Antwort derBeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien,
Staatsministerin Dr. Christina Weiss an die UOKG
Das Anschreiben der UOKG
vom 14.12.2004:
Keine Abwicklung der
Stasiunterlagen-Behörde bis 2010 !Berlin, 20. Januar 2005
Sehr geehrter Herr Schüler,für Ihr engagiertes und doch sachliches Schreiben, in dem Sie die Bedenken vieler Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft darlegen, danke ich Ihnen. Ich kann Ihnen und Ihren Mitgliedern, die sicher alle ein ganz individuelles Schicksal erlitten haben, versichern, dass Berichte oder Äußerungen über eine Abwicklung der BStU jeder Grundlage entbehren.
Im Gegenteil, mit der Konzentration wichtiger Bereiche zum Geschichtsverbund Aufarbeitung der SED-Diktatur, worin die Birthler-Behörde der wichtigste Partner sein wird, soll ein lebendiges Netzwerk entstehen, das den Blick über das Thema Stasi hinaus auf die gesamte DDR-Geschichte lenkt. Der jahrzehntelange Widerstand der vielen Menschen, ob einzeln oder in Gruppen, muss erforscht und für die heutige und kommende Generation festgehalten werden. In einer Demokratie muss offen über die SED-Diktatur gesprochen werden, dies ist für die Deutschen in Ost und West wichtig. Es muss niemand befürchten, dass unter dieser Regierung Ziel und Auftrag der BStU in Frage gestellt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Christina Weiss,
Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien,
Dr. Christina Weiss, Staatsministerin