DEMOKRATIE
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MENSCHENWÜRDE
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| Die Hafthäuser des Zuchthauses bzw. der DDR-Strafvollzugseinrichtung Cottbus wurden durch das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. erworben, um dort die "Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus" mit einer Dauerausstellung und einem Tagungszentrum zu errichten. | Nach 20 Jahren endlich Aufarbeitung unter dem roten Adler: Die Brandenburger Enquete-Kommission tagte Ende 2010 auch im Zuchthaus Cottbus |
| Buchempfehlungen zu politischer Haft in Cottbus |
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Das Buch schildert, wie sich Menschen unter extremem Druck verhalten. Es liefert Innenansichten der untergegangenen DDR und ihrer Zuchthäuser. Der Autor erinnert daran, daß die Aufarbeitung dieses Kapitels deutscher Geschichte noch nicht abgeschlossen ist. |
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Veranstaltungen im Jahr 2011-12 um die ehemalige politische Haftanstalt Cottbus
12. Dezember 2011 Denkmalseröffnung in der StVE CottbusDas Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. eröffnete am Internationalen Tag der Menschenrechte ein aus Ziegelsteinen mit den Namen der Mauertoten gemauertes Denkmal des ehemaligen Cottbus-Häftlings Gino Kuhn. Viele Cottbuser Firmen und Einzelspender hatten dieses Projekt möglich gemacht.
An den in den dunklen Himmel aufragenden Händen wird der an der deutsch-deutschen Grenze erschossenen Opfer der deutschen Teilung gedacht. Auf dem Platz vor dem Zugang für neu eingelieferte Gefangene, der Wirkungsstätte des verurteilten sadistischen Wärters "Roter Terror", sprach der CDU-Politiker Dieter Dombrowski von persönlichen Erlebnissen seiner Haftzeit und der verzerrten gesellschaftlichen Wahrnehmung des DDR-Unrechts. Vertreter der Stadt Cottbus sprachen vom "Unrechtsstaat DDR ohne Wenn und Aber".
Auch den Blutopfern in der nationalsozialistischen Ära des Zuchthauses wurde gedacht. Bürgerrechtler Christoph Polster hielt eine Andacht, und Karin Gueffroy, Mutter eines an der DDR-Grenze erschossenen Jungen, sprach beeindruckend kurz und ehrlich von der Notwendigkeit von Sühne und Erkenntnis.
Ein symbolischer Stuhl blieb leer: Für den chinesische Nobelpreisträger und politischen Häftling, den zu 11 Jahren Lagerhaft verurteilten Liu Xiaobo.
Mit einer Weihnachtsfeier für ehemalige Gefangene klang im Menschenrechtszentrum das turbulente Jahr 2011 aus.Bei der Denkmalseröffnung von Cottbushäftlings Gino Kuhn (links mit weißer Kappe) trafen Dieter Dombrowski und Karin Gueffroy auf Cottbuser Bürger und Mitglieder der Linkspartei.
Die Söhne und Enkel von Kurator Siegmar Faust spielten für die früheren politischen Häftlinge Weihnachtslieder
8. Cottbuser Häftlingstreffen und Mitgliederversammlung am 15. Oktober 2011
Heiße Debatten i n der Mitgliederversammlung über die Rolle von Mitgliedern extremistischer Parteien.Der Fernsehautor und ehemalige Cottbus-Häftling
Axel Reitel las aus seinen Erinnerungen. Sylvia Wähling begrüßte das große Interesse der Cottbuser Bürger in der "Nacht der kreativen Köpfe"Das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. veranstaltete seine Mitgliederversammlung im Oktober 2011 letztmalig in den alten Räumen im Gebäude vor dem früheren Gefängnis.
Im Anschluß öffnete das Menschenrechtszentrum seine Türen für das 8. Cottbuser Häftlingstreffen sowie abends bis Mitternacht für die Besucher der Cottbuser "Nacht der kreativen Köpfe". Die Zeitzeugen Gabriel Berger und Axel Reitel lasen aus ihren Büchern, davor wurde eine gut gemachte ZDF-Dokumentation aus den 70er Jahren zu den Haftbedingungen politischer Häftlinge im Zuchthaus Cottbus gezeigt, die der Kurator Siegmar Faust moderierte. Der städtische shuttle-Bus der Kreativnacht hielt direkt vor dem Zuchthaus, das starke Interesse der Cottbuser Bevölkerung war ein gutes Zeichen für den Aufbau der künftigen "Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus". Ein kleines Pfadfinderlager der CPD auf dem Gelände servierte preiswert eine köstliche Boullion und eine Menschenrechtsorganisation sammelte unter dem Motto "think ink" Unterschriften gegen die Hinrichtung eines Christen im Iran.
