegung am Gedenkstein der Haftanstalt fand dort eine Diskussionsrunde statt. Auf dem Podium:
- Staatssekretär Clemens Appel (SPD), Leiter der Staatskanzlei Brandenburg
- Mario Laurischk, Cottbuser CDU-Bundestagskandidat
- Dr. Martina Münch, Cottbuser SPD-Landtagsabgeordnete
- Siegmar Faust, ehemaliger politischer Häftling in CottbusDas Projekt im 20. Jahr des Mauerfalls wurde von der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) organisiert und vom Land Brandenburg finanziert.
Lausitzer Rundschau - Förderung der Gedenkstätte angemahnt (August 2009)
Lausitzer Rundschau - Schüler, Politiker und ehemalige Häftlinge (September 2009)
2. Mitglieder-Treffen in der ehemaligen politischen Haftanstalt Cottbus
Das Menschenrechtszentrums Cottbus e.V. lud herzlich ein zum erweiterten Mitgliedertreffen
am Donnerstag, 25. Juni 2009, 15:00 Uhr in 03050 Cottbus, Bautzener Straße 139
Ein viel größerer Versammlungsraum im Obergeschoss des Gebäudes stand zur Verfügung, so daß es nicht mehr so beengt war. Der Eintritt war frei. Mehr Informationen: (0355) 48 38 33 3
Aufruf : Suche nach Zeitzeugen aus der Haftanstalt Cottbus!Ein Berliner Journalist, der sich seit längerem intensiv mit DDR-Opfer-Schicksalen beschäftigt, bereitet in den nächsten 2 Jahren eine umfangreiche Publikation über Erlebnisse und Haftbedingungen zur Gesamtgeschichte der politischen Haftanstalt in Cottbus vor. Wer seine Erlebnisse in der Haftanstalt Cottbus, vor allem nach 1945, für diese geplante Buchveröffentlichung schildern möchte, wendet sich bitte per eMail an: cottbus-knast@gmx.de - Bitte die Erinnerungen so konkret wie möglich (Daten, Namen, Jahr) aufschreiben. Bitte unbedingt auch aktuelle Kontaktmöglichkeiten wie Namen, Adresse und Telefonnummer für weitere Rückfragen des Journalisten angeben. Auf Wunsch werden die Erlebnisse auch vertraulich behandelt.
Aufruf : Wer kennt diese Haftkameraden ?Wer kennt diese früheren Haftkameraden, die im Jahre 2002 während eines Besuchs in der ehemaligen Haftanstalt Cottbus Video-Interviews gaben, ohne daß ihre Namen eingeblendet wurden? Wer kann Kontakt zu ihnen herstellen? Hinweise bitte per eMail an: cottbus-knast@gmx.de oder tomas.kittan@bz-berlin.de
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Veranstaltungen im Jahr 2008
um die ehemalige politische Haftanstalt Cottbus
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Chronologie des Verkaufs des Gefängnisses Cottbus 2007/2008:
30. Januar 2008 : Weg für Menschenrechtszentrum im Gelände der StVE Cottbus frei
Grundstück an neuen Verein übertragen Lausitzer Rundschau | Der Cottbuser Oberbürgermeister dazu:„Die Nutzungsvereinbarung zwischen der Stadt Cottbus und dem Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. zur Entwicklung einer Gedenkstätte auf der Fläche der früheren Justizvollzugsanstalt wurde gestern unterzeichnet. Das ist nur scheinbar ein formaler Verwaltungsakt. Mit der Nutzungsvereinbarung bekennen sich die Stadt und ihre Bürger zu einem schwierigen Kapitel der jüngeren Geschichte. Cottbus überlässt dem Menschenrechtszentrum nicht nur Teile der ehemaligen Haftanstalt. Sie übernimmt auch Verantwortung für die Gestaltung der Stätte des Gedenkens. Das 1860 fertiggestellte Gefängnis war in seiner langen Geschichte zwei Mal ein Ort der Vollstreckung von Unrechtsurteilen, ein Ort der Rechtsbeugung, von Misshandlung und Willkür. Jetzt sind die Grundlagen für die Entstehung einer würdigen Gedenkstätte vorhanden. Ziel ist nicht nur ein Ort des Gedenkens an die Opfer zweier Diktaturen. Anliegen des Zentrums, der Stadt und der ehemaligen Häftlinge ist auch die Menschenrechtsarbeit für Verfolgte in gegenwärtigen Diktaturen.“ Der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski, 44. Stadtverordnetenversammlung am 30. Januar 2008
