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Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.

VERBAND POLITISCH VERFOLGTER DES KOMMUNISMUS e.V. (VPVDK)

Gedenkstätte in Salzgitter-Lichtenberg

Wer sind wir ?
Am 1. März 1957 wurde der Verband von mehreren unserer heutigen Mitglieder, mit dem damaligen Namen "Verband Politischer Häftlinge des Stalinismus e.V." in Braunschweig gegründet. Dieser Personenkreis bestand aus politischen Häftlingen, die in der Zeit von 1945 bis 1950 von der Sowjetmacht in der Sowjetischen Besatzungszone, später DDR, verhaftet wurden. Die Entlassung der meisten Kameraden fand bis 1956
statt. Im Jahr 2004 überlegte ein Teil dieser politischen Häftlinge eine Umbenennung des Verbandes politischer Häftlinge des Stalinismus.

In Anpassung an die geschichtliche Entwicklung war dieser Name überfällig, und dieser Kreis kam zu dem Ergebnis, den "Verband politisch Verfolgter des Kommunismus e.V." ab 1. Januar 2005 mit Sitz in Langenhagen zu gründen. Wir sind eingetragen beim Amtsgericht Hannover im Vereinsregister unter der VR 8360.

Hintergrund:
Die politischen Häftlinge in der SBZ und DDR wurden willkürlich verfolgt oder willkürlich inhaftiert. Die Sowjetmacht verurteilte in den Jahren 1945 bis 1950, teils sogar über diesen Zeitpunkt hinaus, wegen Spionage, sogenannten "Werwolfverdachtes" und antisowjetischer Hetze. Auch die Verhandlungen der Sowjetischen Militärgerichte waren willkürlich und grundsätzlich ohne Rechtsbeistand. Das Strafmaß wurde mehrheitlich von 10 bis 25 Jahre festgelegt, auch die Todesstrafe war keine Seltenheit.
Inzwischen wurden diese politischen Häftlinge auf Antrag von der Militärhauptstaatsanwaltschaft in Moskau rehabilitiert.

Im Februar 1950 übergab die Sowjetmacht nach Entlassung politischer Häftlinge die Verbleibenden an die Volkspolizei der neugegründeten DDR. Diese Entscheidung wurde von den politischen Häftlingen nicht anerkannt. Diesführte im Speziallager Bautzen am 31. März 1950
zu einem Aufstand, auch Gefängnisrevolte genannt. Nach unserem Schrei in die Freiheit: "Wir fordern das Deutsche Rote Kreuz" wurden die 5.400 nicht entlassenen Häftlinge von Volkspolizisten mit Stahlruten verprügelt. Dabei brüllten diese:"Immer drauf auf die Köpfe, damit sie blöd werden!" Die DDR hielt die übernommenen politischen Häftlinge widerrechtlich noch 6 weitere Jahre ohne Begründung in Haft.

Wolfgang Becker

Gedenkstein Salzgitter

VPVDK e.V.
30851 Langenhagen, Bodeweg 68 | Telefon 0511 / 744 115 Fax 0511 / 744 116
Eingetragen beim Amtsgericht Hannover im Vereinsregister unter der VR 8360

Seit 1. Januar 2005 besteht unser Verband VPVDK. Er ist eine überparteiliche und überkonfessionelle Organisation auf gemeinnütziger Grundlage und erstreckt sich auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.
Unser Vereinszweck und unsere Ziele sind die Mitwirkung bei der Aufklärung der unter kommunistischer Gewaltherrschaft begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Erinnerung an die Opfer der sowjetischen- und SED-Diktatur.

Er koordiniert seine Aufgaben mit dem Dachverband UOKG und arbeitet eng mit den staatlichen, kommunalen und kirchlichen Institutionen, sowie mit den politischen Organisationen zusammen. Der Verband ist selbstlos tätig und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Insbesondere Gewährung kostenloser sozialer Betreuung und Beratung der Verfolgten, soweit keine besonderen Genehmigungen und Zulassungen erforderlich sind. Zur Erinnerung und Mahnung haben wir zwei Ziele erreicht: Am 11. Juni 1994 wurde unsere Gedenkstätte in Salzgitter Lichtenberg auf dem Burgberg KANZEL von Salzgitter eingeweiht. In Westdeutschland ist sie einmalig und erinnert an die brutale Gewaltherrschaft von Stalinismus-Kommunismus.

Am 13. September 2000 wurde auf dem Gräberfeld von Bautzen eine Gedenkkapelle eingeweiht. In der Kapelle befindet sich das Totenbuch vom damaligen Speziallager in der Zeit von 1945-1950. Unser Mitglied Horst Schirmer aus Bischofswerda/Sachsen hat in mühevoller Arbeit von zwei Jahren 2.859 Namen ermittelt, von der russischen Schrift in die deutsche Schrift übersetzt und im Totenbuch alphabetisch festgehalten. Inzwischen sind schon wieder 400 Namen hinzugekommen. Die Zahl wird weitaus höher sein, aber es fehlen die Totenlisten.


Die Gedenkstätte erinnert an die Verfolgungszeit von 1945 bis 1989 in der SBZ/DDR. Die mehrmals geschändete Gedenkstätte (ein Pfeiler wurde 1997 sogar gesprengt) erinnert mit Tafeln und Findlingen an die kommunistische Verfolgung und ist die einzige dieser Art im Westen Deutschlands.Mehr Informationen: www.vpvdk.de .

Gedenkstätte: "Zur Erinnerung und Mahnung"
38228 Salzgitter-Lichtenberg, Auf dem Burgberg "Kanzel von Salzgitter"
Die im Juni 1994 eingeweihte Gedenkstätte erinnert an die politische Verfolgung von 1945 bis 1989 in der SBZ und der DDR.

Verkehrsverbindungen:
Autobahnabfahrt Salzgitter-Lichtenberg (A 39), Burgbergstraße.
Deutsche Bahn: Bahnhof Salzgitter-Lebenstedt, Bus 619 nach Salzgitter-Lichtenberg

Ansprechpartner:
Verband Politisch Verfolgter des Kommunismus e.V. (VPVdK)
Wolfgang Becker, Hagedornweg 87, 38229 Salzgitter (Heerte) www.vpvdk.de

Landesverband Sachsen:
Ursula Wünsche, Dölzschener Str. 48, 01159 Dresden