Information über das Menschenrechtszentrum Cottbus
Blick aus dem Erziehungsbereich EB 7 auf Sprela Mehr als 40 Häftlinge versammelten sich im MRZ
Andreas Schirneck sang früher verbotene Lieder von Renft, Pannach und Zivilcourage7. Cottbuser Häftlingstreffen am 2. Juli 2011
Das 7. Häftlingstreffen fand im Cottbuser Menschenrechtszentrum Anfang Juli 2011 statt. Vor 40 Teilnehmern erinnerte der Thüringer Folksänger Andreas Schirneck musikalisch an die im Jahr 2006 verstorbene Rocklegende Klaus Renft, mit dem er auftrat. Er sang neben den Renft-Klassikern auch weitere staatskritische Songs von Gerulf Pannach.
Nach dem Häftlingstreffen schloss sich die Seminarreihe zu aktuellen Diktaturen der Welt an mit dem Thema: Lange Schatten der goldenen Pagoden - Burma (Myanmar). Der Referent von amnesty international stellte mit Unterstützung der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung das ferne asiatische Land in einem umfangreichen Diavortrag vor. Vier Stunden lang wurde zwischen Zuhörern und Referent über die aktuelle Lage im Land sowie die Haftbedingungen für politische Gefangene diskutiert, und was man von Cottbus aus für deren Freilassung tun kann. mehr
Im August fand mit Freiwilligen ein Baulager statt, um das Gelände des Zuchthauses Cottbus aufgeräumt und entgrünt, um den ursprünglichen Zustand zur DDR-Zeit wiederherzustellen.
Menschenrechtszentrum kauft ehemaliges Zuchthaus in Cottbus
Pressemitteilung von dpa zur Unterzeichnung des Kaufvertrags
Cottbus (dpa/bb) 3. Mai 2011 - Der Cottbuser Verein Menschenrechtszentrum hat das Kerngelände des ehemaligen Zuchthauses gekauft. Auf diesem 2,2 Hektar großen Areal sei eine Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsstätte geplant, die die politische Verfolgung der NS-Diktatur und der SED-Unrechtsherrschaft bis zum Fall der Berliner Mauer darstellen soll, sagte der Vereinschef und Brandenburgs CDU-Generalsekretär, Dieter Dombrowski, am 3. Mai.
Auf der Kernfläche, die etwa halb so groß wie das gesamte Gefängnisgelände ist, stehen zwei Hafthäuser und eine Werkstatt. Im August soll mit der Rekonstruktion der Hafthäuser begonnen werden. Sie stehen seit dem Umzug der Justizvollzugsanstalt 2002 in den Stadtteil Dissenchen leer. Geplant ist, die Hafträume für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und Bildungsangebote für Schüler sowie Sonderausstellungen zu erarbeiten.
Das Projekt eines Menschenrechtszentrums soll 2,4 Millionen Euro kosten. Rund 300 000 Euro sind Spenden von Vereinsmitgliedern. Den Restbetrag teilen sich Bund und Land. Die Landesmittel kommen aus dem ehemaligen Vermögen der Partei-und Massenorganisationen der DDR.
Das Zuchthaus wurde in der NS-Zeit als Frauengefängnis genutzt. Zu DDR-Zeiten wurden mehr als 20 000 politische Gefangene inhaftiert, darunter Mitte der 70er Jahre auch Dombrowski. Bis 1990 verbüßten dort etwa 80 Prozent der Häftlinge Strafen aus politischen Gründen.
Die wahrscheinlich letzte noch lebende Gefangene des berüchtigten Cottbuser Frauenzuchthauses vor 1945 Gisèle Guillemot besuchte am 4. Mai 2011 das Menschenrechtszentrum Cottbus und trug sich ins Goldene Buch der Stadt Cottbus ein. --> Artikel in der LR
Staatsminister Neumann gibt Bundesförderung für die „Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus“ frei
Pressemitteilung des Menschenrechtszentrum Cottbus
zur Errichtung einer neuen Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsstätte Zuchthaus CottbusDer Vorsitzende des Vereins Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. Dieter Dombrowski ist am 1.4.2011 vom Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung, Herrn Staatsminister Neumann, über die Bewilligung der Bundesförderung zur Errichtung der Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsstätte im ehemaligen Zuchthaus Cottbus informiert worden. Das Gesamtprojekt hat einen Umfang von ca. 2,3 Mio. Euro. Der Verein Menschenrechtszentrum Cottbus beteiligt sich mit rund 300.000 Euro Eigenmitteln, den Restbetrag teilen sich der Bund und das Land Brandenburg. Die Mittel des Landes Brandenburg kommen aus dem ehemaligen Partei- und Massenorganisationsvermögen der DDR (sog. PMO-Mittel).
