Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Sie für das Tribunal „Zwangsarbeit in politscher DDR-Haft“ vom 11. – 13. September im Menschenrechtszentrum in Cottbus einzuladen. Eine Kooperationsveranstaltung der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG) mit dem Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. (MRZ) und der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters.

Mit dem Tribunal verfolgen wir folgende Ziele:

1. Wir wollen erreichen, dass über die zum großen Teil menschenverachtende Ausbeutung in politischer DDR-Haft in einer breiteren Öffentlichkeit gesprochen wird.

2. Wir wollen erreichen, dass eine internationale Jury Zeugen anhört, um festzustellen, ob die Merkmale von verbotener Zwangsarbeit und Ausbeutung nach den international anerkannten Definitionen erfüllt sind.

3. Wir wollen, dass die Befragung von Zeitzeugen, die Erkenntnisse mehrerer wissenschaftlicher Untersuchungen und das durch das Tribunal zu erwartende Votum der internationalen Jury zu Konsequenzen in der Politik und Wirtschaft führen.

Bitte beachten Sie, dass auf Grund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Hygienemaßnahmen nur eine begrenzte Anzahl von Gästen möglich ist, weshalb eine frühzeitige Anmeldung empfohlen wird.

Anbei finden Sie den Flyer für das Tribunal mit allen Informationen zum Programm, zur Anmeldung und sonstigen wichtigen Hinweisen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Mit herzlichen Grüßen

Dieter Dombrowski

„Opfergruppen sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden.“

Mit Befremden haben die Mitgliedsverbände der UOKG auf die unangebrachte Intervention der Brandenburger Kulturministerin Manja Schüle gegen einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Oranienburg zur Benennung von Straßen im Umfeld des ehem. KZ und Speziallagers Sachsenhausen reagiert. Mit der Straßenbenennung nach Frauen wollten die Stadtverordneten Frauen ehren, die in der Geschichte der Stadt von besonderer Bedeutung sind.

Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG):

„Es ist gut, dass die Stadtverordneten auch Frauen, die Opfer der NS-Diktatur wurden, ehren. Es ist aber auch wichtig daran zu erinnern, dass mit dem Ende der NS-Herrschaft neues Unrecht begann. Opfergruppen sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden. Frau Ministerin Schüle sollte als Demokratin in der Lage sein, eine 2/3 Entscheidung der Stadtverordneten zu akzeptieren und die Kommunalverfassung zu respektieren.“

https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1812969/