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Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.
Verrat an der Geschichte der Partei : Der SPD-Generalsekretär Olaf Scholz will am 20. August in Berlin das neue Buch des PDS-Prominenten Gregor Gysi vorstellen. Besonders bei den Opfern kommunistischer Gewalt herrscht Empörung.
Der Vorsitzende der UOKG Horst Schüler hat deshalb am 6. August 2003 folgenden Brief an Scholz geschrieben:
Sehr geehrter Herr Scholz!
Mit Befremden
haben die in der UOKG vereinten Opferverbände kommunistischer Gewalt
erfahren, dass Sie am 20. August in Berlin ein von Herrn Gysi geschriebenes
Buch mit dem Titel: Was nun? Über Deutschlands Zukunft und meiner
eigenen, vorstellen wollen.
Sie sind Generalsekretär der SPD, eine Partei, die in ihrer Geschichte
besonders schlimme Erfahrungen mit dem Kommunismus machen musste. Ich brauche
Sie sicher nicht daran zu erinnern, dass zum Beispiel viele Sozialdemokraten,
die sich gegen die Zwangsvereinigung mit den Kommunisten wehrten, lange, qualvolle
Jahre in den Lagern und Gefängnissen der DDR oder der Sowjetunion verbrachten
oder dort sogar ihr Leben ließen. Unter uns befinden sich zahlreiche
Frauen und Männer sozialdemokratischer Gesinnung, die die heute praktizierte
Koalitionspolitik der SPD als Verrat an der Geschichte der Partei sehen.
Darunter fällt auch Ihre Absicht, das Buch eines der bekanntesten Vertreter der Nachfolgepartei der SED vorzustellen. Vielleicht können Sie unsere Enttäuschung und Bestürzung darüber nachvollziehen und deshalb von Ihrer aktiven Beteiligung an der Buchvorstellung zurücktreten. Die Opfer kommunistischen Terrors würden es Ihnen danken.
Mit freundlichen Grüßen, Horst Schüler.