Geplant ist am authentischen Ort die Errichtung einer großen Ausstellung über die politische Verfolgung in der NS-Zeit und während der kommunistischen Diktatur. Die Hafträume werden für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und zahlreiche Bildungsangebote und Sonderausstellungen realisiert.
Das Menschenrechtszentrum Cottbus, so der Vorsitzende Dieter Dombrowski, ist sich darüber im Klaren, dass die Umsetzung des Projektes eine große Herausforderung aller beteiligten öffentlichen Stellen, aber auch des Vereins selber ist. Es ist darüber hinaus völlig ungewöhnlich, dass ein Verein, der überwiegend aus ehemaligen politischen Häftlingen der DDR besteht, ein solches Projekt auch mit erheblichen Eigenmitteln realisiert, sowie Eigentümer der Immobilie und Betreiber der Gedenkstätte wird. Ohne die persönliche Unterstützung von Staatsminister Neumann, der auch selber schon vor Ort war, die großzügige Unterstützung der Stadt Cottbus, insbesondere des Oberbürgermeisters Frank Szymanski, und des Potsdamer Kulturministeriums hätte das Projekt keine Chance gehabt.
Weihnachtsfeier 2010 und 3. außerordentliche
Mitgliederversammlung des MenschenrechtszentrumsAus der Einladung des Menschenrechtszentrums:
"Das Jahr geht dem Ende zu. Es war ein bewegtes Jahr für das MRZ. Wir möchten es gemeinsam mit Ihnen ausklingen lassen und laden deshalb ehemalige politische Häftlinge am Dienstag, den 14. Dezember, um 15:00 Uhr zu einem gemütlichen Beisammensein nach Cottbus ins MRZ ganz herzlich ein. Bei Kaffee, Tee, original Dresdner Stollen und einem kulturellen Programm werden wir nochmal auf die Höhepunkte des Jahres zurückblicken und sicherlich viele interessante und bewegende Gespräche miteinander führen. Damit wir besser planen können, bitten wir um eine Anmeldung telefonisch (0355 4838333) oder per Email an info@menschenrechtszentrum-cottbus.de
Die Mitglieder des MRZ sind weiterhin eingeladen zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, den 13. Januar 2011, um 17:00 Uhr in die Räumen des Menschenrechtszentrums Cottbus, Bautzener Straße 139. Das MRZ muß zwei Satzungsänderungen vornehmen, die das Amtsgericht und das Finanzamt vorschreiben (Verwendung der Mittel und Vertretungsberechtigung nach außen). Die Satzungsdetails werden im Einladungsschreiben beigefügt."
Grußwort der Stadt in der Mitgliederversammlung |
Der alte Gedenkstein ist wieder aufgestellt |
Ein Jahr zuvor Ehrung durch den Bürgermeister
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6. Cottbuser Häftlingstreffen und zweite Mitgliederversammlung
des Menschenrechtszentrums
am 16. Oktober 2010
Im Grußwort des Vertreters des Cottbuser Oberbürgermeisters Wieland Eschenburg ging es bereits um Steine: "Jeder, der sich mit den untergegangenen Unrechtsregimes angelegt hat, ist ein Baustein unserer heutigen Unabhängigkeit."
Zur Mitgliederversammlung kamen 27 Mitglieder des Vereins Menschenrechtszentrum Cottbus e.V., darunter sehr viele ehemalige politische Häftlinge und Mitglieder der CHG. In einer Atmosphäre von weitgehender Übereinstimmung wurde ein neuer siebenköpfiger Vorstand gewählt, darunter vier ehemalige politische Häftlinge der DDR. Der neue geschäftsführende Vorstand besteht aus Dieter Dombrowski (MdL, CDU), Sylvia Wähling (geschäftsführende Vorsitzende) und Holger Schiebold (MdK, CDU).
