DEMOKRATIE
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MENSCHENWÜRDE
CHG
Cottbuser Häftlingsgemeinschaft
Kontakt: CHGcottbus@yahoo.de | www.uokg.de
Die Cottbuser Häftlingsgemeinschaft
ist der Interessenverband ehemaliger politischer Verfolgter aus dem Zuchthaus
Cottbus.
Sie ist Träger der politischen Bildung zur Stabilisierung der Demokratie,
Freiheit und Menschenwürde in Deutschland.
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Verkehrsverbindung:
Bahn bis Bahnhof Cottbus, Straßenbahn ins Stadtzentrum oder 15 min Fußweg
bis hinter die Kreuzung - unter der Brücke rechts halten.
Gedenktafel hinter dem Amtsgericht Cottbus, an der Hofeinfahrt zum ehemaligen Zellentrakt
Von 1945 bis 1950 Gefängnis des NKWD, Am Amtsteich (am Spreeufer), fast im Stadtzentrum von CottbusGedenkstein der VOS vor der ehemaligen Haftanstalt Cottbus an der Bautzener Straße,
am ersten Zaun vor dem Eingang zum Zuchthaus
Kurze Geschichte der Strafvollzugseinrichtung Cottbus in der DDR:
Von 1933 bis 1945 und danach wieder von 1945 bis 1989 waren hier stets politische Häftlinge untergebracht.
Nach 1945 Wiederaufbau des sogenannten Zentralgefängnisses Cottbus für 600 Insassen durch die Justizverwaltung.
Januar 1951: Übernahme der Haftanstalt Cottbus durch die Volkspolizei der DDR.
Juni 1953:
Wegen des Volksaufstandes mußten die Haftarbeitslager Preschen und Drewitz
geräumt und die Häftlinge in die nahegelegene Haftanstalt Cottbus
gebracht werden. Die Belegung wuchs deshalb sprunghaft auf rund 2.500 Personen
an.
Diese drangvolle Enge und die Hoffnung auf politischen Wandel führten
zu einer "aufrührerischen Stimmung". Etwas 300 Inhaftierte
organisierten einen Hungerstreik, der erst nach zwei Tagen niedergeschlagen
werden konnte. Die "Rädelsführer" wurden dann strafrechtlich
zur Verantwortung gezogen.
1961: Verlegung der Untersuchungshaftanstalt Cottbus in die Haftanstalt Cottbus, in der seinerzeit vorwiegend Häftlinge mit Freiheitsstrafen von unter drei Jahren einsaßen. In den späten sechziger und siebziger Jahren schwankte die Belegung der Haftanstalt zwischen 800 und 1.200 Insassen. Die Zahl der politischen Häftlinge unter ihnen wird auf ca. 600 geschätzt.
Oktober 1978: Der politische Häftling Werner Greifendorf (wegen eines Antrages auf Ausreise aus der DDR inhaftiert) versuchte sich aus Verzweiflung im Hof der Haftanstalt selbst zu verbrennen. Im Krankenhaus erlag er später seinen schweren Brandverletzungen.
In den achtziger Jahren
wurden die Häftlinge fast ausnahmslos zur Zwangsarbeit eingesetzt und
mußten in verschiedenen Betrieben Kunststoffteile schleifen, Polstermöbel
herstellen oder Aluminiumteile für Pentacon - Spiegelreflexkameras für
den Westexport entgraten und montieren. In Schichtarbeit wurden enorme Arbeitsnormen
verlangt. Wer die nicht erfüllen konnte, kam in Einzelhaft in sogenannte
"Tigerkäfige", in denen der Zugang zu Tür und Fenster
durch innerhalb der Zellen eingezogene Gitter verhindert wurde.
Unter den Häftlingen befanden sich in den achtziger Jahren zahlreiche,
oft noch sehr junge, Ausreisewillige aus der DDR, von denen jährlich
ca. 1200 durch "Freikauf" in die Bundesrepublik Deutschland gelangten.
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Ansprechpartner: CHG
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