29 Jahre Fall der Mauer

Der 9. November ist ein besonderer Tag in der Deutschen Geschichte. Er verbindet schreckliche und wunderbare Ereignisse zugleich. So steht er mit der Reichspogromnacht am 9. November 1938 für die unsäglichen Greultaten der Nationalsozialisten.

Er steht aber eben auch für den Fall der Mauer am 9. November 1989. Mit dem 29. Jahrestag des Falls der Mauer ist nunmehr ein Datum erreicht, an dem die Mauer länger weg ist, als sie stand und in der sie ein Volk mit allen Mitteln trennte.

Der Bundesvorsitzende der UOKG Dieter Dombrowski:

Genau wie beim Tag der Deutschen Einheit darf die Freude über das Erreichte nicht den Blick davor verstellen, dass das SED-Regimes nicht nur 250.000 Menschen aus politischen Gründen eingesperrt hat. Es hat darüber hinaus eine weitaus größere Zahl an Biografien zerstört, sei es durch Zersetzungsmaßnahmen, durch Verweigerung eines Abiturs oder Studiums, durch das Einliefern in Heime zu einer sozialistischen Umerziehung oder etwas anderem.“

Viele der Betroffenen“, so Dombrowski, „fühlen sich mit ihren Schicksalen oft alleine gelassen. Dem Deutschen Bundestag liegen mittlerweile  drei Bundesratsinitiativen vor, welche die Grundlage für eine verbesserte Situation der Opfer von SED-Unrecht bilden. Der Bundestag muss jetzt endlich handeln. Die Mauer ist jetzt länger weg, als sie da war. Im nächsten Jahr feiern wir 30 Jahre Mauerfall und im Jahr darauf 30 Jahre Deutsche Einheit. 30 Jahre nach dem Fall des Unrechtsstaates DDR müssen alle Ungerechtigkeiten beglichen oder zumindest gemildert sein. Dies sind wir den Betroffenen schuldig. Nur so können die unzähligen SED-Opfer ungeteilt an der Freude über unser vereintes und wunderbares Land teilhaben.“

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