Vom Menschenrechtszentrum wurde ein umfangreiches Gedenkstättenkonzept für den Erwerb der Hafthäuser und die Umwandlung in eine Gedenkstätte vorgestellt. Per Akklamation wurde eine Resolution gegen das Herausreißen des Gedenksteins der VOS für die Opfer zwischen 1933 - 1989 vor der Haftanstalt durch den Privateigentümer vor ca. vier Wochen beschlossen:![]()
Das Problem wurde inzwischen mehrfach in der Lausitzer Rundschau behandelt, daraufhin wurde ein Kompromiss gefunden.
Die weitaus überwiegende Mehrheit der Anwesenden stimmte einem Antrag an den Vorstand zu, Mitglieder und Mitgliedsanträge besonders kritisch zu prüfen, die aus Parteien und Organisationen kommen, die ihre Wurzeln in einer Tradition von Menschenrechtsverletzungen haben. Die neue Satzung wurde nach leichten Korrekturen einstimmig verabschiedet.
Im öffentlichen Teil wurden Führungen durch das Zuchthaus für Interessierte angeboten, was aufgrund eines zeitgleich erschienenen Pressebeitrages der LR gern angenommen wurde. Beim Referat von Matthias Katze (Dresden) "Strafvollzug in der DDR im Licht geheimer Dokumente" war der Saal voll und auch danach wurde noch viel auf den Treppen und in den Raumen der Ausstellung untereinander diskutiert. Da störte selbst der heftige Platzregen nicht, der an diesem Tag die ehemalige Haftanstalt Cottbus überschwemmte.
Zur weiteren Entwicklung schreibt der Rundbrief des Menschenrechtszentrums Cottbus vom 25.November 2011:
"Die Mitgliederversammlung am 16. Oktober hatte eine Resolution zum Gedenkstein, der beschädigt worden war, verabschiedet. Wir hatten sie damals umgehend an den möglichen Verursacher des Schadens weitergeleitet und ihn um die Reparatur bzw. das repräsentative Wiederaufstellen gebeten. Nach sehr konstruktiven Gesprächen mit der Stadt, der VOS - als Eigentümer des Gedenksteins - und dem Eigentümer des Hauses, wo der Stein gestanden hat, kam es zur Reparatur. An dieser Stelle möchte sich das MRZ ganz herzlich für das sehr kooperative Verhalten der Stadtverwaltung bedanken. Die Stadt hat schlichtend gewirkt und schließlich selbst einen Teil der Kosten für den Transport und die Reparatur übernommen. Die andere Hälfte wurde vom Eigentümer des Hauses getragen. Der Gedenkstein steht nun vor unserem Haus und wartet darauf, seine endgültige Stelle vor der zukünftigen Gedenkstätte – dem ehemaligen Gefängnis – bald einzunehmen. Ein herzlicher Dank gilt auch unserem Mitglied, Herrn von der Heyde, der an den Gedenkstein immer wieder Blumen legt."
Der Gedenkstein steht jetzt vor dem Gebäude des Menschenrechtszentrums, die Marmorplatte wurde erneuert und die Lausitzer Rundschau berichtete über die Wiederaufstellung.- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
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| Vorstandsmitglied. S. Faust begrüßt ehemalige Häftlinge | Dr. K.-H. Bomberg singt von der Hoffnung in Haft |
verschweisste Fenster der Entgratungshalle Pentacon |
5. Cottbuser Häftlingstreffen am 30. Juni 2010
13 Uhr: Besichtigungsmöglichkeiten der Ausstellung im Menschenrechtszentrum und des ehemaligen Zuchthauses. Dieses liegt inzwischen auf Privatgelände. Die Begehung geschah auf eigene Gefahr.
15 Uhr: Kaffetrinken im Oberstübchen des Menschenrechtszentrums
16 Uhr: Vortrag und Chansons zum Thema von Dr. med. Karl-Heinz Bomberg:
„Unsichtbare Wunden – Spätfolgen politischer Repression in der DDR“Der Vortrag beschrieb die krankmachenden Folgen der SED-Diktatur. Neben 250.000 politischen Gefangenen, von denen über ein Drittel Traumafolgeschäden aufweisen, gab es so genannte nicht strafrechtliche Repressionen durch flächendeckende Bespitzelung und erheblichen Eingriffen in die persönlichen Belange der Betroffenen. Hier stehen berufliche Benachteiligungen mit zum Teil massiven Brüchen in den Lebensläufen an erster Stelle. Die Zahl der operativen Vorgänge und Personenkontrollen wird auf mindestens 500 000 geschätzt. Weiterhin geht es um die psychologischen Prozesse, die in Extremsituationen wie Haft und permanenter Verfolgung ablaufen und sich daraus ableitende Behandlungsmöglichkeiten. Hierbei ist es wiederum wichtig, ein differenziertes DDR-Bild zu vermitteln. Die positiven Seiten dieser Zeit sind bedeutend für die Ressourcenarbeit in der Therapie und ermöglichen einen Zugang zu blockierten Trauerprozessen.
