Union der Opferverbände
kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.

Frauenkreis der ehemaligen Hoheneckerinnen

Die Strafvollzugseinrichtung (StVE) war von 1950 bis 1956 fast von verurteilten Frauen sowjetischer Militärtribunale belegt, die unter primitivsten Verhältnissen gefangen gehalten wurden.

Bis zum Ende der DDR die bedeutendste Frauenhaftanstalt für politisch Verurteilte, die dort gemeinsam mit Kriminellen gefangengehalten wurden.

  Originalzelle in der DDR Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus

Weitere Links zur Haftanstalt Hoheneck:

Birgit's Webseiten
Homepage des Frauenkreis Hoheneckerinnen
Linksammlung zum Zuchhaus Hoheneck
Geschichtsabriss des neuen Eigentümers

Frühere Häftlinge besuchen die Haftanstalt.

Frauen als politische Gefangene in Hoheneck: "Ich dachte, es gibt draußen keine andere Welt."
In Hoheneck tritt die Geschichte von Frauen zutage, die nach dem Zweiten Weltkrieg von Sowjetischen Militär-Tribunalen verurteilt worden sind. Das Schicksal dieser Frauen wurde gezeichnet durch die Herrschaftspraxis der sowjetischen Besatzungsmacht im Osten Deutschlands. Sie errichtete sofort einen Archipel von Gefängnissen und Speziallagern, um ihrer Allmacht Ausdruck zu verleihen und aus Menschen fügsame Instrumente des neuen Systems zu machen. Jede Handlung konnte als eine Straftat ausgelegt und jeder Mensch zum Verbrecher gestempelt werden.
Die von den Sowjetischen Militär-Tribunalen verurteilten Frauen treffen sich heute noch. So ist es möglich, ihre Erinnerungen festzuhalten und sie zum Leitfaden heutiger Ausstellungen werden zu lassen.

Kontakt:
"Frauenkreis der ehemaligen Hoheneckerinnen" c/o Inge Naumann, Schandauer Str. 2, 01848 Hohnstein
Homepage des Frauenkreis Hoheneckerinnen

Gedenkstätte:
Strafanstalt Burg Hoheneck, 09366 Stollberg, Zwönitzer Straße
Gedenkstein für die im früheren Frauenzuchthaus inhaftierten politischen Häftlinge der DDR

Keine reguläre Besichtigungsmöglichkeit mehr, da die Burg im Sommer 2003 privatisiert wurde. Der neue Eigentümer mußte sich allerdings verpflichten, ab und zu Besichtigungen anzubieten. Vom 20 - 23. Mai 2004 öffneten sich die schweren Eisentore der ehemaligen DDR-Strafvollzugs-, später Justizvollzugsanstalt in Stollberg/Sachsen, um die Burg so zu zeigen, wie sie bei ihrer Schließung und dem endgültigen Auszug der Gefangenen im Mai 2001 verlassen wurden.
Das ehemalige Frauengefängnis Hoheneck in Stollberg hatte vier Tage lang einen Besucheransturm erlebt.14.000 Menschen hatten die 2001 geschlossene Justizvollzugsanstalt angesehen, sagte Bernhard Freiberger von der Artemis GmbH. Regen und Schnee im Erzgebirge hätten die Leute nicht davon abgehalten, stundenlang auf Einlass zu warten.

Dauerausstellung des Frauenkreises: "Frauen als politische Gefangene in Hoheneck"
09366 Stollberg, Stadtbibliothek, Schillerplatz 2, Tel. (037296) 2239 u. 2147
Öffnungszeiten: montags, mittwochs und freitags von 10.00 bis 12.00 Uhr,
dienstags 14.00 bis 18.00 Uhr, samstags 9.00 bis 12.00 Uhr
sowie an Montagen zusätzlich von 14.00 bis 17.00 Uhr

Zeitleiste der Haftanstalt Hoheneck:

1864 Gründung eines Sächsischen Weiberzuchthauses

1947 offizieller Eröffnung des Jugendgefängnisses Hoheneck

1950 Am 12. Februar traf der Transport von 1119 durch Sowjetische Militär-Tribunalen (SMT) verurteilte Frauen mit ca. 30 Kleinkindern aus dem Speziallager Sachsenhausen ein.

1953 Hungerstreik der SMT-Verurteilten

1974 Einrichtung einer "besonderen Abteilung" für alle "äußerst renitenten" weiblichen Strafgefangenen aus der DDR
Eröffnung eines Reserveobjektes in Freiberg

1976 Auflösung der Jugendabteilung

1977 Änderung des Strafvollzugsgesetzes, dennoch blieben der militärische Drill und der erniedrigende "sozialistische Strafvollzug" in den überfüllten Zellen von Hoheneck bestehen.

1989 Arbeitsverweigerung und Hungerstreik der Strafgefangenen

1990 Hoheneck ist die einzige Frauenhaftanstalt im Freistaat Sachsen

1994 Einrichtung einer Männerabteilung

2001 April Schließung der Justizvollzugsanstalt Hoheneck, Überführung der Inhaftierten in die Justizvollzugsanstalt Chemnitz

2005 Mai Wiederverkaufsversuche durch die neue Eigentümerfirma.