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Union der Opferverbände
kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.

Berlin, 18. Juni 2005

UNION DER OPFERVERBÄNDE KOMMUNISTISCHER GEWALTHERRSCHAFT e.V.

Protest gegen die Demonstration in Halbe am 18.6.2005
von Horst Schüler, Vorstandsvorsitzender der UOKG
im Namen der Mitgliedsverbände:

Die am 18./19. Juni 2005 in Berlin tagenden Mitglieder der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft haben mit Empörung auf Berichte von Medien reagiert, wonach die in Halbe am 18. Juni demonstrierenden NPD-Mitglieder u. a. auch mit der Losung: "Gedenken für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft" antraten.

Die in der UOKG organisierten 32 Opferorganisationen wollen unter keinen Umständen und in keiner Form von der NPD missbraucht werden. Das widerspricht der von der UOKG immer wieder vertretenen Auffassung, wonach es eines ihrer Hauptanliegen ist, gegen jede Form von politischem Extremismus einzutreten, dem rechten wie dem linken.

In diesem Zusammenhang erklärt die UOKG, dass Parteien und Medien, die zumeist ausschließlich den Kampf gegen Rechtsextremismus propagieren, damit der NPD oder anderen rechtsextremen Organisationen ein willkommenes Feld öffnen, in dem sie sich angeblich für die Opfer kommunistischen Terrors betätigen.

Dies wäre nicht möglich, würden die demokratischen Kräfte unserer Gesellschaft ihrer selbstverständlichen Pflicht genügen, neben dem Kampf gegen Rechtsextremismus auch das Eintreten gegen linken Extremismus deutlich als ihre Aufgabe darzustellen.

HINTERGRUND:
http://www.welt.de/data/2005/06/18/734024.html
http://www.netzeitung.de/deutschland/344437.html


Auszüge aus Stellungnahmen unserer Mitgliedsverbände:

Lagervereinigung Mühlberg:
"Darüber haben wir auch diskutiert. Wir möchten nichts damit zu tun haben und möchten uns nicht missbrauchen lassen."

Vereinigung 17. Juni:
"Auch wir wollen damit nichts zu tun haben. Durch die Teilnahme unserer Peiniger (PDS) an der Gegendemo werden wir gehindert, daran teilzunehmen!"

Bund der Stalinistisch Verfolgten, LV Berlin-Brandenburg:
"Ganz klar muss sein, daß wir uns gegen Extremismus von Links wie von Rechts wenden."

Lagergemeinschaft Workuta GULag (Horst Schüler):
"Ich werde dazu klar Position beziehen, das muss an die Medien.
WIR, nicht sie, sind die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft!"

Übereinstimmende Ablehnung eines gemeinsamen Auftretens mit der PDS auf der Gegendemo.