Dr. med. Bomberg, im OV „Sänger“ selbst Betroffener der DDR-Repression, beschloss den Vortrag mit ausgewählten Lied- und Textbeispielen aus seiner neuen CD: „Wenn sich der Untergrund bewegt“ (mehr hier)
| Besuch der LStU Brandenburg Ulrike Poppe in Cottbus | Häftlinge in der Ausstellung des MR-Zentrum Cottbus |
Besteck politischer Häftlinge im Zuchthaus Cottbus |
4. Cottbuser Häftlingstreffen am 01. April 2010
Das Zuchthaus Cottbus wurde am 1. April 150 Jahre alt. Deshalb fand das 4. Cottbus-Treffen ehemaliger politischer Häftlinge des Zuchthauses diesmal am Gründonnerstag vor Ostern statt. Es versammelten sich ca. 150 Teilnehmer.
Die neue Brandenburger „Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur“ Ulrike Poppe stand an diesem Tag Rede und Antwort zur neugeschaffenen Behörde in Potsdam. Betroffene konnten Unterlagen zu ungelösten Rehabililitierungsproblemen im Land Brandenburg mitzubringen, um sich vor Ort beraten zu lassen.
Auch stand das seit über zwei Jahren einem privaten Investor gehörende Gefängnis wieder einige Stunden offen. Der Verein Menschenrechtszentrum Cottbus bot dort Führungen durch Zeitzeugen an, zudem ließ sich in dem vor der Schleuse stehenden Vereinsgebäude auch neue Räume in der vorläufigen Ausstellung besichtigen.
Der Journalist Dr. Tomas Kittan, einst in Cottbus aufgewachsen, stellte seine Broschüre „Das Zuchthaus Cottbus“ vor, die 2010 in zweiter erweiterter Auflage erschien und für 19,95 € dort direkt gekauft werden konnte. Über die Geschichte des Zuchthauses hielt Dr. Kittan außerdem einen halbstündigen Vortrag. Die Brandenburger Ministerin Dr. Martina Münch versicherte ihre Unterstützung in dem Vorhaben, die Menschenrechtsverletzungen an politischen Häftlingen in der Strafvollzugseinrichtung Cottbus nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Der Vereinsvorsitzende des Menschenrechtszentrums MdL Dieter Dombrowski (Generalsekretär der CDU im Land Brandenburg), beschrieb seine Vorstellungen zur Entwicklung des Geländes. Der Verein ist inzwischen mit dem privaten Erwerber der ursprünglichen Anlage im Gespräch, um das große Innengelände mit allen Gebäuden im Tausch bzw. käuflich zu erwerben.Das Häftlingstreffen bot auch Künstlern Möglichkeiten, die als politische Gefangene in den Zuchthäusern der DDR saßen. Es sollten Musikinstrumente oder eigene Bücher mitgebracht werden, nicht nur zum Verkauf, sondern auch um daraus vorzulesen. Des weiteren gab es an einem Imbissstand Getränke und Essen, und auch geistige Nahrung wurde von der Fachbuchhandlung 89 angeboten: jener Buchhandlung, die sonst Bücher zum Thema in der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen verkauft.
Die Teilnahme war wie immer kostenlos. Anreise auf eigene Kosten. Ein Danke der Geschäftsführung des Menschenrechtszentrums Cottbus für die kurzfristige Organisation dieser Veranstaltung.
Artikel Lausitzer Rundschau vom 2. April 2010: Entwicklungsperspektiven der Gebäude
Artikel Lausitzer Rundschau vom 3. April 2010: Häftlinge berichten traumatische Erlebnisse
Video des Teilnehmers M. Knobloch - Impressionen des ehemaligen Zuchthauses Cottbus
Veranstaltungen im Jahr 2009 um die ehemalige politische Haftanstalt Cottbus
Künstler in Gefangenschaft - Gefangene, die zu Künstlern wurdenEine Ausstellung von bildenden Künstlern, die einst als Politische im Gefängnis saßen.
