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Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.
Presseerklärung
vom 11.08.2002
Zum Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 1961
Begangenes Unrecht wird nicht dadurch beseitigt , daß es totgeschwiegen, verharmlost oder vergessen wird!
Deshalb appellieren wir an die demokratischen Parteien des Deutschen Bundestages, endlich für die noch lebenden Opfer der SED-Diktatur tätig zu werden, sich nicht in Wahlkampfreden zu erschöpfen und die Ehrenpension für widerständiges Verhalten zu beschließen.
Vor 41 Jahren,
am 13. August 1961, wurde die Berliner Mauer von der SED errichtet und damit
die Massenflucht von Menschen abrupt beendet, die dem kommunistischen Regime
durch die "Abstimmung mit den Füßen" den Rücken kehrten.
Die SED-Machthaber wollten ihr politisches Experiment an lebenden Menschen
ungestört weiterführen und hielten mit Hilfe von Mauer und Stacheldraht ein
ganzes Volk bis zur friedlichen Revolution 1989 gefangen. Familien und Freundschaften
wurden zerrissen, Hoffnungen zerstört. Verzweifelt versuchten Menschen, die
Mauer zu überwinden, sie zu überfliegen oder zu untergraben. Etwa
1.000 Menschen starben bei dem Versuch, die militärisch gesicherte Grenze
zu durchbrechen und ca. 72.000 Menschen wurden wegen ihrer Fluchtversuche
inhaftiert.
Die Mauer
stand 28 Jahre, wurde in dieser Zeit durch ein verbrecherisches Grenzregime
mit Vorderland - und Hintermauern, mit Kontroll- und Schutzstreifen, mit 250
Wachtürmen, Signalzaun, Selbstschuss- und Beleuchtungsanlagen perfektioniert.
Am 9. November 1989 stürzte die Mauer durch den Druck des Volkes, das mit
der friedlichen Revolution der SED-Staat beendete.
Die Mauer zwischen beiden Teilen Deutschlands und die Todesschüsse an der
innerdeutschen Grenze waren rechtswidrig und verstießen gegen die Menschenrechte!
gez. Horst
Schüler (UOKG-Vorsitzender)
gez. Detlef W. Stein (UOKG-Bundesgeschäftsführer)