Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.

Lagergemeinschaft Workuta / GULag Sowjetunion

neue website: www.uokg.de/workuta

Die Lagergemeinschaft Workuta / GULag Sowjetunion ist ein Verband ehemaliger politischer Häftlinge des Kommunismus. Er vereint Frauen und Männer, die sich in den ersten Jahren nach dem Sturz des Nationalsozialismus gegen eine neue Diktatur in einem Teil Deutschlands wehrten. In der sowjetisch besetzten Zone und späteren DDR setzten sie sich für Freiheit und Demokratie ein und leisteten Widerstand gegen eine Ideologie, die den Menschen aufgezwungen wurde.

Wegen ihrer antikommunistischen Haltung und Tätigkeit wurden sie verhaftet und von Sowjetischen Militärtribunalen (SMT) verurteilt, in der Regel zu 25 Jahren Lagerhaft oder zum Tode. Die zu Haftstrafen Verurteilten verschleppte man zumeist in die Strafregionen der Sowjetunion, einige kamen auch in die berüchtigten Haftanstalten der DDR, etwa nach Bautzen oder nach Hoheneck.

Die Verurteilungen deutscher Staatsbürger durch Sowjetische Militärtribunale mit vorheriger Untersuchungshaft in den Gefängnissen des sowjetischen Geheimdienstes in der sowjetisch besetzten Zone und späteren DDR endeten 1953. Danach übernahm das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der 1949 gegründeten DDR allein die Verfolgung politischer Gegner.

MDR-Dokumentation: Reise in die Hölle
"Von der Eisenbahnstrecke nach Workuta heißt es, dass unter jeder Schwelle ein Toter liege, denn sie wurde von Gulag-Häftlingen im eisigen russischen Winter erbaut. "Bis minus 46 Grad mussten wir raus", erzählt Anita Wille. Als 17Jährige wurde sie zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Horst Schüler und Lothar Scholz schufteten im Kohleschacht. In Workuta überlebten nur die Jungen."
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Winter in Workuta

Anfangs bildete sich die Lagergemeinschaft ausschließlich aus ehemaligen politischen Häftlingen, die in der Strafregion Workuta, ein Polargebiet im äußerten Norden Russlands, waren. Workuta liegt nicht in Sibirien, sondern am Eismeer, nördlich des Polarkreises. Inzwischen gehören ihr auch ehemalige politische Häftlinge aus den anderen sowjetischen GULag-Strafregionen an, etwa Taischet, Inta, Karaganda, Magadan.
Die überwiegende Zahl von ihnen ist in den letzten Jahren von der Hauptmilitärstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation in Moskau rehabilitiert, die gegen sie gefällten Urteile als unrechtmäßig aufgehoben worden. Die Rehabilitationen erfolgten vielfach auch postum für zum Tode verurteilte und hingerichtete Frauen und Männer.

Die von Sowjetischen Militärtribunalen verurteilten Deutschen sind leider niemals von einer staatlichen Behörde registriert worden. Von staatlichen Maßnahmen, die für sie wichtig sind, erfahren aus diesem Grund manche nichts.
Die Lagergemeinschaft versucht jetzt, eine möglichst lückenlose Liste der ehemaligen politischen GULag-Häftlinge zu erstellen. Deshalb bitten wir alle Frauen und Männer, die von Sowjetischen Militärtribunalen verurteilt wurden, in den Strafregionen der Sowjetunion waren und noch keinen Kontakt zur Lagergemeinschaft haben, um eine Nachricht am Info@uokg.de.

Ausstellung der Lagergemeinschaft:
"Workuta - Vergessene Opfer" Sie besteht aus 52 gerahmten Bildern, Zeichnungen und Dokumenten, in denen das Schicksal der von Sowjetischen Militärtribunalen unschuldig verurteilter Frauen und Männer geschildert wird. Sie wurde u.a. in Berliner Gedenkstätte Hohenschönhausen gezeigt. Hintergrund

Ansprechpartner: Horst Schüler (über die UOKG-Geschäftsstelle) oder
eMail: schueler@uokg.de www.workuta.de

Spendenkonto: Dr. Dietrich Hartwig - Workuta / GULag,
Konto-Nummer 11 09 83 06, Bankleitzahl 660 90 800 Badische Beamtenbank BBB