6. November 2009 bis Januar 2010 im Evangelisches Zentrum Cottbus, Gertraudtenstr. 1
Der Liedermacher und Vorsitzende der Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft, Eckehard Maaß, würzte das Ganze mit einer musikalischen Einlage. Verantwortlich für diesen anschaulichen Teil unseres Programms ist die Kunstwissenschaftlerin Anna Schädlich (jüngste Tochter des aus der DDR ausgebürgerten Schriftstellers Hans-Joachim Schädlich), die sich schon jetzt in die Vorbereitung hervorragend eingebracht hat. Lesung und Ausstellung kleinformatiger Grafiken des Malerpoeten Jürgen K. Hultenreich.
In der spätgotischen dreischiffigen Cottbusser Oberkirche aus Backstein referiert die Bundesbeauftragten der Stasi-Unterlagen (Marianne Birthler), danach Podiumsgespräch. Danach bitte ich alle Kameraden, Freunde und Gäste in die beiden uns zugewiesenen Kapellenanbauten neben dem Hauptschiff, wo auf der einen Seite Schauspielstudenten unter der Regie von Ines Geipel gestalten eine szenische Lesung zu ehemals verbotenen Autoren. Weitere, in Cottbus inhaftierte Autoren wie Gabriel Berger, Axel Reitel und Gerald K. Zschorsch, werden musikalisch begleitet von Heinz-Martin Benecke und Eckehard Maaß. Der Schrriftsteller Siegmar Faust liest aus der illegalen Knast-Zeitung „Armes Deutschland“, die auf der untersten Katakomben-Ebene des Zuchthauses Cottbus mehrere geheime Auflagen erlebte.
Weitere Autoren mit politischer Hafterfahrung, wie Siegfried Heinrichs, Wolfgang Hinkeldey, Ulrich Schacht, Michael Sallmann und der Liedermacher, Kabarettist und Schauspieler Heinz-Martin Benecke traten zur Eröffnung am 7.11.2009 auf.
Ehemalige politische Häftlinge waren zuvor vor dem Gebäude der ehemaligen Stasi-U-Haftanstalt, dem heutigen Landgericht Cottbus, bei der Enthüllung bei einer vom Amtsgerichtsdirektor Rupieper angeregten Gedenktafel zu Ehren der Opfer politischer Verfolgung bis 1990 dabei.
3. Cottbuser Häftlingstreffen am 17.9.2009
120 Stasi-Opfer besuchten die DDR-Haftanstalt Cottbus - Kranzniederlegung und Diskussion mit Politikern und Schülern
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VIDEO-Bericht der Lausitzer Rundschau (4min)
VIDEO der ARD: Opfer-Täter-Gespräch im Potsdamer Landtag
Am Donnerstag, den 17.09.2009 besuchten etwa 60 ehemalige politische Häftlinge aus der Region Berlin-Brandenburg sowie mehrere Gymnasialklassen gemeinsam die frühere DDR-Haftanstalt Cottbus in der Bautzener Straße 139. Nach einem Rundgang und einer Kranzniederlegung am Gedenkstein der Haftanstalt fand dort eine Diskussionsrunde statt. Auf dem Podium:
- Staatssekretär Clemens Appel (SPD), Leiter der Staatskanzlei Brandenburg
- Mario Laurischk, Cottbuser CDU-Bundestagskandidat
- Dr. Martina Münch, Cottbuser SPD-Landtagsabgeordnete
- Siegmar Faust, ehemaliger politischer Häftling in CottbusDas Projekt im 20. Jahr des Mauerfalls wurde von der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) organisiert und vom Land Brandenburg finanziert.
