Geschäftsstelle Mitglieder Gedenkstätten Pressemitteilungen  
Vorstand Mitglieder International Pressearchiv Veranstaltungen
Gästebuch Links Publikationen Aktuelles Zurück


Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.

Pressemeldung der
Märkischen Oderzeitung vom 27.02.2003

Keine PDS-Vertreter beim 50. Jahrestag des 17. Juni willkommen

Bei den Gedenkfeiern zum 50. Jahrestag des DDR-Aufstandes am 17. Juni 1953 kündigt sich ein Eklat an.
Verbände, in denen politisch Verfolgte der SED-Diktatur organisiert sind, wollen Veranstaltungen boykottieren, an denen Vertreter der PDS offiziell teilnehmen.

«Wenn PDS-Repräsentanten kommen, dann werden die Vertreter unserer Mitgliedsverbände diesen Veranstaltungen fernbleiben», sagte Detlef W. Stein, Bundesgeschäftsführer der «Union der Opfer Kommunistischer Gewaltherrschaft» (UOKG) der «Berliner Zeitung» (Donnerstagausgabe). Zu der UOKG gehören 26 Verbände und Initiativen mit rund 50 000 Mitgliedern. Sie ist nach eigenen Angaben bundesweit der größte Verband von Opfern kommunistischer Herrschaft.
Stein sagte, die PDS stehe in der Kontinuität der SED, «und wir betrachten die Auseinandersetzung der Partei mit ihrer Geschichte als gescheitert».

Zu einem von den Verfolgtenverbänden geplanten Gedenkmarsch in Berlin am 15. Juni, an dem auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) teilnehmen will, seien «nur Vertreter demokratischer Parteien willkommen - also nicht die der PDS», sagte Stein. Der Berliner PDS-Partei- und Fraktionschef Stefan Liebich sagte dem Blatt, die PDS nehme auf Grund ihrer besonderen historischen Verantwortung bewusst am Gedenken für den 17. Juni teil. Auch auf Grund ihrer Funktion in Parlament und Senat wäre es «ein eigenartiges Signal, wenn wir uns von den Gedenkfeierlichkeiten zum 50. Jahrestag fern halten würden».