Berlin, 20. Juni 2005
UNION DER OPFERVERBÄNDE KOMMUNISTISCHER GEWALTHERRSCHAFT e.V.
STOPP DEM ABRISS! DIE TAFELN
UND DIE MAUERKREUZE MÜSSEN BLEIBEN!
Als eine unglaubliche Provokation werten die in der UOKG vertretenen Mitgliedsverbände die Tatsache, dass am Montag die an den Volksaufstand 1953 erinnernden Bilder vom Finanzministerium beseitigt wurden. Für noch würdeloser werten sie Berichte, wonach demnächst auch die Kreuze für die an der Berliner Mauer und den Grenzanlagen der ehemaligen DDR ermordeten Frauen und Männer in der Friedrichstraße mit Gewalt entfernt werden sollen.Dies alles geschieht unmittelbar nach dem 17. Juni 2005, an dem von den Verantwortlichen der politischen Parteien, der Regierung und der Parlamente in salbungsvollen Reden der Opfer des kommunistischen Terrors und der Toten des Volksaufstrandes gedacht wurde. Damit zeigen sie einmal mehr, dass es sich bei diesem Gedenken nur um Sonntagsreden handelt, um eine Pflicht, der man sich ohne jede innere Anteilnahme entledigt.
Die Opfer kommunistischer Gewalt sind voller Zorn über dieses Verhalten. Sie bitten die Medien, diesen Zorn der Öffentlichkeit mitzuteilen. Sie muss wissen, wie beschämend sich Politiker gegenüber den Opfern von menschenverachtenden Systemen benehmen.
gez. Horst Schüler,
UOKG-Vorsitzender
FAX der UOKG am 22 Juni 2005
An die Bundestagsfraktionen
von cdu/csu, fdp, spd, b90/grüneStoppt den Bildersturm in Berlin !
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des deutschen Bundestages,Der Vorsitzende der Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. (Mitglied der UOKG) Carl-Wolfgang Holzapfel ist seit 48 Stunden vor dem Finanzministerium in einem Hungerstreik getreten.
Er protestiert damit - auch im Sinne aller Opfer des kommunistischen Terrors - gegen die Entfernung der Fototafeln vom Volksaufstand am 17. Juni 1953 in der ehemaligen DDR - ausgerechnet wenige Tage nach den Gedenkfeiern am 17.
Juni 2005.Wir appellieren an die im deutschen Bundestag vertretenden demokratischen Parteien, sich mit dieser Aktion zumindest solidarisch zu zeigen. Eine solche Solidaritätsbekundung wäre ein Beweis dafür, dass die in vielen Reden geäußerte Unterstützung für die politischen Opfer des Kommunismus nicht nur hohle Worte sind.
gez. Horst Schüler,
UOKG-Vorsitzender