Gefängnis für 310.000 Euro an Uwe Harzdorf versteigert | Besucheranfragen nur noch über ihn: www.alte-jva.de
Presseveröffentlichungen Dezember 2007: Welt | MOZ |Auktionator hält Gefängniskäufer für seriös
Nach der Versteigerung des früheren Cottbuser Gefängnisses für politische Gefangene in der DDR hat Chefauktionator Mark Karhausen keinen Zweifel an der Seriosität des Käufers. Der private Investor, der am Samstag den Zuschlag für 310 000 Euro erhielt, «weiß, was er tut», sagte Karhausen am Sonntag der dpa. «Er hat ein paar Ideen, was er mit der Liegenschaft machen will, diese seien aber noch nicht ausgereift», habe ihm der gebürtige Cottbuser erklärt. Auch wolle sich der Käufer mit dem Verein absprechen, der auf einer nicht versteigerten Teilfläche eine Bildungsstätte zum DDR-Unrecht errichten will. (dpa, 09.12.2007)Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. gegründet
(LR/20cent, 12.11.2007) - Das neu gegründete Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. will sich in den kommenden Tagen an die Brandenburger Landesregierung, den Cottbuser Oberbürgermeister und die Stadtverordneten wenden. Der Verein sucht bei den Politikern Unterstützung für die Schaffung einer Bildungs- und Begegnungsstätte zur Erinnerung an das Schicksal politischer DDR-Häftlinge in Cottbus. Das kündigte der Vereinsvorsitzende und Brandenburger CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski an. 30 Menschen hatten das Menschenrechtszentrum am Mittwochabend gegründet. Zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden wurde Hugo Diederich (VOS) gewählt.
Der Verein will Teile oder das gesamte Gelände der ehemaligen Haftanstalt in der Bautzener Straße als Begegnungsstätte nutzen. Das Cottbuser Gefängnis war nach Bautzen die zweitgrößte DDR-Haftanstalt für politische Gefangene. Die Gebäude stehen seit Jahren leer und verfallen. Das Menschenrechtszentrum Cottbus will nun die Schicksale einzelner Inhaftierter sammeln.(dpa/bb) 31. Okt. 2007 - Das Land Brandenburg will die Aufarbeitung der DDR-Diktatur mehr als bisher ins Bewusstsein rücken. Deshalb werde das Kabinett in der nächsten Woche ein Konzept zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der DDR-Diktatur verabschieden, sagte Kulturministerin Johanna Wanke (CDU) der «Märkischen Oderzeitung». Wanka verteidigte den Beschluss, auch in Cottbus eine Erinnerungsstätte zu schaffen. Dort gebe es bei der Aufarbeitung im Gegensatz zu Potsdam oder Frankfurt (Oder) etwa Nachholbedarf. Auch das Zentrum für zeithistorische Forschung werde klare Akzente bei der Aufarbeitung der DDR-Diktatur setzen.
Bisher 1000 Unterschriften unter Cottbuser Erklärung zu SED-Diktatur
Cottbus (dpa/bb, 10.10.2007) - Rund 1000 Menschen haben bislang ihre Unterschrift unter die am Sonntag verabschiedete Cottbuser Erklärung für eine stärkere Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur gesetzt. Dazu gehört der gesamte Vorstand der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag einschließlich des Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder.