Lausitzer Rundschau - Förderung der Gedenkstätte angemahnt (August 2009)
Lausitzer Rundschau - Schüler, Politiker und ehemalige Häftlinge (September 2009)
2. Cottbuser Häftlingstreffen am 25. Juni 2009
Das Menschenrechtszentrums Cottbus e.V. lud ein zum erweiterten Mitgliedertreffen
am Donnerstag, 25. Juni 2009, 15:00 Uhr in 03050 Cottbus, Bautzener Straße 139
Ein viel größerer Versammlungsraum im Obergeschoss des Gebäudes stand diesmal zur Verfügung, so daß es nicht mehr so beengt war. DOKUMENTATION
Veranstaltungen im Jahr 2008 um die ehemalige politische Haftanstalt Cottbus
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Chronologie des Verkaufs des Gefängnisses Cottbus 2007/2008:
30. Januar 2008 : Weg für Menschenrechtszentrum im Gelände der StVE Cottbus frei
Grundstück an neuen Verein übertragen Lausitzer Rundschau | Der Cottbuser Oberbürgermeister dazu:„Die Nutzungsvereinbarung zwischen der Stadt Cottbus und dem Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. zur Entwicklung einer Gedenkstätte auf der Fläche der früheren Justizvollzugsanstalt wurde gestern unterzeichnet. Das ist nur scheinbar ein formaler Verwaltungsakt. Mit der Nutzungsvereinbarung bekennen sich die Stadt und ihre Bürger zu einem schwierigen Kapitel der jüngeren Geschichte. Cottbus überlässt dem Menschenrechtszentrum nicht nur Teile der ehemaligen Haftanstalt. Sie übernimmt auch Verantwortung für die Gestaltung der Stätte des Gedenkens. Das 1860 fertiggestellte Gefängnis war in seiner langen Geschichte zwei Mal ein Ort der Vollstreckung von Unrechtsurteilen, ein Ort der Rechtsbeugung, von Misshandlung und Willkür. Jetzt sind die Grundlagen für die Entstehung einer würdigen Gedenkstätte vorhanden. Ziel ist nicht nur ein Ort des Gedenkens an die Opfer zweier Diktaturen. Anliegen des Zentrums, der Stadt und der ehemaligen Häftlinge ist auch die Menschenrechtsarbeit für Verfolgte in gegenwärtigen Diktaturen.“ Der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski, 44. Stadtverordnetenversammlung am 30. Januar 2008
Gefängnis für 310.000 Euro an Uwe Harzdorf versteigert | Besucheranfragen nur noch über ihn: www.alte-jva.de
Presseveröffentlichungen Dezember 2007: Welt | MOZ |Auktionator hält Gefängniskäufer für seriös
Nach der Versteigerung des früheren Cottbuser Gefängnisses für politische Gefangene in der DDR hat Chefauktionator Mark Karhausen keinen Zweifel an der Seriosität des Käufers. Der private Investor, der am Samstag den Zuschlag für 310 000 Euro erhielt, «weiß, was er tut», sagte Karhausen am Sonntag der dpa. «Er hat ein paar Ideen, was er mit der Liegenschaft machen will, diese seien aber noch nicht ausgereift», habe ihm der gebürtige Cottbuser erklärt. Auch wolle sich der Käufer mit dem Verein absprechen, der auf einer nicht versteigerten Teilfläche eine Bildungsstätte zum DDR-Unrecht errichten will. (dpa, 09.12.2007)Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. gegründet
(LR/20cent, 12.11.2007) - Das neu gegründete Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. will sich in den kommenden Tagen an die Brandenburger Landesregierung, den Cottbuser Oberbürgermeister und die Stadtverordneten wenden. Der Verein sucht bei den Politikern Unterstützung für die Schaffung einer Bildungs- und Begegnungsstätte zur Erinnerung an das Schicksal politischer DDR-Häftlinge in Cottbus. Das kündigte der Vereinsvorsitzende und Brandenburger CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski an. 30 Menschen hatten das Menschenrechtszentrum am Mittwochabend gegründet. Zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden wurde Hugo Diederich (VOS) gewählt.
Der Verein will Teile oder das gesamte Gelände der ehemaligen Haftanstalt in der Bautzener Straße als Begegnungsstätte nutzen. Das Cottbuser Gefängnis war nach Bautzen die zweitgrößte DDR-Haftanstalt für politische Gefangene. Die Gebäude stehen seit Jahren leer und verfallen. Das Menschenrechtszentrum Cottbus will nun die Schicksale einzelner Inhaftierter sammeln.(dpa/bb) 31. Okt. 2007 - Das Land Brandenburg will die Aufarbeitung der DDR-Diktatur mehr als bisher ins Bewusstsein rücken. Deshalb werde das Kabinett in der nächsten Woche ein Konzept zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der DDR-Diktatur verabschieden, sagte Kulturministerin Johanna Wanke (CDU) der «Märkischen Oderzeitung». Wanka verteidigte den Beschluss, auch in Cottbus eine Erinnerungsstätte zu schaffen. Dort gebe es bei der Aufarbeitung im Gegensatz zu Potsdam oder Frankfurt (Oder) etwa Nachholbedarf. Auch das Zentrum für zeithistorische Forschung werde klare Akzente bei der Aufarbeitung der DDR-Diktatur setzen.
Bisher 1000 Unterschriften unter Cottbuser Erklärung zu SED-Diktatur
Cottbus (dpa/bb, 10.10.2007) - Rund 1000 Menschen haben bislang ihre Unterschrift unter die am Sonntag verabschiedete Cottbuser Erklärung für eine stärkere Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur gesetzt. Dazu gehört der gesamte Vorstand der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag einschließlich des Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder.
