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Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.

Verband Politischer Häftlinge des Stalinismus e.V. (VPHdS)

Ansprechpartner: Verband Politischer Häftlinge des Stalinismus e.V. (VPHdS)
Geschäftsstelle: VPHdS, c/o Erich Zieroth, Postfach 1642, 99966 Mühlhausen

Wer sind wir?
Am 1. März 1957 wurde unser Verband in Braunschweig gegründet. Dieser Personenkreis bestand aus politischen Häftlingen, die in der Zeit zwischen 1945 und 1950 von der Sowjetmacht in der Sowjetischen Besatzungszone, später DDR, verhaftet wurden. Die Entlassung der meisten Kameraden fand bis 1956 statt.

Die Mitglieder unseres Verbandes wurden willkürlich verfolgt oder sogar willkürlich inhaftiert. Wir wurden meistens verurteilt wegen angeblicher Spionage und vermuteter "Werwolf-Mitgliedschaft". Diese Idee einer nationalsozialistischen Jugendorganisation ist jedoch nie aktiv umgesetzt worden. Meistens entschied sich das Militärgericht innerhalb von 15 Minuten zu 25 Jahre "Arbeitserziehungslager".

Im Februar 1950 übergab uns die Sowjetmacht an den Staatssicherheitsdienst der DDR. Bewacht wurden wir von der Volkspolizei. Da wir mit dieser Entscheidung nicht einverstanden waren, wurde im Speziallager Bautzen am 30. März 1950 ein Aufstand organisiert. Nach unserem Schrei in die Freiheit: "Wir fordern das Deutsche Rote Kreuz!" wurden alle 7000 Häftlinge mit Stahlruten von 60 Polizisten verprügelt. Dabei brüllten die Polizisten: "Immer drauf auf die Köpfe, damit sie blöd werden!"

Die DDR hat uns danach widerrechtlich noch 6 weitere Jahre in Haft gehalten. Inzwischen wurde der größte Teil von uns bis 1998 von der Militärhauptstaatsanwaltschaft in Moskau rehabilitiert. Im April 2002 wurde der Sitz von Braunschweig nach Mühlhausen/Thüringen verlegt.

Warum nennen wir uns Häftlinge des Stalinismus?
Unsere Mitglieder waren politische Häftlinge der Sowjetmacht sowie der DDR. Es regierte zu unserer Verhaftungszeit der Ministerpräsident Josef Stalin. Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde er Volkskommisar für Nationalitäten. Damit begann der brutale Sowjetkommunismus. Ab 1922 wurde er Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU). Stalin schaltete nach Lenins Tod zwischen 1936 und 1938 alle linken und rechten Gegner, oft durch Hinrichtung, aus. Über 30 Millionen Tote dieses unmenschlichen Systems sind zwischen 1917 und 1989 in der damaligen Sowjetunion und Osteuropa zu beklagen.