![]()
Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.
Arbeitsgemeinschaft
Fünfeichen
Historische Entwicklung der Gedenkstätte
|
|
|
l Gedenkstätte
Neubrandenburg (Fünfeichen) |
|
Das Lager wurde von dem deutschen Kommandanten des Stalag II A, Hauptmann Menz, dem Kommandeur der sowjetischen Panzereinheit übergeben. Über die im Lager verstorbenen Kriegsgefangenen sind keine gesicherten Kenntnisse und keine genauen Angaben bekannt. Nach groben Schätzungen sind im Kriegsgefangenenlager von 1939 bis 1945 etwa 1.500 russische und 500 Kriegsgefangene anderer Nationalitäten ums Leben gekommen. Der letzte Lagerleiter des NKWD-Sonderlagers Nr. 9, Major Drozdov, bezifferte 1949 die sowjetischen Opfer unter den Kriegsgefangenen auf 12.000 bis 15.000. Diese Angabe ist jedoch nie bestätigt worden.
mehr Informationen in wikipedia: Fünfeichen
Das Lager durchliefen etwa 55.000 bis 60.000 Kriegsgefangene.
1945, Mai/Juni, Errichtung Internierungslager des NKWD Ihlenfelder Straße
1945, August, Errichtung des Speziallagers Nr. 9 FünfeichenAusgebaute Lagerfläche: 722.500 qm Umfang 3.400 Meter Häftlingsbaracken: 33
Das Lager war in 5 Zonen unterteilt:
1. Nordlager
2. Südlager
3. Frauenlager
4. Wirtschaftshof und Werkstätten
5. Sanitär- (Sauna) und Quarantänebaracken
Höchster Belegungsstand im September 1946 mit
10.679 Häftlingen. Davon waren 421 Häftlinge Frauen.
Die durchschnittliche Belegungsstärke betrug:
1945 4.400 Häftlinge
1946 10.400 Häftlinge
1947 9.400 Häftlinge
1 948 8.400 Häftlinge (bis 13. Juli)Größere Zu- und Abgänge:
- August 1945 Zugang aus Sachsenhausen: 1.71 7 Häftlinge
- Januar 1946 Zugang aus Graudenz: 1.751 Häftlinge
- Januar 1947 Abgang von 686 Häftlingen als Deportierte nach Rußland
- März 1947 Zugang aus Ketschendorf: 1.570 Häftlinge
1948 im Sommer Auflösung des Lagers
Quelle: Tobias Baumann, Das Speziallager Nr. 9 Fünfeichen