Auch aus der Landesregierung Brandenburgs habe es positive Resonanz gegeben, sagte einer der Organisatoren, der CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski, am Mittwoch laut einer Mitteilung. Er hatte als politischer Häftling im Cottbuser DDR-Gefängnis eingesessen. © Die WeltVeranstaltungen im Jahr 2006/2007 um die ehemalige politische Haftanstalt Cottbus
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Das
vergessene Gefängnis |
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(Bild links) Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke; MdL Dieter Dombrowski (CDU) und der ehem. politische Gefangene Siegmar Faust. Der Schriftsteller ist seit Mai 2008 ehrenamtlicher Geschäftsführer im Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. |
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Das am 31.10.2007
in Cottbus neu gegründete Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
sucht bei Politikern Unterstützung für die Schaffung einer Bildungs-
und Begegnungsstätte zur Erinnerung an das Schicksal politischer DDR-Häftlinge
in Cottbus. Bilder
von der Mitgliederversammlung des MRZ Cottbus e.V. im März 2008 |
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Verkehrsverbindung:
Bahn bis Bahnhof Cottbus, Straßenbahn ins Stadtzentrum oder 15 min Fußweg bis hinter die Kreuzung - unter der Brücke rechts halten.
Gedenktafel hinter dem Amtsgericht Cottbus, an der Hofeinfahrt zum ehemaligen Zellentrakt
Von 1945 bis 1950 Gefängnis des NKWD, Am Amtsteich (am Spreeufer), fast im Stadtzentrum von CottbusGedenkstein der Gruppe ehem.polit. Häftlinge vor der ehemaligen Haftanstalt Cottbus an der Bautzener Straße,
am ersten Zaun vor dem Eingang zum Zuchthaus
Kurze Geschichte der Strafvollzugseinrichtung Cottbus in der DDR:
Von 1933 bis 1945 und danach wieder von 1945 bis 1989 waren hier stets politische Häftlinge untergebracht. Nach 1945 Wiederaufbau des sogenannten Zentralgefängnisses Cottbus für 600 Insassen durch die Justizverwaltung.Januar 1951: Übernahme der Haftanstalt Cottbus durch die Volkspolizei der DDR.Juni 1953: Wegen des Volksaufstandes mußten die Haftarbeitslager Preschen und Drewitz geräumt und die Häftlinge in die nahegelegene Haftanstalt Cottbus gebracht werden. Die Belegung wuchs deshalb sprunghaft auf rund 2.500 Personen an.
Diese drangvolle Enge und die Hoffnung auf politischen Wandel führten zu einer "aufrührerischen Stimmung". Etwas 300 Inhaftierte organisierten einen Hungerstreik, der erst nach zwei Tagen niedergeschlagen werden konnte. Die "Rädelsführer" wurden dann strafrechtlich zur Verantwortung gezogen.1961: Verlegung der Untersuchungshaftanstalt Cottbus in die Haftanstalt Cottbus, in der seinerzeit vorwiegend Häftlinge mit Freiheitsstrafen von unter drei Jahren einsaßen. In den späten sechziger und siebziger Jahren schwankte die Belegung der Haftanstalt zwischen 800 und 1.200 Insassen. Die Zahl der politischen Häftlinge unter ihnen wird auf ca. 600 geschätzt.Oktober 1978: Der politische Häftling Werner Greifendorf (wegen eines Antrages auf Ausreise aus der DDR inhaftiert) versuchte sich aus Verzweiflung im Hof der Haftanstalt selbst zu verbrennen. Im Krankenhaus erlag er später seinen schweren Brandverletzungen.In den achtziger Jahren wurden die Häftlinge fast ausnahmslos zur Zwangsarbeit eingesetzt und mußten in verschiedenen Betrieben Kunststoffteile schleifen, Polstermöbel herstellen oder Aluminiumteile für Pentacon - Spiegelreflexkameras für den Westexport entgraten und montieren. In Schichtarbeit wurden enorme Arbeitsnormen verlangt. Wer die nicht erfüllen konnte, kam in Einzelhaft in sogenannte "Tigerkäfige", in denen der Zugang zu Tür und Fenster durch innerhalb der Zellen eingezogene Gitter verhindert wurde.
Unter den Häftlingen befanden sich in den achtziger Jahren zahlreiche Ausreisewillige aus der DDR, von denen jährlich ca. 1200 durch "Freikauf" in die Bundesrepublik Deutschland gelangten.
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