UOKG-Kongress: Vergessene Kinder? Die Nachkommen politisch Verfolgter

Einladung zum UOKG-Kongress

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Sehr geehrte Damen und Herren,

die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. lädt Sie herzlich zum diesjährigen UOKG-Kongress ein. Er trägt den Titel

Vergessene Kinder? Die Nachkommen politisch Verfolgter.

Bereits im Juni hat sich die UOKG in einer Abendveranstaltung den Nachkommen politisch Verfolgter in der DDR zugewandt. Kinder haben die Verhaftung ihrer Eltern mit ansehen müssen. Die darauffolgenden Ungewissheiten haben sie für ein Leben lang geprägt. Der Verlust, die andauernden Ängste ließen sich nicht, wie man vermuten könnte, durch eine glückliche Familienzusammenführung heilen. Dies gilt auch für Kinder, die nicht oder nur kurze Zeit in ein Heim eingewiesen wurden. Zeitzeugen und Wissenschaftler werden das Thema beschreiben, dessen Ausmaße bisher kaum bekannt sind.

Zeit: Sonnabend, 3. November 2018

11 Uhr bis ca. 18 Uhr

Ort: Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer,

Bernauer Str. 119, 13355 Berlin

Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Dombrowski

Bundesvorsitzender der UOKG

 

Programm

11.00 Uhr  

Begrüßung durch Dieter Dombrowski, UOKG-Bundesvorsitzender

 

11.15 Uhr Einleitung in die Thematik

Konstanze Helber, UOKG-Vorstandsmitglied

Elke Schlegel, UOKG-Regionalbeauftragte Rheinland-Pfalz

 

11.30 Uhr

 

Vortrag: Transgenerationale Übertragung traumatischer Inhalte

Prof. Heide Glaesmer, Psychologin, Psychotherapeutin

 

12.15 Uhr

 

Vortrag: Familien politisch Inhaftierter – Studienergebnisse

Dr. Maya Böhm, Psychologin

 

13.00 Uhr

 

Diskussionsmöglichkeit

 

13.15 Uhr  

Kaffee- und Imbisspause

 

14.00 Uhr

 

 

14.30 Uhr

Kinder von in der SBZ/DDR politisch verfolgten Frauen – Werkstattbericht eines Interviewprojektes

Alexandra Pohlmeier, Filmemacherin und Produzentin

 

Diskussionsmöglichkeit

 

14.45 Uhr

 

Panel: Politisch verfolgte Eltern und ihre Kinder – Erfahrungswelten

Mit:

Prof. Karin Sorger (Mutter) und Dr. Natalie Wöhrle (Tochter)

Dr. Ute Steinhäuser (Mutter) und Dr. Katrin Klein (Tochter)

Moderation: Isabell Fannrich-Lautenschläger, freie Journalistin

 

15.30  

Diskussionsmöglichkeit

 

15.45 Uhr  

Kaffeepause

 

16.15 Uhr

 

Film „Jeder schweigt von etwas anderem“ (72 min)

Zum Filminhalt: Drei Familien, aus der geschätzten Zahl von 250.000 politischen Gefangenen der DDR, kämpfen mit der Frage, wieviel Vergangenheit sie heute noch zulassen wollen. Über drei Generationen geprägt durch Trennung, Repression und Sippenhaft, sitzen manche Wunden so tief, dass sie über Jahrzehnte niemand aufreißen wollte. Jetzt werden die Kinder erwachsen und damit wächst der Druck, das alte Schweigeabkommen zu brechen. Doch wie stellt man seinen Eltern die richtigen Fragen? Will man als Kind überhaupt alles wissen? Und wer soll eigentlich den ersten Schritt machen? Der Film zeigt die Auseinandersetzung dreier Familien mit den generationsübergreifenden Folgen der DDR-Vergangenheit.

 

17.30 Uhr  

Diskussionsmöglichkeit mit Anne Gollin, Mitwirkende im Film, freie Referentin.

 

17.45 Uhr  

Abschlussdiskussion

 

  Die Veranstaltung wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

 

Anlagen: