Zur traditionellen
Kundgebung zur Erinnerung an den Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953
trafen
sich am 17. Juni 2002 etwa 80 Verfolgte
des SED-Regimes am "Denkmal der Opfer des Stalinismus" in
Berlin am Charlottenburger Steinplatz, zwischen Bahnhof Zoo und der
Technischen Universität.
Ein Jahr vor der
50. Wiederkehr des Jahrestages der Massenproteste gegen das totalitäre
SED-Regime kam unserer Gedenkveranstaltung eine besondere Bedeutung
zu.
Wir erinnerten uns
in diesem Jahr der Opfer zum ersten Mal unter einem Berliner Senat,
in dem die SED-Fortsetzungspartei Senatoren stellt.
Aus diesem Grunde
hatten die Verfolgtenverbände beschlossen, den
offiziellen Gedenkfeiern des Berliner Senats fernzubleiben.
Es war wichtig,
daß möglichst viele Mitglieder an unserer Veranstaltung teilnahmen
und damit
ein Zeichen setzen gegen das Wiederaufleben des Kommunismus und für
die gesellschaftliche Anerkennung der Opfer sowie der Leiden der Verfolgten
der kommunistischen Diktatur.
Danach protestieren
Vertreter einzelner Verfolgtenverbände auf der Straße vor
dem Friedhof Seestraße (Berlin-Wedding) gegen die Anwesenheit
von Senatsvertretern der SED-PDS beim Gedenken an die SED-Opfer.
UOKG-Vorstandsmitglied
Alexander Bauersfeld und weitere SED-Opfer bekamen Schwierigkeiten mit
der Polizei, als sie auf dieser "unangemeldeten Demonstration"
öffentlich Plakate zeigten mit der Aufschrift: "PDSPD-Heuchler
- Haut ab von Hier!" sowie "Wer mit PDSED koaliert, verrät
uns SED-Opfer!"
Dieser Protest gegen
die offizielle Doppelzüngigkeit erhielt breite Würdigung in
der "Süddeutschen Zeitung" und der "Frankfurter
Rundschau".