Auch aus der Landesregierung Brandenburgs habe es positive Resonanz gegeben, sagte einer der Organisatoren, der CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski, am Mittwoch laut einer Mitteilung. Er hatte als politischer Häftling im Cottbuser DDR-Gefängnis eingesessen. © Die Welt
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Das
vergessene Gefängnis |
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(Bild links) Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke; MdL Dieter Dombrowski (CDU) und der ehem. politische Gefangene Siegmar Faust. Der Schriftsteller ist seit Mai 2008 ehrenamtlicher Geschäftsführer im Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. |
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Das am 31.10.2007
in Cottbus neu gegründete Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
sucht bei Politikern Unterstützung für die Schaffung einer Bildungs-
und Begegnungsstätte zur Erinnerung an das Schicksal politischer DDR-Häftlinge
in Cottbus. Bilder
von der Mitgliederversammlung des MRZ Cottbus e.V. im März 2008 |
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Verkehrsverbindung:
Bahn bis Bahnhof Cottbus, Straßenbahn ins Stadtzentrum oder 15 min Fußweg bis hinter die Kreuzung - unter der Brücke rechts halten.
Gedenktafel hinter dem Amtsgericht Cottbus, an der Hofeinfahrt zum ehemaligen Zellentrakt
Von 1945 bis 1950 Gefängnis des NKWD, Am Amtsteich (am Spreeufer), fast im Stadtzentrum von CottbusGedenkstein der Gruppe ehem.polit. Häftlinge vor der ehemaligen Haftanstalt Cottbus an der Bautzener Straße,
am ersten Zaun vor dem Eingang zum Zuchthaus
Kurze Geschichte der Strafvollzugseinrichtung Cottbus in der DDR:
Von 1933 bis 1945 und danach wieder von 1945 bis 1989 waren hier stets politische Häftlinge untergebracht. Nach 1945 Wiederaufbau des sogenannten Zentralgefängnisses Cottbus für 600 Insassen durch die Justizverwaltung.Januar 1951: Übernahme der Haftanstalt Cottbus durch die Volkspolizei der DDR.Juni 1953: Wegen des Volksaufstandes mußten die Haftarbeitslager Preschen und Drewitz geräumt und die Häftlinge in die nahegelegene Haftanstalt Cottbus gebracht werden. Die Belegung wuchs deshalb sprunghaft auf rund 2.500 Personen an.
Diese drangvolle Enge und die Hoffnung auf politischen Wandel führten zu einer "aufrührerischen Stimmung". Etwas 300 Inhaftierte organisierten einen Hungerstreik, der erst nach zwei Tagen niedergeschlagen werden konnte. Die "Rädelsführer" wurden dann strafrechtlich zur Verantwortung gezogen.1961: Verlegung der Untersuchungshaftanstalt Cottbus in die Haftanstalt Cottbus, in der seinerzeit vorwiegend Häftlinge mit Freiheitsstrafen von unter drei Jahren einsaßen. In den späten sechziger und siebziger Jahren schwankte die Belegung der Haftanstalt zwischen 800 und 1.200 Insassen. Die Zahl der politischen Häftlinge unter ihnen wird auf ca. 600 geschätzt.Oktober 1978: Der politische Häftling Werner Greifendorf (wegen eines Antrages auf Ausreise aus der DDR inhaftiert) versuchte sich aus Verzweiflung im Hof der Haftanstalt selbst zu verbrennen. Im Krankenhaus erlag er später seinen schweren Brandverletzungen.In den achtziger Jahren wurden die Häftlinge fast ausnahmslos zur Zwangsarbeit eingesetzt und mußten in verschiedenen Betrieben Kunststoffteile schleifen, Polstermöbel herstellen oder Aluminiumteile für Pentacon - Spiegelreflexkameras für den Westexport entgraten und montieren. In Schichtarbeit wurden enorme Arbeitsnormen verlangt. Wer die nicht erfüllen konnte, kam in Einzelhaft in sogenannte "Tigerkäfige", in denen der Zugang zu Tür und Fenster durch innerhalb der Zellen eingezogene Gitter verhindert wurde.
Unter den Häftlingen befanden sich in den achtziger Jahren zahlreiche Ausreisewillige aus der DDR, von denen jährlich ca. 1200 durch "Freikauf" in die Bundesrepublik Deutschland gelangten.
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